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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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16. September 2015

Forschungsförderung für ein besseres Verständnis von molekularen und immunologischen Mechanismen beim hepatozellulären Karzinom

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC), auch Leberkrebs genannt, ist eine häufige Tumorerkrankung, gegen die dringend neue Therapien benötigt werden, da bisher nur jedem fünften Betroffenen geholfen werden kann. Heilkräftige Therapien wie die Resektion, Radiofrequenzthermoablation oder Lebertransplantation können nur bei wenigen Patienten durchgeführt werden. Dies liegt vor allem daran, dass die Tumorerkrankung häufig erst in einem späten Stadium diagnostiziert wird und die zugrundeliegende Lebererkrankung (die Leberzirrhose) die Therapiemöglichkeiten einschränkt.

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Für die Entwicklung effektiver Therapieansätze ist ein tiefergehendes Verständnis der molekularen und immunologischen Mechanismen, die zum Tumorwachstum führen, von entscheidender Bedeutung. Um dies zu erreichen wird im Rahmen des Horizon 2020-Programms das Verbundprojekt HEP-CAR unter Leitung von Prof. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg, mit 5,7 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren unterstützt.
 
„Es ist uns gelungen, die führenden Forscher auf dem Gebiet des hepatozellulären Karzinoms in Europa zusammenzubringen“, erklärt Prof. Thimme. Am Ende der Förderung solle die direkte Translation von neuen Erkenntnissen in die Klinik stehen. „Neben direkten molekularen Therapien, die in veränderte Tumorsignalwege eingreifen, ist auch die Induktion der tumoreigenen Immunantwort gegen das HCC ein Ziel“, sagt Prof. Thimme. Zu dem HEP-CAR-Konsortium gehören sieben Wissenschaftler aus Spanien, England, Italien und Deutschland. Es wird zusätzlich von der führenden europäischen Lebergesellschaft (EASL) unterstützt.
 
Horizon 2020 ist das größte Förderprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Seit Beginn des Programms im Jahr 2014 sollen bis 2020 rund 80 Milliarden Euro für Wissenschaftler zur Verfügung gestellt werden – hinzu kommen weitere private Investoren. Horizon 2020 will Durchbrüche, Entdeckungen und Weltneuheiten zu Tage fördern – vom Labor bis zur Anwendung. Das Auswahlverfahren ist hochkompetitiv, so wurden zuletzt in einem zweistufigen Verfahren aus 200 Bewerbungen 6 Verbundprojekte ausgewählt.

Universitätsklinikum Freiburg
 
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