Sonntag, 20. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
23. April 2015

Internationale Befragung überprüft personalisierte Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und EGFR-Mutation

Ergebnisse einer neuen internationalen Befragung zur Erfassung der Abläufe bei der Diagnose von fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) haben gezeigt, dass bei rund 81% dieser Patienten der EGFR-Mutationsstatus vor Therapiebeginn getestet wurde. Trotz dieser relativ hohen Testungsrate erhielt eine signifikante Anzahl dieser Patienten anschließend keine ihrem Mutationssubtyp entsprechende personalisierte Therapie. Die Studienergebnisse aus einer Befragung von 562 Onkologen aus zehn Ländern (Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Korea, Spanien, Taiwan, Großbritannien und die USA) wurden gestern als Late-Breaking-Abstract auf der ESMO-IASLC Best Abstracts Session im Rahmen der Europäischen Lungenkrebs-Konferenz 2015 in Genf, Schweiz, vorgestellt.

Anzeige:
 
 

Internationale Leitlinien empfehlen die Durchführung einer EGFR-Mutationstestung beim fortgeschrittenen NSCLC. Die Testergebnisse spielen besonders für Patienten mit einer EGFRA-Mutation eine wichtige Rolle. So dokumentieren neue Daten, dass sich mit einer zielgerichteten Therapie die Überlebenszeit von Patienten mit dem am häufigsten auftretenden Mutationstyp (Del19) im Vergleich zu einer Chemotherapie verlängern kann. Zu den häufigsten EGFRA-Mutationen gehören Deletionen im Exon 19 (Del19=48%) gefolgt von Punktmutationen im Exon 21 (L858R=43%) (1).
 
In der jetzt durchgeführten Befragung wurden die Testungsraten von EGFRA-Mutationen im internationalen Vergleich ermittelt sowie die Einstellung der Ärzte zum EGFR-Test erhoben. Außerdem wurden die Herausforderungen bei der Testung sowie der Einfluss der Testergebnisse auf die Therapiewahl abgefragt. Hierbei lag Deutschland mit einer Testungsrate von 72% leicht unter dem globalen Durchschnitt von 81%.
 
"Die EGFR-Mutationstestung ist für Patienten mit metastasiertem NSCLC essentiell, da nur bei Vorliegen von EGFR-Mutationen moderne Tyrosinkinaseinhibitoren eingesetzt werden können. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass sich diese Erkenntnis in Deutschland verbreitet hat. Interessant ist jedoch, dass immer noch bei einer relevanten Anzahl an Patienten die Auswahl der Erstbehandlung ohne Berücksichtigung des EGFR-Mutationsstatus erfolgt. Die nun vorliegenden Daten, die für Patienten mit einer bestimmten EGFR-Mutation einen erheblichen Überlebensvorteil durch eine zielgerichtete Erstbehandlung gezeigt haben, sind ein überzeugendes Argument, dass alle Patienten getestet und, wenn möglich, erst nach Vorliegen des Resultats behandelt werden sollen", kommentiert Prof. Martin Schuler vom Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen.
 
Die Online-Befragung dokumentiert, dass in Deutschland 35% aller Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC bereits eine Erstlinientherapie erhielten, bevor dem behandelnden Onkologen die Ergebnisse der Mutationstestung vorlagen. Hierfür nannten die Onkologen neben der Tumorhistologie hauptsächlich folgende Gründe: Eine große Zeitspanne bis zum Eintreffen der Testergebnisse, unzureichendes/ungenügendes Gewebe und ein schlechter Allgemeinzustand des Patienten. 58% der befragten Onkologen in Deutschland gaben an, ihre Behandlungsentscheidung unabhängig vom EGFR-Mutationssubtyp zu treffen. Zwischen den befragten Ländern zeigten sich dabei signifikante Unterschiede (Skala von 28% in Asien bis zu 60% in Europa).
 
"Diese Studie zeigt, dass bei der initialen Diagnostik von Lungenkrebs nicht immer eine EGFR-Mutationstestung durchgeführt wird. Es ist im Interesse der Patienten, dass Spezialisten für Lungenkrebs und Pathologen zusammenarbeiten, um rasch den EGFR-Mutationsstatus eines Patienten festzustellen, damit - in Übereinstimmung mit den internationalen Leitlinien - eine geeignete Behandlung mit einem entsprechenden Ergebnis eingeleitet werden kann", sagt Dr. Matthew Peters, Vorsitzender der Global Lung Cancer Coalition.

Literaturhinweis:
(1) Mitsudomi T, Yatabe Y. FEBS J. 2010 Jan;277(2):301-8
 

Quelle: Boehringer Ingelheim
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017