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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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24. Mai 2012

Georg-von-Hevesy-Medaille für Ulmer Nuklearmediziner

Die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. (DGN) hat Prof. Dr. Sven Norbert Reske, Ärztlicher Direktor der Ulmer Universitätsklinik für Nuklearmedizin, mit der Georg-von-Hevesy-Medaille ausgezeichnet. Sie würdigt mit der Auszeichnung Reskes Verdienste um die Etablierung der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in der Onkologie sowie seinen Beitrag für die Leukämieforschung und -therapie auf dem Gebiet der Radioimmuntherapie. Mit der Georg-von-Hevesy-Medaille ehrt die DGN herausragende Wissenschaftler, die sich in besonderer Weise um die Entwicklung der Nuklearmedizin verdient gemacht haben. Sie gilt als die höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der Nuklearmedizin in Deutschland. Georg von Hevesy erhielt 1943 den Nobelpreis für Chemie und wird häufig als „Vater der Nuklearmedizin“ bezeichnet.
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Vlnr: Prof. Dr. Hans-Jürgen Biersack (Bonn), Kongresspräsident der 50. Jahrestagung der DGN, Preisträger Prof. Dr. Sven Norbert Reske, Leitender Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Nuklearmedizin sowie Prof. Dr. Jörg Kotzerke (Dresden), Präsident der DGN. (Foto: Frank Pusch, Bremen)

„Ich bin sehr stolz, mit der Hevesy-Medaille für mein Lebenswerk geehrt zu werden“, freut sich Reske. „Professor Reske hat das Fach Nuklearmedizin, die Fachgesellschaft und viele Wissenschaftler nachhaltig geprägt und bereichert“, sagte Prof. Dr. Jörg Kotzerke, Präsident der DGN, bei der Verleihung der Medaille anlässlich der 50. Jahrestagung der Gesellschaft Ende April in Bremen. „Was für uns inzwischen Allgemeinwissen der PET-Diagnostik ist, hat Sven Norbert Reske in seiner Bedeutung früh erkannt und konsequent eingesetzt.“

Die PET kommt insbesondere in der Diagnostik bei Tumorerkrankungen zum Einsatz. Der Tomograph erstellt in Hunderten von Schichten feine Schnittbilder des Körpers, auf denen die Stoffwechselaktivität eines Tumors zu sehen ist. Zuvor wird dem Patienten ein radioaktives Arzneimittel injiziert, das der Körper wieder abbaut: eine einfache, schonende Untersuchung, die etwa 20 Minuten dauert. Das Verfahren ermöglicht, die Ausdehnung von Tumoren sowie das Ausmaß des Lymphknotenbefalls und der Metastasierung zu erkennen und hilft dabei, zu klären, ob eine operative Entfernung oder medikamentöse Behandlung des Tumors möglich und sinnvoll ist. Zu Beginn der 1990er Jahre galt die PET als experimentelle Methode und wurde vorwiegend für Forschungszwecke eingesetzt. „Wir haben damals ihr Potential für die Klinik erkannt und konnten in unzähligen Studien ihren Wert für die Diagnostik und Therapiekontrolle beweisen“, erzählt Reske. „Röntgenbilder, Computer- und Kernspintomographie gab es auch damals schon. Was aber immer Schwierigkeiten bereitet hat, war die Frage, ob eine Tumorerkrankung an einem Ort lokalisiert und damit operabel ist oder ob bereits eine Streuung in den Körper stattgefunden hat. Mit der PET können wir darauf eine klare Antwort geben. Da haben wir in Ulm Pionierarbeit geleistet.“ In den letzten Jahren haben Reske und sein Forscherteam sich schwerpunktmäßig mit der Diagnostik von Prostatakrebs beschäftigt. „Wir forschen an neuen, empfindlichen Markern für Prostatakrebs, mit denen man die Erkrankung noch früher erkennen kann. Unsere Ergebnisse können voraussichtlich noch in diesem Jahr auch in der Klinik angewendet werden“, zeigt sich der Nuklearmediziner zuversichtlich.

Die Radioimmuntherapie ist eine Maßnahme, mit der Patienten auf eine bevorstehende Transplantation des Knochenmarks vorbereitet werden, wie z.B. Patienten mit schwerer Leukämie oder Kinder mit schwerwiegenden Immundefekten. Vor der Transplantation sind eine starke Chemotherapie und Bestrahlung notwendig, die die ohnehin geschwächten Patienten stark belasten. Ende der 1980er Jahre gelang es Reske, ein schonenderes und gut verträgliches Bestrahlungsverfahren zu entwickeln, mit dem die Heilungsrate bei Leukämie deutlich verbessert werden konnte: die Radioimmuntherapie. Dabei tragen Antikörper die Strahlung direkt ins Knochenmark. Im Gegensatz zur Bestrahlung von außen wird dabei kein gesundes Gewebe geschädigt. Die Ulmer Universitätsklinik wendet das vor Ort entwickelte, sehr aufwändige Verfahren seit Jahren erfolgreich an und behandelt Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus dem Ausland.
Quelle: Universitätsklinikum Ulm
 
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