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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. Januar 2013

Frühe HPV-Impfung ist entscheidend für wirksame Primärprävention

Ein kurzer zeitlicher Abstand zwischen Menarche und erstem Geschlechtsverkehr ist ein Risikofaktor für krankhafte Zellveränderungen und hochgradige zervikale Erkrankungen im Genitalbereich (CIN 2-3/AIS)*. Erste Hinweise dafür gibt eine aktuelle Post-hoc-Analyse (1) aus den Zulassungsstudien von Gardasil® (FUTURE I und FUTURE II). Das Ergebnis untermauert die Empfehlung (2), junge Mädchen früh, folglich vor dem ersten Geschlechtsverkehr, gegen krebserregende HPV-Typen zu immunisieren.

Das primäre Ziel der Post-hoc-Analyse war es festzustellen, ob das Risiko für eine Entwicklung von CIN 2-3 oder AIS mit einem zeitlichen Intervall zwischen der Menarche und dem ersten Geschlechtsverkehr assoziiert ist. Dafür wurden die Angaben zur Menarche und zum ersten Geschlechtsverkehr von 1.009 kolumbianischen und 1.012 finnischen Frauen im Alter von 16 bis 23 Jahren, die in den Zulassungsstudien von Gardasil (FUTURE I und FUTURE II) eingeschlossen waren, ausgewertet. Um die Risikofaktoren für die Entwicklung einer HPV-bedingten Erkrankung zu bestimmen, wurde eine Untergruppe von 504 Frauen aus dem Placebo-Arm näher betrachtet. Diese Untergruppe war zu Studienbeginn negativ für die HPV-Typen, vor denen der tetravalente HPV-Impfstoff schützen kann. Zudem hatten die Probandinnen auch nach Durchführung der kompletten Impfserie ein normales Pap-Test-Ergebnis – es ist somit davon auszugehen, dass die Frauen zum Zeitpunkt der Impfung noch nicht mit HPV infiziert waren.

Mädchen sind direkt nach der Menarche besonders anfällig für HPV-Infektionen

Das durchschnittliche Alter bei der Menarche betrug 12,4 Jahre und für den ersten Geschlechtsverkehr 16 Jahre. Unter den zu Beginn der Studie nicht sexuell aktiven Frauen entwickelten 138 Frauen zytologische Anomalien, davon 46 Kolumbianerinnen und 92 Finninnen (OR=1,65, 95% CI: 1,02-2,68; p=0,04). Zudem erkrankten 18 Frauen an CIN 2-3/AIS, davon fünf Kolumbianerinnen und 13 Finninnen (OR=3,56, 95%CI: 1,02-12,47; p=0,05). Es zeigte sich, dass die Frauen, die innerhalb von drei Jahren nach ihrer Menarche zum ersten Mal Geschlechtsverkehr hatten, ein signifikant höheres Risiko hatten, HPV-assoziierte Erkrankungen (CIN 2-3/AIS) zu entwickeln, als diejenigen, bei denen zwischen der Menarche und dem ersten Geschlechtsverkehr mehr als drei Jahre vergingen. Dabei erkrankten die Finninnen, die im Durschnitt zwei Jahre früher als die Kolumbianerinnen ihren ersten Geschlechtsverkehr angaben, deutlich häufiger.

Die Autoren folgern, dass junge Frauen in den ersten drei Jahren nach der Menarche anfälliger für HPV-Infektionen sind. Mögliche Risikofaktoren, die eine frühe Infektion begünstigen, sind unregelmäßige Zyklen, ein Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron sowie ein sehr aktiver Prozess der Metaplasie im Bereich der Zervix.

Anlässe für Primärprävention nutzen und Impflücke schließen

Offensichtlich stellt ein kurzer Abstand zwischen Menarche und erstem Geschlechtsverkehr ein kritisches Zeitfenster dar, welches HPV-assoziierte Erkrankungen begünstigt. Aus diesem Grund ist eine frühe Immunisierung wichtig, um einen bestmöglichen Schutz durch die Impfung mit dem tetravalenten HPV-Impfstoff aufbauen zu können. Ein zeitlich idealer Anlass für eine frühe Immunisierung ist die Jungendgesundheitsuntersuchung (J1) in der pädiatrischen Praxis. Diese Untersuchung erfolgt im Alter von 12 bis 14 Jahren und ist somit der beste Zeitpunkt, um die empfohlene Standardimpfung bei Eltern und deren Tochter anzusprechen. Auch der erste Frauenarztbesuch in der gynäkologischen Praxis bietet eine gute Gelegenheit, um mit den Patientinnen über die Primärprävention zu sprechen.

* Zervikale intraepitheliale Neoplasie Grad 2-3/Adenokarzinom in Situ

Literaturhinweise:
(1) Ruiz AM et. al. J Infect Dis. 2012;206:1887–96 2012:206
(2) STIKO. Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epidemiologisches Bulletin Nr. 30. Stand Juli 2012 Sanofi Pasteur

Quelle: Sanofi Pasteur MSD
 
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