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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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02. Juli 2017

Fortgeschrittenes HCC: SIRT ist Standardtherapie ebenbürtig – bei höherer Lebensqualität

Die Behandlung von inoperablem primärem Leberzellkrebs (HCC) mit der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) führt zu 54% weniger therapiebedingten Nebenwirkungen als die Standardtherapie mit dem Multikinaseinhibitor Sorafenib (2). Das geht aus den Ergebnissen der SARAH-Studie hervor, die am 22. April 2017 auf dem Kongress der European Association for the Study of the Liver (EASL) in Amsterdam vorgestellt wurden. Die Dokumentation der Nebenwirkungen wies 1.297 Vorfälle im SIRT-Arm versus 2.837 im Sorafenib-Arm aus. „Patienten in palliativer Lebenssituation profitieren von der deutlichen Reduktion der therapiebedingten Nebenwirkungen unter der SIRT. Die lokoregionäre Therapie ist darum meines Erachtens eine echte Alternative zum bisherigen Therapiestandard“, so Dr. Oliver Marschal, Facharzt für Innere Medizin und Palliativmedizin in der Onkologischen Schwerpunktpraxis Adler, Marschal und Pies in Braunschweig und Mitglied der Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie.
Die mediane Gesamtüberlebensdauer unter SIRT war in der SARAH-Studie identisch mit der unter Sorafenib: Mit 9,9 gegenüber 8,0 Monaten erreichte keine der beiden Therapien einen statistisch signifikanten Vorteil für das Gesamtüberleben – damit hat die Studie ihren primären Endpunkt nicht erreicht. Während sich die Lebensqualität bei den Patienten im Sorafenib-Arm jedoch dauerhaft verschlechterte, blieb sie bei den Patienten, die einmalig eine SIRT erhalten hatten, auf wesentlich höherem Niveau. So klagten unter Sorafenib 94% der Patienten über Nebenwirkungen, davon 63% vom Schweregrad 3 oder höher. Nach der SIRT meldeten 76,5% der Patienten Nebenwirkungen, die jedoch nur in 40,7% vom Grad 3 oder höher waren. Im Verlauf der SARAH-Studie waren SIRT-Patienten durchschnittlich fünfmal von unerwünschten Vorfällen betroffen, Sorafenib-Patienten etwa zehnmal.

„Die SARAH-Studie zeigt, dass die SIRT der Standardtherapie Sorafenib bezogen auf das Gesamtüberleben bei inoperablem HCC nicht unterlegen ist. Dabei ist die SIRT jedoch sehr gut verträglich, während die dauerhaft verabreichte Standardtherapie die Lebensqualität meist deutlich verschlechtert“, erläutert Dr. Marschal. „Dem Faktor Lebensqualität gebührt eine höhere Beachtung bei der Bewertung von Therapien. Die SIRT bietet eine deutlich längere therapiefreie Zeit und erheblich weniger Nebenwirkungen bei gleicher Lebenserwartung, sie ist eine echte Alternative für diese Patienten“.
„In Zukunft wird es wichtig sein herauszufinden, welche Patienten besonders von einer SIRT bzw. einer Sorafenib-Therapie profitieren“, kommentiert Prof. Dr. med. Thomas Berg, Leiter der Sektion Hepatologie am Universitätsklinikum Leipzig und Mitglied der Expertengruppe SIRT.

„Hierzu können bestimmte Patienten- und Tumorcharakteristika beitragen, die es dann erlauben werden, die HCC-Therapie weiter zu individualisieren“, so Prof. Berg.


1 SorAfenib Versus RADIOEMBOLIZATION in Advanced Hepatocellular Carcinoma - A Prospective Randomized Open-labeled Trial Comparing RADIOEMBOLIZATION With Yttrium 90 Microspheres and Sorafenib in Patients With Advanced Hepatocellular Carcinoma 2 Vilgrain V et al. The International Liver Congress™ 2017 – 52nd annual meeting of the European Association for the Study of the Liver, J Hepatol 2017; 66 (Suppl 1): Abs. GS-012.
Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie
 
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