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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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10. Januar 2013

Invasive Aspergillose: Posaconazol zeigte gute Ergebnisse in der Salvage-Therapie

Bei Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit von Antimykotika wird in der Therapie von invasiven Aspergillosen ein Wechsel der Behandlung empfohlen. In einer retrospektiven Analyse wurden 36 Patienten, die im Mittel über 44 Tage mit Voriconazol behandelt worden waren, auf Posaconazol (NOXAFIL®) umgestellt. Hierbei zeigten 15 Patienten ein komplettes und 11 Patienten ein partielles Ansprechen auf die neue Therapie. Verschiedene unter der Vortherapie angestiegene Laborwerte waren unter Posaconazol wieder rückläufig. Es gab keinen Therapieabbruch aufgrund unerwünschter Ereignisse durch die Posaconazol-Therapie.

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Bei immunsupprimierten Patienten, speziell bei Patienten nach Stammzelltransplantationen, aber auch bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen und Chemotherapie-induzierter Neutropenie sind invasive Pilzerkrankungen eine der Hauptursachen für Morbidität und Letalität. Voriconazol und liposomales Amphotericin B werden in den aktuellen Leitlinien (z.B. der DGHO) als systemische primäre Therapieoption, Posaconazol für die Salvage-Therapie empfohlen. In der vorliegenden Untersuchung wurde beschrieben, wie sich der Einsatz von Posaconazol im Alltag hinsichtlich Wirksamkeit und Nebenwirkungen als Folgetherapie nach Voriconazol bewährte.

In die retrospektive Analyse der Daten aus vier deutschen Universitätskrankenhäusern wurden 36 Patienten mit möglicher, wahrscheinlicher oder bewiesener Aspergillose einbezogen, die Posaconazol direkt im Anschluss an eine Voriconazol-Therapie erhalten hatten. Die Therapie wurde bei vermuteter oder nachgewiesener Unwirksamkeit (bei 23 Patienten nach durchschnittlich 59 Tagen) oder Unverträglichkeit (bei 10 Patienten nach durchschnittlich 16 Tagen) von Voriconazol auf Posaconazol umgestellt. Bei 3 Patienten trafen beide Ursachen für den Therapiewechsel zu.

Nach Umstellung erfolgte der Einsatz von Posaconazol im Schnitt für 86 Tage. 60 Tage nach Therapiewechsel auf Posaconazol lebten noch 22 der 36 Patienten, während 7 gestorben und weitere 7 nicht mehr unter Beobachtung („lost to follow up“) waren. Über die gesamte Beobachtungszeit wurde für 26 (72%) der 36 Patienten eine erfolgreiche Therapie (15 (42%) zeigten vollständiges, 11 (31%)  partielles Ansprechen) der Aspergillose unter Posaconazol dokumentiert. Bei 8 Patienten (22%) wurde Therapieversagen (Tod oder fehlendes Ansprechen auf die Therapie) festgestellt. Bei den Patienten, die aufgrund von Unverträglichkeit umgestellt wurden, zeigte sich eine bessere Verträglichkeit der neuen Therapie, wobei sich 9 vollständig und 3 teilweise erholten. Für einen Patienten lagen keine Daten vor. Bei keinem Patienten aus der Studie musste die Therapie mit Posaconazol aufgrund von unerwünschten Ereignissen abgebrochen werden.

Fazit:
Diese retrospektive Analyse von schwersten Krankheitsverläufen zeigte, dass Posaconazol eine vielversprechende Option in der Salvage-Therapie für Patienten mit Aspergillose und Intoleranz auf oder Unwirksamkeit von Voriconazol sein kann.

Literaturhinweis:
W. J. Heinz et al. Mycoses doi:10.1111/myc.12023 vorab elektronisch publiziert am 21.11.2012

Quelle: MSD
 
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