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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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26. März 2014

Gezielt gegen Knochenmetastasen - Das leistet Radium-223-dichlorid

Das Leitthema "Knochenmetastasen beim Prostatakarzinom: Eine osteoonkologische Betrachtung" bestimmt die fünfte Akademie Knochen und Krebs in München. Nach der Begrüßung durch Dr. med. Friedrich Overkamp, ehemaliger Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO), diskutierte eine Expertenrunde aus den Vorständen der Fachgesellschaften die Aufgaben und Leistungen von DGHO, DOG (Deutschen Osteoonkologischen Gesellschaft) und ASORS (Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin) zur Thematik. Prof. Dr. med. Kurt Miller, Direktor der Klinik für Urologie an der Charité Berlin, komplettierte das Rahmenprogramm mit seinem Vortrag über Radium-223-dichlorid.

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Erstes Alpha-strahlendes Radiopharmazeutikum mit Überlebensvorteil (1) / Fokussierte Wirkung durch selektiv osteoblastischen Einbau (2) / Zur Behandlung von Erwachsenen mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC), symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen (3):

Radium-223-dichlorid nutzt Physiologie der osteoblastischen Metastasierung

Osteoblastische Knochenmetastasen sind charakterisiert durch ständige und übermäßige Neubildung von Knochengewebe mit geringer Stabilität, was zu Brüchen in Knochen und Wirbelkörpern führen kann (4-7). Diese Art der knochenbildenden Metastasierung wird insbesondere bei Prostatakrebs beschrieben (8). Über 90% der Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) haben radiologisch nachweisbare Knochenmetastasen (9). "Hier setzt Radium-223-dichlorid an, das als Calciummimetikum in das Hydroxylapatitgitter von neu gebildetem Knochen eingebaut wird und mittels seiner Alpha-Strahlung vor allem zu Doppelstrangbrüchen in der Tumorzell-DNA führt", erläuterte Miller den innovativen Wirkmechanismus des Alpha-strahlenden Radionuklids. Durch den hohen linearen Energietransfer von Xofigo® (28 MeV emittierte Gesamtenergie) und die geringe Reichweite der Alpha-Strahlung (2-10 Zelldurchmesser), entsteht ein starker zytotoxischer Effekt (3,10,11).

Überlebensvorteil mit günstigem Nebenwirkungsprofil

Als einziges Radiopharmazeutikum mit Überlebensvorteil für Patienten mit mCRPC (14,9 Monate unter Radium-223-dichlorid und BSC [bestmöglichem Therapiestandard] im Vergleich zu 11,3 Monate unter Placebo und BSC, entsprechen einem Unterschied von 3,6 Monaten, HR: 0,70, p<0,001) ermöglicht die Therapie zusätzlich den Erhalt der Lebensqualität (10). Als Krankheitstreiber beim CRPC stellen Knochenmetastasen eine zentrale Problematik bei der Therapie dieses Patientenkollektivs dar. Den Nutzen in der Praxis erläuterte Miller konkret durch "den selektiv auf Knochenmetastasen ausgerichteten Wirkmechanismus der Therapie mit Radium-223-dichlorid, die sich von bisherigen Substanzen neben dem signifikanten Überlebensvorteil durch ein günstiges Nebenwirkungsprofil auszeichnet". Das Profil der unerwünschten Ereignisse in der Phase-III-Studie ALSYMPCA war auf Placeboniveau (93% Radium-223-dichlorid vs. 96% Placebo, jeweils mit BSC). Die Inzidenz der im Zuge der Zulassungsstudie dokumentierten schweren unerwünschten Ereignisse lag mit 47% unter dem Placebowert von 60% (10).

Signifikante Verzögerung symptomatischer skelettaler Ereignisse

Die Ergebnisse der ALSYMPCA-Studie dokumentieren für die Zeit bis zum Auftreten des ersten symptomatischen skelettalen Ereignisses eine signifikante mediane Verzögerung um 5,8 Monate (15,6 Monate unter Radium-223-dichlorid und BSC vs. 9,8 Monate unter Placebo und BSC, HR: 0,66, p<0,001). Zusätzlich traten Knochenschmerzen in der Verum-Gruppe (50% unter Radium-223-dichlorid vs. 62% unter Placebo) seltener auf, was ebenfalls für schwere Knochenschmerzen dokumentiert wurde. Dies ermöglicht den Erhalt der Lebensqualität (10).

Literaturhinweise:
(1) Heidenreich A et al. Eur Urol. 2014; 65(2):467-79.
(2) Bruland ØS. Clin Cancer Res. 2006; 12:6250-6257.
(3) Xofigo® (Radium-223-dichlorid) 1000 kBq/ml Injektionslösung, Fachinformation, Bayer Pharma AG.
(4) Goltzman D. Cancer 1997; 80:1581-1587.
(5) Adami S. Cancer 1997; 80:1674-1679.
(6) Mundy GR. Cancer 1997; 80:1546-1556.
(7) Boyce BF. Endocr Relat Cancer 1999; 6:333-347.
(8) Guise TA et al. Endocr Rev. 1998; 19(1):18-54.
(9) Tannock IF. N Engl J Med 2004; 351:1502-1512.
(10) Parker C et al. N Engl J Med. 2013; 369(3):213-223.
(11) McDevitt MRl. Eur J Nucl Med 1998; 25(9):1341-51.

Quelle: Bayer HealthCare Deutschland
 
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