Dienstag, 22. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
12. August 2014

Harnblasenkarzinom: Radioimmuntherapie für Carcinoma in situ

Ärzte der Urologischen und der Nuklearmedizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar haben eine Behandlungsmöglichkeit für Blasenkrebs entwickelt, mit der Patienten bei einer bestimmten Form der Erkrankung die Entfernung der Blase erspart werden kann. Diese Therapie wird bislang ausschließlich am Klinikum rechts der Isar als individueller Heilversuch durchgeführt.

Anzeige:
 
 

Blasenkrebs ist die fünfthäufigste Krebsart in den Industrieländern. Hauptrisikofaktor ist Rauchen. Etwa 10% der Tumore sind so genannte Carcinoma in situ, aggressive Tumore an der Oberfläche der Harnblase, die keine Metastasen bilden. Die gängige Behandlung ist die BCG-Therapie: In mehreren Therapiesitzungen wird mit einem Katheter ein Bakterium in die Blase eingeführt, um das Immunsystem zu stimulieren. Bei bis zu 50% der Patienten ist die Therapie erfolgreich und der Krebs zieht sich zurück. Bei den übrigen Patienten muss die Harnblase entfernt werden, was ihre Lebensqualität deutlich einschränkt.
 
Für diese Patienten bietet die neue Behandlungsmöglichkeit am Klinikum rechts der Isar eine Chance. Dabei wird ein Radionuklid, eine radioaktive Substanz mit geringer Eindringtiefe und kurzer Halbwertszeit, per Katheter in die Blase eingeführt. Bei der Therapie machen sich die Ärzte die Tatsache zunutze, dass beim Blasenkarzinom in situ ein bestimmtes Protein, der EGF-Rezeptor, stark ausgeprägt ist. Der Wirkstoff ist an einen Antikörper gebunden, der genau hier ansetzt; so wirkt die Therapie tumorspezifisch und nicht auf die gesamte Blasenschleimhaut.
 
Bisher wurden in der Urologischen Klinik des Klinikums rechts der Isar vier Patienten in einem individuellen Heilversuch mit der neuen Methode behandelt. Nebenwirkungen traten keine auf. Nach vier bis sechs Wochen überprüften die Ärzte den Erfolg der Therapie mit einer Blasenspiegelung und einer Biopsie. Das Ergebnis: Bei 50% der Patienten war der Tumor verschwunden. Die Harnblase brauchte nicht entfernt zu werden.
 
Bei der Entwicklung der neuen Behandlungsmethode arbeiteten Ärzte der Nuklearmedizinischen und der Urologischen Klinik eng zusammen. Das Institut für Transurane der Europäischen Kommission in Karlsruhe übernimmt die Herstellung des Radionuklids. Dr. Michael Autenrieth, Oberarzt der Urologischen Klinik, der die Behandlungen durchführt, sagt: "Mit der neuen Radioimmunotherapie haben wir eine intelligente Behandlungsmethode, die nur auf den Tumor wirkt und nicht auf das umliegende Gewebe."
 
Kriterien für die Teilnahme an dem individuellen Heilversuch:
· Alter des Patienten mindestens 65 Jahre
· Erneuter Nachweis eines Carcinoma-in-situ der Harnblase nach erfolgter BCG-Induktionstherapie
· Im Ausscheidungsurogramm unauffälliger oberer Harntrakt

Quelle: Klinikum rechts der Isar
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CUP
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017