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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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02. Juni 2016

Indikationsspektrum von Lanreotid Autogel in aktualisierten ENETS-Leitlinien deutlich erweitert

Das Indikationsspektrum des Somatostatin-Analogons (SSA) Lanreotid Autogel®* 120 mg (Somatuline Autogel®) ist in den aktualisierten Leitlinien der European Neuroendocrine Tumour Society (ENETS) deutlich erweitert worden. Wurde es zuvor zur Symptomlinderung funktioneller neuroendokriner Tumoren empfohlen, erhält es nun auch eine wesentliche Rolle in der antiproliferativen Therapie von GEP-NET. Wie Prof. Jörg Bojunga, Frankfurt am Main, auf dem diesjährigen ENETS-Kongress in Barcelona** erläuterte, wird Lanreotid Autogel® dabei aufgrund der Daten der CLARINET-Studie (1) sowohl für G1-NET des Mitteldarms als auch für Pankreas-NET empfohlen sowie bei beiden Entitäten auch für G2-Tumoren mit einem Ki67 bis 10%. Die Empfehlung der ENETS stimmt damit mit der Zulassung von Lanreotid Autogel® 120 mg bei GEP-NET in der EU überein.
 
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Grundlage der ENETS- Empfehlung sind die Ergebnisse der randomisierten Phase-III-Studie CLARINET (1), in der Lanreotid Autogel® 120 mg bei 204 Patienten mit GEP-NET über 96 Wochen gegen Placebo verglichen wurde. Bojunga zufolge ist CLARINET aus verschiedenen Gründen von großer klinischer Relevanz: „Die PROMID-Studie (2) ist eine Pionier-Studie, da sie für Octreotid bei Patienten mit metastasiertem G1-NET des Mitteldarms erstmals für ein Somatostatin-Analogon nicht nur eine Symptomverbesserung, sondern auch einen antiproliferativen Effekt nachweisen konnte.“ Nicht untersucht worden waren in PROMID metastasierte Pankreas-NET und Mitteldarm-G2-NET mit einem Ki67 >2% und <10%. „Die CLARINET-Studie (1) hat die Ergebnisse für metastasierte Mitteldarm-G1-NET bei einem größeren Kollektiv bestätigen können, was ein sehr wichtiges Ergebnis ist. Zudem konnte die CLARINET-Studie (1) nachweisen, dass Lanreotid auch bei metastasiertem Pankreas G1- und G2-NET mit einem Ki67 bis 10% eine antiproliferative Wirkung hat. Wichtig ist zudem, dass in CLARINET (1) sowohl Patienten, die eine hohe hepatische Tumorlast von über 25% aufwiesen, als auch Patienten, bei denen der Ki67 >2% und <10% lag, von der Therapie profitierten.“

CLARINET (1) zeigte auch, dass Lanreotid Autogel® im primären Endpunkt des medianen progressionsfreien Überlebens (PFS) der Behandlung mit Placebo signifikant überlegen war (nicht erreicht vs. 18 Monate, p<0,001). Darüber hinaus wiesen Daten der offenen Studienverlängerung CLARINET OLE  auf die antiproliferative Langzeitwirksamkeit von Lanreotid Autogel® hin. So erreichten Patienten (n=40), die die von Beginn der CLARINET-Studie an behandelt wurden, ein medianes PFS von 32,8 Monaten – unter Berücksichtigung der Verlängerungsstudie. „Patienten der Placebogruppe (n=32), die nach Progress auf Lanreotid Autogel® 120 mg wechselten, erreichten darunter ein medianes PFS von 14 Monaten, was zeigt, dass Lanreotid Autogel® auch bei progredienter Erkrankung wirksam ist“, hob Bojunga hervor.

Die aus der CLARINET-Kernstudie (1) gewonnene Evidenz für die Wirksamkeit von Lanreotid Autogel® in der Anti-Tumor-Therapie spiegelt sich nun auch in den aktualisierten Leitlinien der ENETS zur Behandlung von metastasierten GEP-NET wider. Sie empfehlen jetzt sowohl Lanreotid Autogel® als auch Octreotid LAR® als Erstlinientherapie bei Mitteldarmtumoren G1 und G2 (Ki67 <10%). Aufgrund eines angenommenen Klasseneffekts werden in den Leitlinien beide Wirkstoffe bei Pankreastumoren (Ki67 <10%) empfohlen, jedoch liegen hierzu keine Daten für Octreotid vor. Diese Differenzierung gilt auch für den Einsatz von Lanreotid bei beiden Midgut und Pankreas G2-NET mit einem Ki67 zwischen 3 und 10% sowie unabhängig von der hepatischen Tumorlast.

Neue Analyse weist auf frühe Wirksamkeit von Lanreotid hin

Bojunga ging abschließend auf eine in Barcelona erstmals vorgestellte post-hoc-Analyse von CLARINET  ein, der zufolge Lanreotid Autogel® das Tumorwachstum bereits frühzeitig hemmt. In dieser Analyse wurde die Kinetik der im Allgemeinen langsam wachsenden Tumoren entsprechend ihres Ursprungs anhand der RECIST-Kriterien (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors) nach der Tumorwachstumsrate (TGR) bewertet. „Die TGR, die die prozentuale Veränderung im Durchmesser der Zielläsionen innerhalb eines definierten Zeitintervalls zwischen zwei CT-Untersuchungen angibt, scheint die Kinetik solcher langsam wachsende Tumore präziser zu beschreiben“, erklärte Bojunga. Wurde das Ansprechen auf die Therapie anhand dieser Methode bestimmt, zeigte sich, dass Lanreotid Autogel® die Tumorwachstumsrate bereits 12 Wochen nach der ersten Injektion (erster Messzeitpunkt) im Vergleich zu Placebo signifikant reduzierte (1,2% vs. 4,1%; p=0,008). Dieser positive Effekt hielt über die Laufzeit der Studie von 96 Wochen an. Gleichzeitig erwies sich die TGR vor Therapiebeginn als prädiktiver Faktor für die weitere Progression. „Patienten mit einer TGR von über 4% hatten ein vierfach höheres Risiko für eine Tumorprogression nach RECIST 1.0 als Patienten mit einer TGR von 4% oder weniger“, so Bojunga abschließend. Aber Lanreotid war wirksamer als Placebo – ungeachtet der TGR vor Behandlung.“
 
* Zugelassen zur Therapie von gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET G1 und einer Teilgruppe G2 (Ki67-Index bis zu 10 %)) mit Ursprung im Mitteldarm, Pankreas oder unbekannter Primärlokalisation (Enddarm ausgeschlossen) bei erwachsenen Patienten mit inoperabler, lokal fortgeschrittener oder metastasierter Erkrankung. Fachinformation Somatuline Autogel®, Stand Februar 2016.
** NET Highlights 2016 – Interdisziplinär diskutiert, Fortbildungsveranstaltung von Ipsen anlässlich der 13th Annual European Neuroendocrine Tumour Society (ENETS) Conference, 11. März 2016, Barcelona.
Ipsen
Literatur:
(1) Caplin ME et al. CLARINET Investigators. Lanreotide in metastatic enteropancreatic neuroendocrine tumors. N Engl J Med 2014;371:224-33.
(2) Rinke A et al. Placebo-controlled, double blind prospective, randomized study on the effect of octreotide LAR in the control of tumor growth in patients with metastatic neuroendocrin midgut tumors: a report from the PROMID-study Group.J Clin Oncol 2009; 27: 4656-63.
 
 
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