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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. März 2015

Frauenärztliche Bundesakademie: Nebenwirkungen der Krebstherapie - wie kann man vorbeugen, wie kann man behandeln?

Onkologische Therapien haben nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen. Dabei ist zwischen akuten und chronischen sowie zwischen gut und schwer oder gar nicht behandelbaren Begleiterscheinungen zu unterscheiden. Während heute Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Blutbildveränderungen in der Regel beherrschbar sind, bedeuten andere Veränderungen wie die Neuropathie und das Fatiguesyndrom auch über die Therapiedauer hinweg deutliche Einschränkungen für die Patientin; dies erläuterte Prof. Dr. med. Christina Solbach, Leiterin des Brustzentrums der Universitäts-Frauenklinik Frankfurt, auf der Pressekonferenz des FOKO 2015 in Düsseldorf, des größten jährlichen Fortbildungskongresses für Frauenärztinnen und -ärzte.

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Problematisch sind Nebenwirkungen, die sich erst nach mehreren Monaten einstellen, die auch in den Behandlungspausen nicht vollständig verschwinden und die Patienten so stark einschränken, dass sie irgendwann weitere Behandlungszyklen nicht mehr tolerieren. Hierzu gehören laut Prof. Solbach zum Beispiel das schmerzhafte Hand-Fuß-Syndrom, Nervenschädigungen in Händen und Füßen und möglicherweise Einschränkungen der Herzfunktion.

"Lange von uns Ärzten unterschätzt wurden die Nebenwirkungen der anti-hormonellen Therapien, die für mindestens eine Dauer von 5 Jahren, in bestimmten Fällen sogar bis zu 10 Jahren empfohlen werden", erläuterte die Frauenärztin. "Diese endokrinen Therapien können schwere Hitzewallungen, Depressionen, Thrombosen und Embolien, Gelenk-, Knochen und Muskelschmerzen und auch eine Osteoporose hervorrufen. Dies alles sind Nebenwirkungen, die auf den Alltag der Patientinnen und ihre Lebensqualität einen erheblichen Einfluss nehmen." Gerade diese subjektiv als sehr unangenehm wahrgenommenen Begleiterscheinungen und die Therapiedauer seien es letztlich, die der Krebsbehandlung in vielen Fällen Grenzen setzen und auch zum Absetzen von Medikamenten durch Patintinnen führen, ohne das Wissen ihres behandelnden Arztes.

Wie verträglich eine Therapie für eine Patientin im Einzelfall ist lässt sich nicht voraussagen. Eine gute körperliche Konstitution, eine gesunde Ernährung und normales Körpergewicht, regelmäßige körperliche Aktivität und ein psychisches Gleichgewicht wirken sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus und können die Ausprägung von Nebenwirkungen reduzieren.
 
"Das Spektrum an Nebenwirkungen, die Therapiedauer, das Infragestellen des Behandlungsnutzens und die Art der Kommunikation zwischen Arzt und Patient beeinflussen die Compliance", betonte Prof. Solbach. "Je größer der Glauben an die Wirksamkeit einer Therapie ist, desto eher werden Nebenwirkungen toleriert. Dabei spielen die Motivation und Erfahrung des behandelnden Arztes eine große Rolle."

Quelle: Fortbildungskongress 2015
 
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