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18. Mai 2016

Hautmonitoring bei Polycythaemia vera: wichtiger Beitrag zum Behandlungserfolg

Unter Hydroxycarbamid (Hydroxyurea/HU), der zytoreduktiven Standardtherapie bei PV, kann es zum Auftreten von Hauttoxizitäten (HU-Intoleranz) kommen (1). Ein dermatologisches Monitoring ist für die frühzeitige Erkennung einer HU-Intoleranz von entscheidender Bedeutung (2). Für erwachsene PV-Patienten mit HU-Intoleranz oder -Resistenz steht seit März 2015 der Januskinase-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) zur Verfügung (3).
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Hydroxycarbamid (Hydroxyurea/HU) stellt die etablierte zytoreduktive Standardtherapie der Polycythaemia vera (PV) dar (4). Unter HU erreicht eine Mehrzahl der PV-Patienten eine Kontrolle der Erythrozytose und Thrombozytose; (5) allerdings kann es mit zunehmender Behandlungsdauer zu vermindertem Ansprechen sowie zu Hauttoxizitäten als Anzeichen einer HU-Intoleranz kommen (2,4,5). Wichtiger Bestandteil einer optimalen Behandlung der PV ist daher ein therapiebegleitendes Hautmonitoring, um eine HU-Intoleranz frühzeitig zu erkennen, wie Prof. Martin Griesshammer und Prof. Rudolf Stadler, Minden, bei einer Presseveranstaltung in Berlin feststellten.

HU-Intoleranz bei Polycythaemia vera

Patienten mit Intoleranz gegenüber HU weisen ein vielschichtiges Beschwerdebild auf. Dies umfasst unter anderem Beinulzera, gastrointestinale Beschwerden, Pneumonitis sowie Alopezie (1). Mukokutane Manifestationen der Intoleranz sind unter anderem aktinische Keratosen und Mundschleimhautulzerationen (1); Zudem kann die Behandlung mit HU die Entstehung von Plattenepithelkarzinomen fördern (1).

Eine mögliche Assoziation zwischen der Behandlung mit HU und dem Auftreten von Hauttoxizitäten wurde in einer nicht-interventionellen bizentrischen Studie untersucht (2). Insgesamt nahmen 110 Patienten mit Myeloproliferativen Neoplasien (Primäre Myelofibrose, Essentielle Thrombozytopenie, Polycythaemia vera, unklassifizierte MPN) teil. Patienten unter HU zeigten im Vergleich zu Patienten ohne HU-Therapie ein vermehrtes Auftreten von Hauttoxizitäten (54% vs. 8%) (2). Beinulzera (n = 12), Basalzellkarzinome (n = 3) und Plattenepithelkarzinome (n = 2) wurden nur bei Patienten unter HU-Therapie beobachtet (2). Bei etwa 15% der Teilnehmer waren Hauttoxizitäten die Ursache für einen Behandlungsabbruch (2).

Therapie mit HU erfordert Hautmonitoring

Die aktuellen Studienergebnisse legen eine erhöhte Inzidenz HU-assoziierter Hauttoxizitäten nahe und unterstreichen den Bedarf eines Hautmonitorings bei PV-Patienten unter HU-Therapie. Patienten sollten zunächst umfassend durch den behandelnden Hämatologen aufgeklärt werden. So lässt sich durch regelmäßige Basis-Hautpflege und ausreichenden Sonnenschutz das Risiko für Hautmanifestationen senken. Einen weiteren wichtigen Pfeiler der optimalen HU-Therapie stellt ein regelmäßiges dermatologisches Monitoring dar. Dies beinhaltet eine umfassende Anamnese mit Fokus auf Hauttyp und bestehende Erkrankungen, insbesondere Hautkrankheiten und Diabetes. Dermatologen sollten Patienten unter HU-Therapie gezielt zu Haut- und Schleimhautbeschwerden befragen sowie mindestens einmal im Jahr eine vollständige körperliche Untersuchung durchführen, um eine HU-Intoleranz rechtzeitig zu erkennen (6).

Ruxolitinib: hohe Wirksamkeit bei HU-Intoleranz

Für erwachsene PV-Patienten mit HU-Intoleranz steht seit März 2015 der Januskinase(JAK)1/2-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) als Behandlungsoption zur Verfügung (3). Ruxolitinib ermöglicht eine effektive Hämatokritkontrolle und kann somit das Risiko für thromboembolische Komplikationen senken (3,7). Weiterhin führt die Behandlung mit dem JAK-Inhibitor zu einer anhaltenden Reduktion belastender PV-Symptome – wie Pruritus und Fatigue (3,7). Zusammen mit der Entwicklung klarer Empfehlungen zum dermatologischen Monitoring unter HU-Therapie trägt Ruxolitinib zu einer verbesserten Behandlungsperspektive für PV-Patienten bei.
Novartis
Literatur:
(1) Barbui T, Barosi G, Birgegard G et al.: Philadelphia-Negative Classical Myeloproliferative Neoplasms: Critical Concepts and Management Recommendations From European LeukemiaNet. J Clin Oncol 2011; 29:761-770.
(2) Griesshammer M, Stegelmann F, Schauer S et al.: Hydroxyurea significantly increases skin toxicity in patients with myeloproliferative neoplasms: Results of a non-interventional observational trial of 110 MPN patients. Oncol Res Treat 2014; 37(suppl 5):Abstract V617.
(3) Fachinformation Jakavi®. Stand Februar 2016.
(4) Lengfelder E, Baerlocher GM, Gisslinger H et al.: DGHO-Leitlinie „Polycythaemia Vera (PV)“. Stand März 2016. Online verfügbar unter: www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/polycythaemia-vera-pv/@@view/pdf/index.pdf?filename=polycythaemia-vera-pv.pdf. Letzter Zugriff am 17. Mai 2016.
(5) Weinfeld A, Swollin B, Westin J: Acute leukaemia after hydroxyurea therapy in polycythaemia vera and allied disorders: prospective study of efficacy and leukaemogenicity with therapeutic implications. Eur J Haematol 1994; 52:134-139.
(6) Presse-Roundtable Veranstaltung „Blick auf die Haut – entscheidend für den Therapieerfolg bei PV“, Berlin, 18. Mai 2016.
(7) Vannucchi AM, Kiladjian JJ, Griesshammer M et al.: Ruxolitinib versus standard therapy for the treatment of polycythemia vera. N Engl J Med 2015; 372:426-435.


 
 
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