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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. März 2016

G-BA erkennt beträchtlichen Zusatznutzen von Dabrafenib und Trametinib beim nicht-resezierbaren oder metastasierten Melanom an

Der G-BA erkennt für erwachsene Patienten mit nicht-resezierbarem oder metastasiertem Melanom mit BRAF-V600-Mutation in der Kombinationstherapie mit Dabrafenib und Trametinib einen Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen im Vergleich zu Vemurafenib an und sieht in der Monotherapie mit Trametinib den Zusatznutzen als nicht belegt. Die Kombination aus Dabrafenib und Trametinib ist damit die erste und einzige zugelassene Therapie, der für Melanompatienten mit BRAF-V600-Mutation vom G-BA ein Zusatznutzen gegenüber Vemurafenib zugesprochen wurde (1).

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Mit der Kombinationstherapie wird neben der Verlängerung des Gesamtüberlebens die Lebensqualität der Patienten erhöht und das Auftreten schwerer Nebenwirkungen verringert (2,3,4). In der Monotherapie erweitert Trametinib das Therapiespektrum für Patienten mit Unverträglichkeiten gegenüber BRAF-Inhibitoren. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17. März 2016 seinen Beschluss zur frühen Nutzenbewertung von Dabrafenib (Tafinlar®) und Trametinib (Mekinist®) veröffentlicht. Dabrafenib und Trametinib sind jeweils zugelassen zur Monotherapie sowie für die Kombinationstherapie mit Dabrafenib und Trametinib bei erwachsenen Patienten mit nicht-resezierbarem oder metastasiertem Melanom mit einer BRAF-V600-Mutation (5,6). Als zweckmäßige Vergleichstherapie hatte der G-BA den BRAF-Inhibitor Vemurafenib festgelegt. Der G-BA erkennt für die Kombinationstherapie Dabrafenib und Trametinib einen Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber Vemurafenib an und sieht den Zusatznutzen für Trametinib in der Monotherapie als nicht belegt (1).

Beträchtlicher Zusatznutzen für Patienten in der Kombinationstherapie

Novartis begrüßt diese Entscheidung im Sinne der betroffenen Patienten. Der hohe Wert der Kombinationstherapie für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom wird durch die Daten der COMBI-v Studie gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Vemurafenib ersichtlich: Das mediane Gesamtüberleben beträgt unter Kombinationstherapie 25,6 Monate im Vergleich zu 18 Monaten unter Vemurafenib und konnte damit signifikant verlängert werden (2,4). Auch bei den Endpunkten zur Verträglichkeit zeigen sich signifikante Vorteile für die Kombinationstherapie (2). Daten zur Krankheitssymptomatik und Lebensqualität zeigen, dass die Lebensqualität der Patienten unter der Kombinationstherapie gleichzeitig signifikant erhöht ist (3). Der Nutzen des neuen Therapieansatzes wird neben der Studie COMBI-v durch konsistente Ergebnisse aus zwei weiteren randomisierten kontrollierten Studien belegt (7,8), die die Dabrafenib-Trametinib-Kombination in Zukunft als neuen Therapiestandard im Indikationsgebiet etablieren (8). Die Kombination aus Dabrafenib und Trametinib ist die erste und einzige zugelassene Therapie, der für Melanompatienten mit BRAF-V600-Mutation vom G-BA einen Zusatznutzen gegenüber Vemurafenib zugesprochen wurde (1).

Trametinib erweitert bei Patienten mit Unverträglichkeiten gegenüber BRAF-Inhibitoren das Therapiespektrum

Der G-BA sieht für Trametinib in der Monotherapie den Zusatznutzen gegenüber Vemurafenib als nicht belegt. Für Trametinib liegen keine direkten Vergleichsstudien zu Vemurafenib vor, da sich beide Substanzen gleichzeitig in der Entwicklung befanden. Aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit der Studien zu den beiden Wirkstoffen konnte für die Nutzenbewertung kein valider indirekter Vergleich vorgelegt werden. Wie Vemurafenib weist auch Trametinib gegenüber der Chemotherapie eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens auf (9) und für die Mehrzahl der Krankheitssymptome und Lebensqualitätsparameter konnten Vorteile im Vergleich zur Chemotherapie gezeigt werden (10). Die Trametinib-Monotherapie stellt somit eine weitere Therapieoption für die betroffenen Patienten dar.

„Wir begrüßen die positive Bewertung des G-BA mit einem beträchtlichen Zusatznutzen der Kombinationstherapie für alle betroffenen Patienten. Wir sehen den beträchtlichen Zusatznutzen aufgrund der positiven Ergebnisse in allen Endpunktkategorien als gerechtfertigt an. Wir sind zuversichtlich, dass wir uns mit dem GKV-Spitzenverband in einer konstruktiven Verhandlung auf einen angemessenen Erstattungsbetrag einigen können“, so Dr. Dirk Holler, Leiter Market Access bei Novartis Oncology Deutschland.

Der G-BA Beschluss hat bis zum Abschluss des Verfahrens am 01. Oktober 2016 keinen Einfluss auf die Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Dabrafenib und Trametinib in Deutschland. Die Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband werden im Anschluss dieses Beschlusses beginnen.

Novartis
Literatur:

(1) G-BA Beschluss vom 17.03.2016, https://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung/197/; Letzter Zugriff: 17.03.2016.
(2) Robert C et al.: Improved overall survival in melanoma with combined dabrafenib and trametinib. NEJM 2015; 372(1):30-39.
(3) Grob JJ et al.: Comparison of dabrafenib and trametinib combination therapy with vemurafenib monotherapy on health-related quality of life in patients with unresectable or metastatic cutaneous BRAF Val600-mutation-positive melanoma (COMBI-v): results of a phase 3, open-label, randomised trial. Lancet Oncol 2015; 16(13):1389-1398.
(4) Robert C et al.: Two year estimate of overall survival in COMBI-v, a randomized, open-label, phase III study comparing the combination of dabrafenib (D) and trametinib (T) with vemurafenib (vem) as first-line therapy in patients (pts) with unresectable or metastatic BRAF V600E/K mutation-positive cutaneous melanoma. ECCO/ESMO 2015; Abstr. #3301.
(5) Fachinformation Mekinist® Filmtabletten, Stand: September 2015.
(6) Fachinformation Tafinlar® 50mg/-75mg Hartkapseln, Stand: Oktober 2015.
(7) Flaherty KT et al.: Combined BRAF and MEK inhibition in melanoma with BRAF V600 mutations. NEJM 2012; 367(18):1694-1703.
(8) Long GV et al.: Dabrafenib and trametinib versus dabrafenib and placebo for Val600 BRAF-mutant melanoma: a multicentre, double-blind, phase 3 randomised controlled trial. Lancet 2015; 386(9992):444-451.
(9) Flaherty KT et al. Improved survival with MEK inhibition in BRAF-mutated melanoma. NEJM 2012; 367(2):107-114.
(10) Schadendorf D et al.: Functional and symptom impact of trametinib versus chemotherapy in BRAF V600E advanced or metastatic melanoma: quality-of-life analyses of the METRIC study. Ann Oncol 2014; 25(3):700-706.

 
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