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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. März 2015

Gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Abirateronacetat in der mCRPC-Therapie erneut bestätigt

Beim diesjährigen ASCO-GU (Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology) Ende Februar in Orlando, Florida, wurden wieder hochaktuelle Daten zum metastasierten Prostatakarzinom vorgestellt. Hierzu gehörten neue Langzeitdaten zur guten Wirksamkeit sowie Verträglichkeit von Zytiga® und Prednison/Prednisolon in der Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC). Renommierte Prostatakarzinomexperten stellten diese auf einer Post-ASCO-GU-Pressekonferenz kurz nach dem Symposium in Düsseldorf vor.

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Ein wichtiges aktuelles Forschungsgebiet in der mCRPC-Therapie ist nach Angaben von Prof. Dr. Mark Schrader, Berlin, die optimale Sequenz der heute verfügbaren Medikamente. Denn Kreuzresistenzen können die Wirksamkeit von nachfolgenden Therapien beeinträchtigen, so dass unterschiedliche Sequenzen womöglich unterschiedlich gut wirken und somit im gesamten Verlauf eine unterschiedliche Überlebensverlängerung erzielen.

Taxane bleiben nach Abirateronacetat wirksam

In der Erstlinientherapie des frühen, nicht oder mild symptomatischen mCRPC nach Versagen der Androgenentzugstherapie, das eine Chemotherapie klinisch noch nicht erfordert, kann der Androgenbiosynthese-Inhibitor Abirateronacetat (Zytiga®) zum Einsatz kommen (1). Nach einer Post-hoc-Analyse der Zulassungsstudie COU-AA-302, die beim ASCO-GU vorgestellt wurde, bleibt nach Versagen von Abirateronacetat eine Taxan-haltige Chemotherapie weiterhin wirksam (2). In der Studie hatten 53% der Patienten aus der Abirateronacetat-Gruppe im Verlauf als erste Folgetherapie ein Taxan wie Docetaxel erhalten. Die mediane Dauer dieser Folgebehandlung lag bei drei Monaten. Hierunter erzielten 47% der Patienten einen PSA-Abfall um mindestens 50%. Die mediane Zeit bis zur PSA-Progression lag bei 7,59 Monaten (2).  "Die Ergebnisse zeigen uns, dass wir weitere wirksame Optionen haben, wenn wir die Therapie des mCRPC mit Abirateronacetat beginnen und die Patienten nach Versagen der Erstlinie noch fit genug für eine Chemotherapie sind", hob Schrader hervor.

Geringe Inzidenz an Kortikoid-bedingten Nebenwirkungen

Eine zweite Analyse der Studie COU-AA-302 beim ASCO-GU belegte eine weitere Zunahme der Überlebensverlängerung unter Abirateronacetat vs. Placebo – je plus Prednison/Prednisolon – (Abirateron vs. Placebo), wenn die Nachfolgetherapien berücksichtigt wurden (3). In der finalen Analyse der Studie hatte Abirateron gegenüber Placebo nach einer medianen Beobachtungszeit von 49,2 Monaten das mediane Gesamtüberleben signifikant um 4,4 Monate verlängert (34,7 vs. 30,3 Monate) und das Sterberisiko um 19% reduziert (Hazard Ratio 0,81, p=0,0033). "Diese signifikante Überlegenheit kam zustande, obwohl 44% der Patienten im Placebo-Arm im Verlauf auch Abirateron und damit eine hochwirksame Therapie erhalten haben", betonte Prof. Dr. Kurt Miller, Berlin. Bei 17% der Patienten hat ein Crossover im Rahmen des Studienprotokolls stattgefunden, die restlichen 27% wurden mit Abirateron als Folgetherapie behandelt.

Unter Berücksichtigung dieser Therapieumstellung konnte Abirateron die Sterblichkeit sogar um 26% (HR 0,74) reduzieren, auch der p-Wert verbesserte sich noch weiter (p<0,0001) (3). "Die Verbesserung der Hazard Ratio und des p-Wertes bei Berücksichtigung des Crossovers spricht dafür, dass die Patienten in der Abirateron-Gruppe noch mehr profitiert haben, als nach der finalen Analyse zunächst gedacht. Und schon in der finalen Analyse handelte es sich um das beste Abschneiden, das wir bislang mit einer mCRPC-Therapie in einer Zulassungsstudie erzielt haben", hob Miller hervor.

Gute Verträglichkeit von Abirateronacetat plus Prednison/Prednisolon

Nach einer dritten Analyse vom ASCO-GU, die auf den Daten der Zulassungsstudien COU-AA-302 und COU-AA-301 für die beiden Indikationen von Abirateronacetat basiert, ist die Inzidenz an Kortikoid-bedingten Nebenwirkungen unter Abirateronacetat plus Prednison/Prednisolon gering (1,4). Die Substitution mit niedrig dosiertem Prednison/Prednisolon wird empfohlen, weil sie einem aus dem Wirkmechanismus von Abirateronacetat resultierenden Anstieg der Mineralkortikoid-Spiegel entgegenwirkt, was die Schwere und Inzidenz der mineralkortikoiden Nebenwirkungen verringert (1,5,6).

Gemäß der aktuellen Analyse ist zugleich die Verträglichkeit dieser physiologischen Steroidsubstitution auch bei langfristiger Anwendung gut (4). Die Auswertung repräsentiert eine Prednison/Prednisolon-Exposition von 2.006 Patientenjahren. Demnach betrug die Inzidenz von Kortikoid-bedingten Nebenwirkungen 25% bei allen Studienteilnehmern, 26% bei den Teilnehmern unter Abirateronacetat plus Prednison/Prednisolon und 23% bei Teilnehmern unter Placebo plus Prednison/Prednisolon. Die Inzidenz der Nebenwirkungen mit einem Schweregrad von ≥3 lag in diesen Gruppen bei 5%, 5% bzw. 4% (4). „Somit ist die physiologische Substitution mit Prednison oder Prednisolon nicht nur sinnvoll für den Patienten, sondern auch dauerhaft gut verträglich. Typische Kortikoid-bedingte Nebenwirkungen wie Hyperglykämie, Diabetes mellitus oder Gewichtszunahme traten nicht gehäuft auf und sind normalerweise erst bei höheren Dosen von Prednison oder Prednisolon zu sehen", so das Fazit von Miller.


Literaturhinweise:
(1) Aktuelle Fachinformation Zytiga®
(2) De Bono JS, et al. Response to taxane chemotherapy as first subsequent therapy after abiraterone acetate (AA) in patients (pts) with metastatic castration-resistant prostate cancer (mCRPC): post hoc analysis of COU-AA-302. ASCO-GU 2015, 26.-28.2.105, Orlando, Florida, USA, General Poster Session A: Prostate Cancer, BOARD H20: Abstract 184: http://abstracts.asco.org/159/AbstView_159_141197.html. Zugriff am 25.2.2015
(3) Ryan CJ, et al. Impact of crossover and baseline prognostic factors on overall survival (OS) with abiraterone acetate (AA) in the COU-AA-302 final analysis. ASCO-GU 2015, 26.-28.2.105, Orlando, Florida, USA, General Poster Session A: Prostate Cancer, BOARD A11: Abstract 142: http://abstracts.asco.org/159/AbstView_159_141114.html. Zugriff am 25.2.2015
(4) Fizazi K, et al. Assessment of corticosteroid (CS)-associated adverse events (AEs) with long-term (LT) exposure to low-dose prednisone (P) given with abiraterone acetate (AA) to metastatic castration-resistant prostate cancer (mCRPC) patients (Pts). ASCO-GU 2015, 26.-28.2.105, Orlando, Florida, USA, General Poster Session A: Prostate Cancer, BOARD H5: Abstr 169: http://abstracts.asco.org/159/AbstView_159_141201.html. Zugriff am 25.2.2015
(5) Attard G, et al. J Clin Oncol. Phase I Clinical Trial of a Selective Inhibitor of CYP17, Abiraterone Acetate, Confirms That Castration-Resistant Prostate Cancer Commonly Remains Hormone Driven. 2008;26:4563–71
(6) Auchus RJ, et al. Use of Prednisone With Abiraterone Acetate in Metastatic Castration-Resistant Prostate Cancer. Oncologist 2014;19:1–10

Quelle: Janssen
 
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