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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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29. Januar 2016

Grundlagenforschung: Molekulare Prozesse bei Leukämie

Bei der Bildung von Blutstammzellen passieren auf genetischer und molekularer Ebene oft Fehler, die verantwortlich sind für die Entstehung verschiedener Leukämieformen. Wie diese Zellen therapeutisch angegangen werden können, erforscht Florian Heidel, der seit kurzem die Professur für Stammzellalterung an der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Jena innehat.

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Sie können Jahrzehnte ausharren und im Knochenmark auf ihren Einsatz warten – dann teilen sich Blutstammzellen, spezialisieren sich und bilden neue Blutzellen. Beim gesunden Erwachsenen müssen täglich milliardenfach neue Blutzellen aus Vorläuferzellen gebildet werden. In der Ruhezeit unterliegen die Blutstammzellen Umwelteinflüssen, und sie können durch Entzündung oder Infektionen in Teilung gebracht werden. Während der Teilungen können Fehler passieren – die Stammzellen erwerben Genveränderungen und altern. Solche altersgeschwächten Blutstammzellen führen zu Krebserkrankungen des blutbildenden Systems.

„Die genetischen Veränderungen der Stammzellen, die verschiedene Leukämieformen verursachen, sind recht gut bekannt, weit weniger wissen wir über die molekularen Mechanismen, über die das Krankheitsgeschehen vermittelt wird“, so Florian Heidel. In funktionellen Analysen untersucht er deshalb die einzelnen Glieder in der Befehlskette von Genen, Enzymen und Proteinen, die die Bildung der Blutzellen steuert. Immer auf der Suche nach der Stelle, an der diese Kette bei Leukämieerkrankungen so gestört ist, dass sie mit neuen Hemmstoffen gebremst werden können. Prof. Heidel: „Auf diese Weise wollen wir nicht nur Ansatzpunkte für neue Behandlungsmöglichkeiten finden, sondern auch mehr über den Alterungsprozess von Stammzellen lernen.“

Die fünfköpfige und noch weiter wachsende Arbeitsgruppe von Prof. Heidel wird vom Freistaat Thüringen im Rahmen der ProExzellenz-Initiative gefördert. Gemeinsam mit zwei weiteren Projektgruppen und vielen Kooperationspartnern erforschen die Wissenschaftler molekulare Prozesse der Zell- und Gewebeerneuerung, die mit zunehmendem Alter fehleranfälliger werden. Florian Heidel kann dabei die Erfahrungen aus seiner klinischen Tätigkeit einbringen, die er weiter fortsetzen wird: „Unsere Gruppe übernimmt in diesem Projekt die Brückenfunktion zwischen der Grundlagenforschung in den Laboren von Fritz-Lipmann-Institut und Universität und der patientennahen Forschung in der Klinik.“

 

Universitätsklinikum Jena
 
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