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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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15. Mai 2014

Graduierten-Stipendium für Arbeit zu "Doppelangriff" auf CML-Stammzellen

Dr. Mirle Schemionek vom Universitätsklinikum Aachen hat den leukämischen Stammzellen bei chronisch myeloischer Leukämie (CML) den Kampf angesagt: Sie will im Tierversuch die Rolle des Botenstoffs TNF-Alpha klären. Ein Ansatz, den die Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung mit einem Graduierten-Stipendium unterstützt.

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Die chronisch myeloische Leukämie (CML) lässt sich heute hervorragend therapieren, aber meist nicht heilen. Denn sobald man die Therapie mit den sogenannten Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) absetzt, bricht die bösartige Erkrankung binnen sechs Monaten bei den meisten Patienten erneut aus. Das liegt an den leukämischen Stammzellen, die offenbar resistent gegen die Medikamente sind und für den gefährlichen Nachschub kranker Zellen sorgen. Dr. rer. nat. Mirle Schemionek vom Universitätsklinikum Aachen geht davon aus, dass sich diese leukämischen Stammzellen mit Hilfe des Botenstoffs TNF-Alpha schützen. Die Biologin von der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation (Leitung Prof. Dr. Tim Brümmendorf) will jetzt im Tierversuch prüfen, ob die leukämischen Stammzellen zugrunde gehen, wenn man TNF-Alpha blockiert. Unterstützt wird diese Arbeit durch ein Graduierten-Stipendium der Nürnberger Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung.
 
Die CML zählt zu den bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems und trifft jedes Jahr etwa 1.200 Menschen in Deutschland. In ihrem Knochenmark kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung von speziellen weißen Blutkörperchen. Sie überschwemmen Blut sowie Lymphe und machen lebensnotwendige Prozesse früher oder später unmöglich. Die CML wird durch eine veränderte Tyrosinkinase verursacht, die in dieser Form nicht zur Ausstattung einer gesunden Zelle gehört. Die kranken Blutzellen produzieren dieses Protein, weil es zum Austausch von Chromosomen-Stücken kommt, die zur Bildung des sogenannten Philadelphia-Chromosoms führen.
 
Leukämische Stammzellen scheinbar immun gegen Medikamente

Dr. Andreas Kreiß, Geschäftsführer der Stiftung erläutert, dass Novartis den ersten Tyrosinkinase-Inhibitor entwickelt hat, der die krankmachende molekulare Störung gezielt ausschaltet. Inzwischen gibt es weitere Substanzen gegen das Philadelphia-Chromosom. Doch die Patienten müssen die Medikamente lebenslang einnehmen bzw. anwenden, sonst kann die Erkrankung zurückkehren. Schuld sind die leukämischen Stammzellen. "Offenbar können sie sich gegen die Substanzen schützen", sagt Mirle Schemionek. Die Existenz der leukämischen Stammzellen ist jetzt zweifelsfrei nachgewiesen. Sie lassen sich unter anderem anhand bestimmter Merkmale auf ihrer Oberfläche identifizieren, die sie mit gesunden blutbildenden Stammzellen gemein haben. Durch den Nachweis der veränderten Tyrosinkinase innerhalb der CML-Zellen kann man diese von den gesunden Stammzellen unterscheiden.
 
Sie halten sich darüber hinaus in einer ganz bestimmten Umgebung im Knochenmark auf und überleben die Attacken der Medikamente vermutlich, weil sie bestimmte molekulare Signale aus genau dieser Umwelt zu nutzen wissen. Unter anderem den Botenstoff TNF-Alpha, der, das besagen zumindest neueste Erkenntnisse, das Überleben leukämischer Stammzellen begünstigt.
 
Jüngste Studien im Reagenzglas haben gezeigt: Behandelt man CML-Stammzellen mit einem TKI und einem Blocker gegen TNF-Alpha, gehen sie vermehrt zugrunde. "Wir hoffen jetzt im Tierversuch auf einen ähnlichen Effekt", erklärt die Stipendiatin der Novartis-Stiftung. Sie will Mäusen entweder nur einen TKI verabreichen oder einen TKI plus TNF-Alpha-Blocker. Das Ziel ist klar: Zukünftig die leukämischen Stammzellen beim Menschen mit dem Doppelangriff zu beseitigen und die CML damit zu heilen.

Quelle: Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung
 
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