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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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06. August 2015

HER2-positiver Brustkrebs: PIK3CA-Mutationsträgerinnen profitieren weniger von dualer Anti-HER2-Blockade

Auch das HER2-positive Mammakarzinom stellt eine heterogene Entität dar. Die Phase-II-Studie CHER-LOB (1) konnte die Überlegenheit einer dualen Blockade mit Trastuzumab und Lapatinib zeigen, die beim HER2-positiven Mammakarzinom gemeinsam mit neoadjuvanter Chemotherapie effektiver ist als Trastuzumab oder Lapatinib allein. CHER-LOB enthielt auch eine Biomarker-Substudie (2), um zu verstehen, bei welchen Patientinnen die duale Blockade keinen Benefit hatte. Dafür wurden potenzielle Biomarker für ein Ansprechen auf anti-HER2-Wirkstoffe und Kombinationen evaluiert.

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Primärer Endpunkt der Studie (1) war die pathologische Remissionrate, Surrogatmarker für das Langzeit-Outcome bei Patienten mit aggressiven Tumorsubtypen. Die Ansprechrate im Kombinationsarm war mit 46,7% gegenüber 25 und 26,3% in den Einzelarmen signifikant höher.

Für die Biomarker-Studie (2) wurden genetische Mutationen analysiert, die im Zusammenhang mit einer anti-HER2-Therapieresistenz stehen, z.B. Mutationen im AKT/phosphoinositol-3 kinase (PI3K) Signalweg: 20% der Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs wiesen im PIK3CA-Gen eine solche Mutation auf.

Die PIK3CA-Mutation stellte sich in der Studie als einziger Marker für eine reduzierte Wahrscheinlichkeit eines Ansprechens auf anti-HER2-Therapie heraus, andere potenzielle Marker wie p95-HER2 bestätigten sich nicht.

Insgesamt lagen die pCR-Raten bei Wildtyp PIK3CA bei 33,3% vs. 22,7% bei PIK3CA-Mutierten (p = 0,323). Patientinnen mit Wildtyp PIK3CA hatten im Vergleich zu den PIK3CA-Mutierten jedoch 4x höhere Ansprechraten (48,4% Wahrscheinlichkeit für eine pCR gegenüber 12,5% ; p = 0,06).

„Die individualisierte Therapie verfolgt das Konzept des maximalen therapeutischen Benefits mit der gerade notwendigen Therapie und einem Minimum an Toxizität für jeden Patienten. Wenn man die Patientinnen, die von der dualen anti-HER2-Blockade weniger profitieren, vorab identifizieren kann, lassen sich mit einem anti-HER2-Inhibitor in Monotherapie bei diesen Patienten unnötige Nebenwirkungen, Lebensqualitätseinschränkungen und Kosten vermeiden“, sagte Gabriel Hortobágyi, Texas MD Anderson Cancer Center. PIK3CA-Mutationen als potenzielle prädiktive Marker einer Resistenz gegen duale anti-HER2-Therapie sollten in weiteren Studien evaluiert werden. (übers. v. Red.)

Literatur:

(1) Valentina Guarneri, Antonio Frassoldati, Alberto Bottini et al. Preoperative Chemotherapy Plus Trastuzumab, Lapatinib, or Both in Human Epidermal Growth Factor Receptor 2–Positive Operable Breast Cancer: Results of the Randomized Phase II CHER-LOB Study. JCO June 1, 2012 vol. 30 no. 16 1989-1995. http://jco.ascopubs.org/content/30/16/1989.full

(2) PierFranco Conte, Valentina Guarneri, Maria Vittoria Dieci et al. “Prospective Biomarker Analysis of the Randomized CHER-LOB Study Evaluating the Dual Anti-HER2 Treatment with Trastuzumab and Lapatinib Plus Chemotherapy as Neoadjuvant Therapy for HER2-Positive Breast Cancer" DOI: 10.1634/theoncologist. 2015-0138. Published online before print August 5, 2015. http://theoncologist.org/content/early/recent

 
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