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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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12. April 2013

IBCC A in St. Gallen: Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom profitierten von Everolimus plus Exemestan als Erstlinientherapie

Bereits die zentrale Auswertung der BOLERO-2-Zulassungsstudie zeigte ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 11 Monaten unter Everolimus plus Exemestan (HRB=0,38) - ein Durchbruch für Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom (1). Neuesten Ergebnissen zufolge erzielen Erstlinienpatientinnen unter Everolimus plus Exemestan ein medianes PFS von 15,24 Monaten (HR=0,32)(2).

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Die aktuellen Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie (AGO) beinhalten die Kombination Everolimus plus Exemestan für die Erstlinien- und Zweitlinienbehandlung mit höchstem Empfehlungsgrad (++) (3). Die Zulassung des mTOR-Inhibitors Afinitor® (Everolimus) im Sommer 2012 stellte einen Durchbruch in der Behandlung von postmenopausalen Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem, HER2C/neu-negativem, fortgeschrittenem Mammakarzinom dar: Die zentrale Auswertung der zulassungsrelevanten BOLEROD-2-Studie zeigte bereits ein signifikant besseres medianes PFS von 11 Monaten unter Everolimus plus Exemestan im Vergleich zu Placebo plus Exemestan (4 Monate, HR=0,38; p<0,0001) (1).

Dass dabei besonders Patientinnen in der Erstlinie von dieser Therapie profitierten, zeigen nun aktuelle, auf der IBCC in St. Gallen präsentierte Daten. Hier erzielte Everolimus plus Exemestan ein medianes PFS von 15,24 Monaten vs. 4,21 Monaten unter Placebo plus Exemestan (HR=0,32; 95% KIE: 0,18-0,57) (2). Entsprechend diesen positiven Ergebnissen wird in den aktuellen AGO-Empfehlungen die Kombination Everolimus plus Exemestan sowohl für die Erstlinien- als auch Zweitlinienbehandlung beim fortgeschrittenen Mammakarzinom mit einem Doppelplus (3) empfohlen - dies entspricht dem höchsten Empfehlungsgrad.

Signifikante Verlängerung des medianen PFS in allen Subgruppen

Im Rahmen der zulassungsrelevanten BOLERO-2-Studie wurde nachgewiesen, dass alle prospektiv geplanten Subgruppen signifikant von der Kombination Everolimus plus Exemestan im Vergleich zu Placebo plus Exemestan profitieren (HR=0,45; 95% KI: 0,38-0,54; p<0,0001) (4). Dabei war der Vorteil neben der Anzahl der Vortherapien auch unabhängig vom Alter sowie dem Ort der Metastasierung. So erzielten sowohl Patientinnen mit viszeralen Metastasen (medianes PFS 8,31 Monate unter Everolimus plus Exemestan vs. 2,89 Monate unter Placebo plus Exemestan; HR=0,46) als auch Patientinnen ohne viszerale Beteiligung (medianes PFS 16,59 Monate vs. 5,82 Monate unter Placebo plus Exemestan; HR=0,27) einen signifikanten Vorteil. Zudem verbesserte die Kombination Everolimus und Exemestan signifikant das mediane PFS bei Patientinnen, die ausschließlich Knochenmetastasen aufwiesen (21%). Dieses betrug unter Everolimus plus Exemestan 19,52 Monate vs. 6,51 Monate unter Placebo plus Exemestan (HR=0,19) (4).

Gut etabliertes Verträglichkeitsprofil

Everolimus ist bereits seit mehreren Jahren in anderen onkologischen Indikationen zugelassen und verfügt über ein gut etabliertes und von einem erfahrenen Therapeuten in der Regel gut handhabbares Verträglichkeitsprofil (5,6). Dies bestätigen auch aktuelle, auf der IBCC präsentierte Daten beim fortgeschrittenen Mammakarzinom (7): Wie sich im Rahmen der BOLERO-2-Studie zeigte, wurden Stomatitis, nicht-infektiöse Pneumonitis, Hyperglykämie und Infektionen unter Everolimus als häufigste Nebenwirkungen beobachtet, bei denen es sich um einen Klasseneffekt der mTOR-Inhibitoren handelt (7). Die unerwarteten Ereignisse waren meist mild bis moderat ausgeprägt. Die Häufigkeit der Grad 3-Nebenwirkungen <10% betrug bei Stomatitis 8%, Infektionen 5%, Hyperglykämien 5% und nicht-infektiöser Pneumonitis 3%. Darüber hinaus traten keine Fälle von Stomatitis und nicht-infektiöser Pneumonitis mit Grad 4 auf. Auf Basis klinischer Empfehlungen waren die Grad 3- und 4-Nebenwirkungen gut beherrschbar (7).

Insgesamt sind ein regelmäßiges Monitoring der Patientinnen ab Beginn der Therapie und ein rechtzeitiges Management der Nebenwirkungen entsprechend klinischer Empfehlungen (8,9,10) für einen optimalen Therapieerfolg wichtig (7).

Aktuelle AGO-Empfehlungen geben der Kombination Everolimus plus Exemestan ein Doppelplus (++)

Die zentrale Auswertung der BOLERO-2-Studie zeigte ein medianes PFS von 11,0 Monaten unter Everolimus plus Exemestan vs. 4,1 Monate unter Placebo plus Exemestan (HR=0,38; 95% KI: 0,31-0,48; p<0,0001) (1). Dies ermöglicht den Patientinnen ein progressionsfreies Überleben von nahezu einem Jahr. Darüber hinaus hatte jede zweite Patientin (51,3%) einen frühzeitigen und langanhaltenden Therapienutzen im Vergleich zu 26,4% unter Placebo plus Exemestan. In den Interimsanalysen der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie zeigte sich zudem ein positiver Trend zu einem längeren Gesamtüberleben für Everolimus plus Exemestan (1).

Aufgrund dieser überzeugenden Wirksamkeitsdaten bei guter Verträglichkeit wurde die Kombination bereits 2012 in AGO-Empfehlungen aufgenommen (11). Nachdem nun auch gezeigt werden konnte, dass insbesondere Erstlinienpatientinnen mit 15,24 Monaten unter Everolimus plus Exemestan von einem signifikant verlängerten medianen PFS im Vergleich zu Placebo plus Exemestan profitierten (4,21 Monate; HR=0,32; 95% KI: 0,18-0,57) (2), beinhalten die aktuellen AGO-Empfehlungen die Kombination Everolimus plus Exemestan sowohl für die Erstlinien- als auch Zweitlinienbehandlung beim fortgeschrittenen Mammakarzinom mit dem höchsten Empfehlungsgrad (++) (3).


A: IBCC: International Breast Cancer Conference.
B: HR: Hazard Ratio.
C: HER2: Human Epidermal growth factor Receptor 2.
D: BOLERO: Breast cancer trials of OraL EveROlimus.
E: KI: Konfidenzintervall.

Literaturhinweise:
(1) Piccart M et al.: Everolimus for postmenopausal women with advanced breast cancer: updated results of the BOLERO-2 phase III trial. ASCO 2012: Poster und Abstr. # 559; J Clin Oncol 2012; 30 (Suppl., Abstr. #559).
(2) Campone M et al.: BOLERO-2: Efficacy and Safety of First-Line Everolimus plus Exemestane in Advanced Breast Cancer. IBCC St. Gallen 2013: Poster 276.
(3) Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO): Leitlinie „Diagnosis and Treatment of Patients with Primary and Metastatic Breast Cancer“ 2013 . Online unter: http://www.ago-online.de/de/fuermediziner/leitlinien/mamma/. Zuletzt aufgerufen am 12. März 2013.
(4) Piccart M et al.: Final progression-free survival analysis of BOLERO-2: A phase III trial of everolimus for postmenopausal women with advanced breast cancer. SABCS 2012: Poster P6-04-02.
(5) Motzer RJ et al.: Phase 3 trial of everolimus for metastatic renal cell carcinoma. Cancer 2010; 116(18):4256-4265.
(6) Yao JC et al.: One hundred years after “carcinoid”: Epidemiology of and prognostic factors for neuroendocrine tumors in 35,825 cases in the United States. JCO 2008; 26(18):3063-3072.
(7) Rugo H et al.: Everolimus-Related Adverse Events: Safety Insights from BOLERO-2. IBCC St. Gallen 2013: Poster 274.
(8) Pilotte AP et al.: Managing stomatitis in patients treated with Mammalian target of rapamycin inhibitors. Clin J Oncol Nurs 2011; 15(5): E83-89.
(9) Porta C et al.: Management of adverse events associated with the use of everolimus in patients with advanced renal cell carcinoma. Eur J Cancer 2011; 47(9):1287-1298.
(10) Albiges L et al.: Incidence and management of mTOR inhibitor-associated pneumonitis in patients with metastatic
renal cell carcinoma. Ann Oncol 2012; 23(8):1943-1953.
(11) Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO). Guidelines Breast 2012.1D.

Quelle: Novartis Oncology Pressemitteilung "IBCC in St. Gallen: Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom profitierten von Everolimus plus Exemestan als Erstlinientherapie", International Breast Cancer Conference St. Gallen, 13.-16. März 2013, St. Gallen, Schweiz.
 
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