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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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28. November 2013

Impfung gegen Diffuse Astrozytome: Neuroonkologen arbeiten an einem Wirkstoff

Diffuse Astrozytomen sind Vorstufen von bösartigen Hirntumoren, die vorwiegend junge Erwachsene betreffen und bisher unheilbar sind. In diesen Tumoren ist das Protein Isozitratdehydrogenase 1 (IDH1) häufig verändert (mutiert). Die Mutation besteht darin, dass eine Aminosäure ihren Platz wechselt. Dieses mutierte Protein (IDHR132H) ist dann in allen Tumorzellen nachweisbar, nicht aber in anderen Körperzellen. Das Team um die Professoren Platten und von Deimling wies bereits nach, dass das Immunsystem einiger Patienten mit einem diffusen Astrozytom spezifische Abwehrzellen aktiviert und Antikörper bildet. Im aktuellen Projekt soll diese Reaktion des Immunsystems detailliert untersucht werden.

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Prof. Michael Platten und seine Arbeitsgruppe isolieren dazu die Immunzellen aus Patienten mit IDH1R132H-positiven Astrozytomen und untersuchen an Gewebeschnitten und im Reagenzglas, welchen Einfluss diese Abwehrreaktion für das Tumorwachstum hat. "Und vor allem wollen wir wissen, welchen Einfluss diese Immunantwort auf den Krankheitsverlauf hat", erläutert Prof. Michael Platten zum Projektvorhaben. Darüber hinaus werden die Wissenschaftler mit einem Mausmodell mit einem menschlichen Immunsystem arbeiten. Mit Hilfe dieses Modells wird überprüft, ob nach einer spezifischen Aktivierung der gegen das mutierte Protein gerichteten Immunzellen durch eine Impfung das Wachstum von IDH1R132H-positiven Tumoren gestoppt werden kann. Bei positiven Ergebnissen soll dieses Konzept in einer klinischen Studie zur Impfung von Patienten mit Astrozytomen umgesetzt werden.

Quelle: Wilhelm Sander-Stiftung
 
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