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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. April 2016

HER2+ Mammakarzinom: Trastuzumab in der Adjuvanz auch nach 10 Jahren sicher und wirksam

„Trastuzumab ist ein Paradebeispiel der personalisierten Medizin“, konstatierte PD Dr. Beyhan Ataseven, Essen, auf einer Presseveranstaltung der Firma Roche in Frankfurt am Main, auf der sie über die aktuellen 10-Jahres-Daten zur adjuvanten Behandlung mit Trastuzumab (Herceptin®) beim HER2-positiven Mammakarzinom referierte. Die beiden europäischen Studien HERA und BCIRG-006 zeigen auch nach einer Langzeitnachbeobachtung einen konsistenten Vorteil im krankheitsfreien Überleben und im Gesamtüberleben unter Trastuzumab-Behandlung (1, 2).
„Je länger Patienten nachbeobachtet werden, umso aussagekräftiger sind klinische Studien“, so die Onkologin. Die Daten der beiden zulassungsrelevanten Phase-III-Studien HERA und BCIRG-006 nach 10 Jahren belegen, dass der positive Effekt durch eine Behandlung mit Trastuzumab langfristig erhalten bleibt: „7 von 10 Patientinnen sind weiterhin krankheitsfrei, 8 von 10 sind noch am Leben“, erklärte Ataseven.

In der HERA-Studie wurden die Patientinnen nach Operation und Chemotherapie in 3 Arme randomisiert: 1 Jahr oder 2 Jahre Behandlung mit Trastuzumab bzw. nur Beobachtung. Nachdem sich schnell ein Vorteil für die Trastuzumab-Behandlung abzeichnete, wurde ein Cross-over aus dem Beobachtungsarm zugelassen. „Diese Chance nahmen 52% der Patientinnen wahr“, so Ataseven. Trotz des Cross-overs waren diese Unterschiede im Vergleich zum Beobachtungsarm signifikant. 80,7% der Patientinnen, die 1 Jahr lang Trastuzumab erhalten hatten, waren auch nach 10 Jahren noch am Leben. 69,3% waren krankheitsfrei.

In der BCIRG-006-Studie war hingegen kein Cross-over möglich. Auch diese Studie war 3-armig und randomisiert. Hier wurde aber zusätzlich noch der Aspekt untersucht, ob auf das kardiotoxische Anthrazyklin (Docetaxel) verzichtet werden kann. Die Ergebnisse nach 10 Jahren zeigten einen signifikanten Vorteil zu Gunsten einer Trastuzumab-haltigen Therapie. „Ob das Anthrazyklin weggelassen werden kann oder nicht, ist nicht abschließend geklärt“, so Ataseven. „Bei kardialen Problemen sollte man eher darauf verzichten, dies sollte aber immer auch mit der Patientin besprochen werden“, gab Ataseven zu Bedenken.

„Es wurden auch 10 Jahre nach der Trastuzumab-Behandlung keine Langzeittoxizitäten beobachtet“, sagte Ataseven. Die kardiale Dysfunktion, zu der es Trastuzumab-bedingt kommen kann, ist reversibel, wie Auswertungen der BCIRG-006-Studie zeigen konnten. „Trastuzumab hat die Chance auf Heilung beim HER2-positiven Mammakarzinom deutlich verbessert und stellt heute den absoluten Standard beim HER2-positiven Mammakarzinom dar“, resümierte Ataseven.
sk
Pressekonferenz „Evidenz, Erfahrung, Effektivität: 10 Jahre Herceptin in der adjuvanten Therapie des Her2-positiven Mammakarzinoms“, 19.04.2016, Frankfurt am Main; Veranstalter: Roche
Literatur:
(1) Jackisch C et al. SABCS 2015, PD5-01.
(2) Slamon D et al. SABCS 2015, Abstract S5-04.
 
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