Dienstag, 17. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
15. Oktober 2016

DGHO 2016

Gegen endokrin resistente Mammakarzinome: Cyclin-abhängige Kinasen hemmen

Neue Therapiestrategien bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom, die gegen endokrine Therapien resistent werden, sind dringend erforderlich. Wie bei einem Pipeline-Symposium von Novartis bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) in Leipzig deutlich wurde, stellen Inhibitoren der im Zellzyklus aktiven Cyclin-abhängigen Kinasen CDK4/6 eine vielversprechende Option für diese Indikation dar.
Die Entwicklung einer endokrinen Resistenz ist ein großes Problem bei der Behandlung des fortgeschrittenen Hormonrezeptor-positiven (HR+) Mammakarzinoms. Eine mögliche Ursache dafür ist die Aktivität von Enzymen, die an der Regulation des Zellzyklus beteiligt sind, nämlich der Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK4/6). Durch Inhibition von CDK4/6 kann folgerichtig der Zellzyklus in den resistenten Brustkrebszellen blockiert werden. Der CDK4/6-Inhibitor Ribociclib wird deshalb in einer Reihe von großen Phase-III-Studien bei Patientinnen mit HR-positivem, HER2-negativem Mammakarzinom getestet. Darunter ist die MONALEESA-2-Studie, deren primärer Endpunkt vorzeitig erreicht wurde und deren erste Ergebnisse kürzlich beim europäischen Krebskongress in Kopenhagen vorgestellt wurden, so Dr. Norbert Marschner, Freiburg.

660 postmenopausale Frauen hatten hier den Aromataseinhibitor Letrozol und dazu randomisiert entweder Ribociclib oder Placebo erhalten. Beim primären Endpunkt progressionsfreies Überleben war die Ribociclib-Gruppe hochsignifikant überlegen: Der Medianwert war hier noch nicht erreicht, in der Placebogruppe lag er bei knapp 14,7 Monaten (Hazard Ratio 0,556; p = 0,00000329). Dieses Ergebnis war für sämtliche untersuchten Subgruppen vergleichbar, und auch beim sekundären Endpunkt der Ansprechrate war Ribociclib signifikant überlegen, sowohl bei allen Patientinnen (41% vs. 28%; p = 0,000155) als auch bei den Patientinnen mit messbarer Erkrankung (53% vs. 37%; p = 0,00028).

Bezüglich der Nebenwirkungen war unter Ribociclib eine deutlich höhere Rate an Zytopenien aller Arten zu beobachten, aber das resultierte lediglich in einer Rate an febrilen Neutropenien von 1,5% (5 Patientinnen) sowie in 4,6% Infektionen im Ribociclib-Arm (gegenüber 2,4% im Placeboarm). Aufgrund dieser Resultate hat Ribociclib in den USA mittlerweile den Status einer „Breakthrough Therapy“ erhalten. Um geeigneten Patientinnen die Substanz schon vor der Zulassung zur Verfügung stellen zu können und zusätzliche Daten zu Wirksamkeit, Sicherheit und Biomarkern zu sammeln, startet in Deutschland derzeit die nationale Phase-IIIb-Studie RIBECCA, in der insgesamt etwa 500 Patienten (darunter auch Männer mit HR+ Mammakarzinom) in hundert Zentren mit Letrozol und Ribociclib behandelt werden sollen.
jg
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs