Dienstag, 17. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
10. Oktober 2016

OS-Daten aus der Head-to-Head-Studie LUX-Lung 7 zu Afatinib vs. Gefitinib beim NSCLC

Die LUX-Lung 7-Studie vergleicht die Wirksamkeit und Verträglichkeit des ErbB-Family-Blockers Afatinib (GIOTRIF®) direkt mit dem Erstgenerations-Tyrosinkinase-Inhibitor Gefitinib (Iressa®) bei NSCLC-Patienten mit aktivierenden EGFR-Mutationen in der Erstlinientherapie. Aktuelle Ergebnisse bestätigen die Erstanalyse, in der gezeigt wurde, dass die globale Phase-IIb-Studie LUX-Lung 7 zwei ihrer primären Studienendpunkte – das progressionsfreie Überleben (PFS, unabhängige Begutachtung) sowie die Zeit bis zum Therapieversagen (TTF, Zeit von der Randomisierung bis zum Therapieabbruch aus jeglichem Grund) – erreicht hat (1,2). Die in 2015 präsentierten Ergebnisse der Erstanalyse zeigten, dass Afatinib sowohl das Risiko einer Krankheitsprogression als auch das Risiko eines Therapieversagens im Vergleich zu Gefitinib signifikant um jeweils 27% reduzierte (2).
Des Weiteren wurden erstmalig Daten zum Gesamtüberleben (overall survival – OS) als dritter primärer Studienendpunkt präsentiert (1). Unter Afatinib zeigte sich ein Trend zur Verlängerung des Gesamtüberlebens verglichen mit Gefitinib, ohne statistische Signifikanz zu erreichen. Dabei betrug das mediane OS unter Afatinib 27,9 Monate vs. 24,5 Monate unter Gefitinib, was einem Unterschied von 3,4 Monaten entspricht; bei einer Reduktion des Mortalitätsrisikos zugunsten von Afatinib um 14% (nicht signifikant) (1). Die Ergebnisse zum Gesamtüberleben Afatinib waren unabhängig vom Mutationstyp (Del19/L858R) bei häufigen EGFR-Mutationen konsistent (1).** Details der neuen Analyse wurden auf dem European Society of Medical Oncology (ESMO) Kongress präsentiert: Abstract #LBA43.

"In der LUX-Lung 7-Studie wurde eine Reduktion des Mortalitätsrisikos mit einem Überlebensvorteil von 3,4 Monaten im Median für Afatinib vs. Gefitinib beobachtet, jedoch ohne Erreichen statistischer Signifikanz. Dies, in Kombination mit dem signifikant verbesserten PFS und dem signifikant verlängerten TTF unter Afatinib, liefert klinisch relevante Erkenntnisse zu den Unterschieden zwischen beiden Behandlungen", kommentierte der LUX-Lung 7 Co-Studienleiter Prof. Luiz Paz-Ares, Hospital Universitario 12 de Octubre, Madrid.

Die in 2015 präsentierten Ergebnisse der Erstanalyse zeigten, dass Afatinib sowohl das Risiko einer Krankheitsprogression als auch das Risiko eines Therapieversagens im Vergleich zu Gefitinib signifikant um jeweils 27% reduzierte (2). Die PFS-Verbesserung wurde im Zeitverlauf immer ausgeprägter: Nach 2 Jahren waren unter Afatinib im Vergleich zu Gefitinib mehr als doppelt so viele Patienten progressionsfrei (nach 18 Monaten: 27% vs. 15%; nach 24 Monaten: 18% vs. 8%) (2).# Darüber hinaus konnte unter Afatinib ein signifikant besseres Ansprechen (ORR: Objektive Ansprechrate; klinisch relevante Reduktion der Tumorgröße) im Vergleich zu Gefitinib beobachtet werden (2).

In der LUX-Lung 7-Studie war die gesundheitsbezogene Lebensqualität – erhoben mit Fragebögen zur Selbsteinschätzung des Gesundheitszustandes – vergleichbar zwischen Afatinib und Gefitinib, ohne signifikante Unterschiede zwischen den Behandlungsarmen (2). Zudem war die Behandlung mit Afatinib bzw. Gefitinib in der Regel gut verträglich, was zu einer gleich niedrigen Therapieabbruchrate in beiden Armen führte (6%). In der Studie war das Auftreten unerwünschter Ereignisse (UE) für beide Behandlungen konsistent mit den bekannten Sicherheitsprofilen (2). Für Afatinib war bei Patienten mit therapiebedingten Nebenwirkungen eine flexible Dosisanpassung möglich. Dabei blieb die Wirksamkeit der Therapie erhalten (1). Da für Gefitinib nur eine Dosierungsform verfügbar ist, konnte im Rahmen der Studie keine Dosisreduktion erfolgen (2).

"Unser Ziel ist es, die klinische Evidenz des Einsatzes EGFR-gerichteter Therapien zu erweitern, um Ärzten und Patienten eine patientenindividuelle Behandlungsentscheidung zu ermöglichen", so Mehdi Shahidi, Medizinischer Leiter des Bereichs "Solid Tumour Oncology" bei Boehringer Ingelheim. "Unserer Meinung nach können die Ergebnisse der LUX-Lung 7-Studie in ihrer Gesamtheit helfen, für diese Patienten besser zwischen Afatinib als EGFR-TKTyrosinkinase-Inhibitor der zweiten Generation und Erstgenerations-Therapien zu unterscheiden. Somit wird ein Beitrag zu der wachsenden wissenschaftlichen Datenlage von Afatinib geleistet, welche die eindeutigen Therapievorteile untermauert."

** Die LUX-Lung 7-Studie war nicht auf die Subgruppenanalysen gemäß Mutationstyp ausgelegt.
# Die Landmarkanalysen bei NSCLC-Patienten mit Del19/L858R-Mutationen zum PFS nach 18 und 24 Monaten waren präspezifiziert. Die Ergebnisse waren statistisch signifikant zugunsten von Afatinib vs. Gefitinib (nach 18 Monaten: p=0,0176; nach 24 Monaten: p=0,0184).
Boehringer Ingelheim
Literatur:
(1) Paz-Ares L, et al. Afatinib (A) vs gefitinib (G) in patients (pts) with EGFR mutation-positive (EGFRm+) non-small-cell lung cancer (NSCLC): overall survival (OS) data from the phase IIb trial LUX-Lung 7 (LL7). Abstract # LBA43 presented at the European Society of Medical Oncology (ESMO) 2016 Congress in Copenhagen, Denmark, 7 – 11 October
(2) Park K, et al. Afatinib versus gefitinib as first-line treatment of patients with EGFR mutation-positive non-small-cell lung cancer
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CUP
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs