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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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30. Juni 2015

HER2-positives Mammakarzinom: CHMP empfiehlt Zulassung von Pertuzumab für die neoadjuvante Therapie

Der Ausschuss für Humanmedizin (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt die Zulassung von Perjeta® (Pertuzumab) in Kombination mit Herceptin® (Trastuzumab) und einer Standard-Chemotherapie für die neoadjuvante Behandlung von Frauen mit HER2-positivem, lokal fortgeschrittenem, inflammatorischem oder frühem Mammakarzinom mit hohem Risiko für ein Wiederauftreten der Erkrankung. Grundlage für das positive Votum sind unter anderem die überzeugenden Resultate der NeoSphere-Studie: Die Hinzunahme von Pertuzumab zu Trastuzumab plus Docetaxel bewirkte in dieser Studie nahezu eine Verdoppelung der Rate an pathologischen Komplettremissionen (1). Aktuelle Daten von der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) deuten darauf hin, dass dieser Vorteil auch langfristig die Prognose für die betroffenen Patientinnen verbessern könnte (2). Die Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassung von Pertuzumab für die neoadjuvante Therapie wird noch in diesem Sommer erwartet.  

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In der First-Line-Therapie des HER2-positiven metastasierten Mammakarzinoms ist die doppelte Antikörper-Blockade mit Perjeta und Herceptin plus Docetaxel als Standard bereits fest etabliert: Gegenüber Trastuzumab plus Docetaxel verlängert die zusätzliche Behandlung mit Pertuzumab das mediane Gesamtüberleben der Patientinnen signifikant und klinisch hochrelevant um 15,7 Monate auf fast 5 Jahre (56,5 vs. 40,8 Monate; HR:0,68; p < 0,001) (3). Die aktuellen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) empfehlen das Pertuzumab-Regime in dieser Behandlungssituation als einzige Therapie mit einem Doppelplus (++) (4).

Rate an pathologischen Komplettremissionen nahezu verdoppelt

Die randomisierte Phase-II-Studie NeoSphere belegt, dass das Pertuzumab-Regime der alleinigen Behandlung mit Trastuzumab und Docetaxel auch in der Neoadjuvanz signifikant überlegen ist: Bei Patientinnen mit HER2-positivem, lokal fortgeschrittenem, entzündlichem oder frühem Mammakarzinom (Tumor > 2 cm) war die Rate an totalen pathologischen Komplettremissionen (tpCR; kein invasiver Tumor in Brust und Axilla) nach 4 Zyklen nahezu verdoppelt, wenn Pertuzumab zusätzlich zu Trastuzumab und Docetaxel gegeben wurde (39,3 vs. 21,5%; p=0,0063) (1). Aktuelle Daten der Studie zum progressionsfreien (PFS) und krankheitsfreien Überleben (DFS), die auf der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurden, deuten zudem darauf hin, dass sich aus dem pCR-Vorteil auch ein langfristiger Nutzen für die Patientinnen ergibt. Die Patientinnen, die mit dem Pertuzumab-Regime behandelt wurden, hatten nach drei Jahren ein um 31% reduziertes Progressionsrisiko und ein um 40% reduziertes Risiko für einen Krankheitsrückfall (PFS: HR=0,69; DFS: HR=0,60) (2). Die Resultate zeigen zudem, dass Patientinnen mit einer pCR in allen Subgruppen eine höhere Wahrscheinlichkeit hatten, nach 3 Jahren am Leben und krankheitsfrei zu sein (PFS: HR:0,54; DFS: HR:0,68) (2).

Die Resultate einer zweiten randomisierten Phase-II-Studie, der TRYPHAENA-Studie, die als primären Endpunkt die kardiale Sicherheit untersuchte, ergänzen diese Erkenntnisse zur Wirksamkeit der neoadjuvanten Behandlung mit Pertuzumab und Trastuzumab. Auch in Kombination mit einer Anthrazyklin- oder Carboplatin-basierten Standard-Chemotherapie erzielte die doppelte Antikörper-Blockade nach sechs Zyklen bei mehr als der Hälfte der Patientinnen ein komplettes pathologisches Ansprechen (bpCR; kein invasiver Tumor in der Brust). So erreichte beispielsweise Pertuzumab/Trastuzumab in Kombination mit Docetaxel und Carboplatin eine bpCR-Rate von 63,6% (5). Die kardialen Nebenwirkungen waren in allen 3 Studienarmen vergleichbar niedrig. Als häufigste unerwünschte Ereignisse (≥ Grad 3) unter der neoadjuvanten Behandlung mit Pertuzumab und Trastuzumab traten in beiden Studien (febrile) Neutropenie, Leukopenie und Diarrhoe auf (1,5).

Literatur:

(1) Gianni L, Pienkowski T, Im YH et al., Lancet Oncology 2012; 13(1): 25-32
(2) Gianni L, Pienkowski T, Im YH et al., J Clin Oncol 2015; 33 (suppl; Abstract #505)
(3) Swain S, Baselga J, Sung-Bae K et al., N Engl J Med 2015; 372: 724-34
(4) www.ago-online.de (zuletzt am 19. Mai 2015)
(5) Schneeweiss A, Chia S, Hickish T et al., Ann Oncol 2013; 24(9): 2278-84

 
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