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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. Januar 2017

Fortbestehende Fatigue nach Hodgkin-Lymphom kommt häufig vor

Eine Longitudinal-Studie von Kreissl et al. (1) hat gezeigt, dass bei Menschen, die eine Hodgkin-Lymphom-Erkrankung überstanden haben, häufig noch Jahre eine schwere Fatigue weiterbesteht – unabhängig vom Erkrankungssstadium und der Therapie. Die Höhe des Ausgangswertes der Fatigue (gemessen per QLQ-C30 questionnaire) zu Beginn der Therapie ist dabei entscheidend.
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Das Hodgkin-Lymphom ist für die meisten Patienten heilbar, wodurch die Lebensqualität der Betroffenen, die zum Diagnosezeitpunkt meist erst in ihren Dreißigern sind, in den Vordergrund rückt.

Dr. Stephanie Kreissl und Kollegen analysierten Daten von Hodgkin-Patienten (n=4.215) aus drei Studien der German Hodgkin Study Group – HD13, HD14 und HD15* – bis 5 Jahre nach Ende der Behandlung. Die Fatigue wurde per "fatigue scale of the European Organization for Research and Treatment of Cancer QLQ-C30 questionnaire" gemessen.

Zum Zeitpunkt der Diagnose hatten Patienten in fortgeschrittenem Stadium die höchsten Fatigue-Werte. Die Fatigue-Werte stiegen mit Fortschreiten der Erkrankung. Der Ausgangswert der Fatigue zu Beginn und das Alter des Patienten waren Prädiktoren für die Fatigue in Jahr 2 und 5 nach der Behandlung (p < 0,001 für beide).

Das Krankheitsstadium und die Art der Therapie waren dabei nicht entscheidend, schwere Fatigue kam in allen Therapiearmen und allen 3 Studien vor.

Da die klinischen Studien auf HL-spezifische Ourcome-Parameter ausgelegt waren, war es nicht möglich, Aussagen zu Komorbiditäten wie  Depression, Angst- oder Schlafstörungen zu machen.

Krebsassoziierte Fatigue ist eine eigene Diagnose, die sich von der Diagnose HL unterscheidet und die Patienten schwer beeinträchtigen kann. Eine erfolgreiche Therapie des HL verhindert nicht die Entwicklung einer fortbestehenden, möglicherweise schweren Fatigue, so das Fazit.

Dr. Michael Henry-Amar geht in seinem Kommentar (2) darauf ein, dass Depression und Angst, Immunkompetenz sowie genetische Varianten bei der Krebsassoziierten Fatigue eine Rolle spielen könnten. Solange man die Mechanismen nicht versteht, lassen sich auch keine präventiven Maßnahmen wie Sport oder Verhaltenstherapien uneingeschränkt empfehlen. (übers. v. AB)

*HD13 trial: early-stage favorable disease (n = 881), HD14 trial: early-stage unfavorable disease (n = 1.588), HD15 trial: advanced-stage disease (n = 1.746).
Lancet 2017
Literatur:
(1) Kreissl S, et al. Cancer-related fatigue in patients with and survivors of Hodgkin's lymphoma: a longitudinal study of the German Hodgkin Study Group. Lancet Oncol. 2016;doi:10.1016/S1470-2045(16)30093-6.
http://www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(16)30093-6/fulltext

(2) Henry-Amar M, et al. Comment: Does persistent fatigue in survivors relate to cancer? Lancet Oncol. 2016;doi:10.1016/S1470-2045(16)30156-5.
http://www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(16)30156-5/fulltext
 
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