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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. Februar 2014

Forschung zu Eierstockkrebs soll gestärkt werden

Vom 19. bis 22. Februar findet in Berlin der 31. Deutsche Krebskongress (DKK) statt. Als größter onkologischer Fachkongress in Europa wird er über Neuerungen in Forschung und Therapie von Krebserkrankungen informieren - unter anderem auch zum Eierstockkrebs. Eierstockkrebs ist eine der bösartigsten Tumorerkrankungen bei Frauen - trotzdem kommt ihr nach wie vor nicht die gleiche Bedeutung in Forschung und Aufklärung zu wie anderen Krebserkrankungen. Die deutsche Stiftung Eierstockkrebs will das ändern.

Die neusten Zahlen der WHO belegen es - Krebserkrankungen werden in den kommenden Jahren sowohl bei Männern als auch bei Frauen drastisch zunehmen. Das Ovarialkarzinom oder auch Eierstockkrebs ist die fünfthäufigste Tumorerkrankung der Frau. Mehr als 70% der Patientinnen werden erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert, was die Prognose für eine Heilung ungünstig macht. Therapeutische Fortschritte sind dringend notwendig.

Behandlungsqualität entscheidend

Seit dem dritten Quartal 2013 gilt in der Behandlung des Ovarialkarzinoms eine neue S3 Leitlinie, die konkrete Empfehlungen für die Behandlung dieses bösartigen Tumors enthält. "Studien belegen, dass die Qualität sowohl der operativen als auch der medikamentösen Behandlung maßgeblich für das Überleben der Patientinnen verantwortlich ist. Auch wenn die operative Entfernung des Tumors an oberster Stelle der Therapie steht, müssen zunehmend auch die zielgerichteten Strategien Einzug in das Behandlungsspektrum bei Eierstockkrebs finden", erklärt Professor Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie der Charité am Campus Virchow-Klinikum und Campus Benjamin Franklin. Er gilt als einer der international angesehenen Experten auf dem Gebiet des Ovarialkarzinoms. "Patientinnen mit postoperativem Tumorrest haben eine deutlich schlechtere Prognose als Patientinnen, die sogenannt makroskopisch tumorfrei operiert werden. Hier erfolgen gerade bei den fortgeschrittenen Tumoren (Stadium III und IV) meist sehr komplizierte und komplexe Operationstechniken", so Prof. Jalid Sehouli.

Studien zu zielgerichteter Therapie

Verschiedene Untersuchungen mit maßgeblicher Initiative deutscher Studienzentren konnten nun zeigen, dass das Prinzip der zielgerichteten Therapie auch beim Eierstockkrebs wirksam ist. So konnten aktuell zwei großangelegte internationale Studien und mit dem Einsatz des Angiogenese-Inhibitors Bevacizumab, welcher gegen das Wachstumshormon Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) gerichtet ist, eine deutliche Verbesserung des progressionsfreien Überlebens zeigen. Zwei weitere aus Deutschland initiierte Studien mit zielgerichteten Therapien (Pazopanib,  BIBF 1120) konnten ebenfalls einen Vorteil belegen. Eine weitere Studie zeigte ebenfalls, dass dieser Ansatz der Erhaltungstherapie nach Chemotherapie die Tumorkontrolle verbessern kann.

"In den zielgerichteten Therapieoptionen, sehe ich eine große Chance bei der Behandlung von Eierstockkrebs. Aber trotzdem führt das Ovarialkarzinom im Vergleich zu anderen Krebsarten immer noch ein gewisses Schattendasein im Forschungsbereich und Patientinnen in Deutschland haben keinen optimalen Zugang zu innovativen, kontrollierten Studien", so Sehouli weiter.

Um Forschungsaktivitäten verstärkter bündeln und  bessere Aufklärungsarbeit leisten zu können, gründete Sehouli 2010 selbst die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs. Die Stiftung Eierstockkrebs möchte das Bewusstsein für das tabubesetzte Thema für die Patientinnen und deren Angehörige entscheidend verbessern. Tatkräftige Unterstützung erfährt die Stiftung dabei auch von Seiten der Betroffenen. Die Berliner Selbsthilfegruppe Eierstock- und Gebärmutterkrebs  stellte ihre Erfahrungen und Erkenntnisse, die sie im täglichen Umgang mit Betroffenen und Angehörigen macht, auch in den Dienst der Stiftung. Die Selbsthilfegruppe unter der langjährigen Leitung seiner Gründerin Rosemarie Mittermair bietet vielen Frauen und auch deren Angehörigen einen guten Rückhalt. Dort weiß man genau um die Ängste, Wünsche und Erwartungen, die Betroffenen an die moderne Medizin und ihre Therapeuten haben. Außerdem tragen das Wissen und die Erfahrungen  der Mitglieder auch zu einer gewissen Behandlungsqualität bei, erklärt Rosemarie Mittermair. Sie und ihre Selbsthilfegruppe werden auf dem diesjährigen Krebskongress an allen vier Kongresstagen in Halle 21 vertreten sein und als nahebare Ansprechpartner bereit stehen.

Quelle: Deutsche Stiftung Eierstockkrebs
 
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