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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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27. November 2013

Hemmung des Onkoproteins AVEN als therapeutisches Konzept gegen Brustkrebs

Brustkrebs tritt hauptsächlich bei Frauen auf und ist der häufigste bösartige Tumor der Brustdrüse. Es sterben mehr Frauen an Brustkrebs als an irgendeiner anderen Krebserkrankung. Die meisten Erkrankungen treten zufällig auf, es gibt aber sowohl erbliche als auch erworbene Risikofaktoren. Das Forschungsteam von Prof. Martin Zörnig und Prof. Joachim Koch beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie das Onkoprotein AVEN, dessen erhöhte Aktivität für die Tumorentwicklung bei Brustkrebs und T-Zellleukämien wichtig ist, in den Krebszellen inaktiviert und damit der Tumor therapiert werden kann.

Die Hemmung des programmierten Zelltodes (Apoptose) ist eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Tumoren und die Entwicklung von Therapie-Resistenzen. In Tumorzellen kommt es zu einer (Über-) Aktivierung anti-apoptotischer Proteine, die sich als Zielstrukturen für molekulare Therapien eignen. Die Arbeitsgruppen der Professoren Martin Zörnig und Joachim Koch des Chemotherapeutischen Forschungsinstituts Frankfurt beschäftigen sich mit dem anti-apoptotischen Protein AVEN, das an drei weitere Apoptose-regulierende Proteine, BCL-XL, APAF1 und Caspase-9 (CASP-9) bindet. Vorausgegangene Arbeiten zeigen, dass eine Überaktivierung von AVEN für die Entstehung und das Fortschreiten von Brustkrebs und T-Zellleukämien wichtig ist.

Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen detaillierte funktionelle Daten über das anti-apoptotische Protein AVEN erhoben und dessen Regulation und Wirkung als Onkoprotein genau untersucht werden. Insbesondere sollen die genauen Bindungsstellen für BCL-XL, APAF1 und CASP-9 im AVEN-Molekül kartiert werden. Die Ergebnisse aus den biochemischen Analysen sind eine Voraussetzung dafür, um in "Screenings" kleine Moleküle zu identifizieren, die die Interaktion von AVEN mit einem Apoptose-relevanten Bindungspartner verhindern und die Funktion von AVEN als Onkoprotein hemmen. Solche Inhibitoren wären nach ihrer Optimierung für einen möglichen Einsatz in zukünftigen klinischen Studien bei Brustkrebs- und T-Zellleukämiepatienten geeignet.

Quelle: Wilhelm Sander-Stiftung
 
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