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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. Juni 2013

Forschung: Vaccinia-Virus gegen Tumoren

Dr. Stephanie Weibel, mehrfach ausgezeichnete Biologin vom Biozentrum der Uni Würzburg, bekam den Preis des Zonta-Clubs Würzburg verliehen. Sie erforscht den Einsatz des Vaccinia-Virus bei Krebserkrankungen.

Zerstörung von Tumorzellen mit Viren

In der Forschung verfolgt die Biologin eine viel versprechende Strategie: Das Vaccinia-Virus, das viele Jahre als Impfstoff gegen Pocken im Einsatz war, soll nun gegen Tumoren verwendet werden. Das Virus wird dabei so präpariert, dass es im Körper gezielt in die Tumoren wandert, sich dort stark vermehrt, die Krebszellen tötet und zusätzlich das Immunsystem aktiviert. Dieser Therapieansatz hat nur äußerst geringe Nebenwirkungen und wird bereits in ersten klinischen Studien geprüft.

Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Aktivierung des Immunsystems? Um diese Frage zu klären, hat Weibels Forschungsteam in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Experimentelle Physik V erstmals eine spezielle Form der Magnetresonanztomographie eingesetzt und als neue Bildgebungs-Plattform etabliert, mit der sich die Immunreaktion an den Tumoren nicht-invasiv aufzeichnen lässt. Gleichzeitig kann man damit erkennen, in welchem Ausmaß die Viren den Tumor besiedeln.

Für ihre Forschung wurde Weibel jetzt bei einem Festakt im Kulturzentrum "Shalom Europa" in Würzburg mit dem Zonta-Preis 2013 geehrt. Die Auszeichnung ist mit 1.500 Euro dotiert. Der Zonta-Club Würzburg, ein Frauennetzwerk, verleiht sie seit 1995 in Kooperation mit dem Frauenbüro der Universität jährlich für besondere Leistungen von Frauen in den Naturwissenschaften.

"Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, eines starken internationalen Standortwettbewerbs und eines drohenden Mangels an Top-Fachkräften in Wissenschaft und Wirtschaft wollten wir dazu beitragen, Frauen wie Stephanie Weibel genügend Anreize und Möglichkeiten zu geben, ihr wissenschaftliches Potenzial für Deutschland zur Verfügung zu stellen", so Zonta-Präsidentin Jutta Schuster.

Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg
 
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