Samstag, 19. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
07. November 2014

Experten empfehlen dringend Zweitmeinung bei Krebstherapie

Achtung bei der Diagnose Krebs: In nahezu 50% aller Fälle weicht die nachträgliche Beurteilung durch Krebsexperten teils markant von den Therapieempfehlungen des behandelnden Arztes ab. Mediziner raten deshalb, unbedingt eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen.

Chemotherapie, Bestrahlung oder Operation - im Fall einer Krebsdiagnose trifft der behandelnde Arzt eine für den Patienten weitreichende Therapieempfehlung. Umso überraschender die aktuelle Erkenntnis der von renommierten deutschen Unikliniken und Krebszentren unterstützten Initiative Krebszweitmeinung.de, dass nur rund die Hälfte aller Krebstherapieempfehlungen durch die erstbehandelnden Ärzte eindeutig zu sein scheint. Wenig verwunderlich dagegen die aktuellen Ergebnisse der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG): Fast 85% der befragten Krebspatienten äußerten sich positiv über das Einholen einer Zweitmeinung.

"Die Gewissheit, dass alle Aspekte der Erkrankung gut untersucht, richtig interpretiert und zielführend behandelt werden, führt zu mehr Vertrauen, Zuversicht und Lebensmut bei den Patienten", sagt Dr. Udo Beckenbauer, Mitbegründer der Initiative Krebszweitmeinung.de. Vor allem für Menschen in ländlichen Regionen, abseits der Unikliniken und großen Krankenhäuser, ist das Online-Zweitmeinungsangebot eine wertvolle Hilfe und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines positiven Behandlungsverlaufs. Einzelne Krankenversicherer wie die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) übernehmen deshalb die Kosten des Krebszweitmeinungsservices für ihre Versicherten.

Patienten steigern die Qualität ihrer Behandlung

"Bei nahezu jedem zweiten Patienten mit Krebs, der sich über unser Portal Krebszweitmeinung.de eine weitere ärztliche Meinung eingeholt hat, gibt es teils markante Abweichungen zu den Therapieempfehlungen der Erstbehandler", stellt Dr. Beckenbauer fest. Der Mediziner aus München hat den Zweitmeinungsservice 2009 gemeinsam mit der Felix Burda Stiftung und drei weiteren Ärzten ins Leben gerufen. Inzwischen gehören mehr als 20 Unikliniken und renommierte Krebszentren bundesweit zum Beraternetz. Ziel ist eine schnelle, hochqualifizierte sowie fachübergreifende Zweitmeinung für den Betroffenen, ganz unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort der Patienten: "Ein Expertengremium, das sogenannte Tumorboard, begutachtet die eingereichten Fälle und Krankheitsbilder nach den neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Nachdem sich dort führende Spezialisten für Chemotherapie, Radiologie und Chirurgie mit anderen Fachärzten beraten haben, geben sie eine fundierte Zweitmeinung ab", erklärt Beckenbauer die Vorgehensweise. "Dies kann die empfohlene Therapie bestätigen oder völlig neue Wege aufzeigen." Gemeinsam mit dem Patienten wird anschließend das weitere Vorgehen entschieden. "Eine solche interdisziplinäre Art der Diagnostik in der Tumortherapie kann kein einzelner Arzt leisten", so Beckenbauer weiter.

Einzelne Krankenversicherungen übernehmen Kosten für Zweitmeinung

"Krebspatienten und deren Angehörige erwarten maximale Zuverlässigkeit bei der Entscheidung für oder gegen eine Behandlungsmethode. Eine fundierte Zweitmeinung stellt die bestmögliche Therapie für jeden einzelnen Patienten sicher", erklärt Dr. Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung. Die SDK übernimmt aus diesem Grund die Kosten des Krebszweitmeinungsservices für ihre Versicherten komplett.

So funktioniert der Zweitmeinungsservice

- Der Patient füllt online unter www.krebszweitmeinung.de einen Fragebogen aus, beziehungsweise bittet dort um einen Rückruf. Alternativ ist es möglich, sich telefonisch unter der Nummer 089 / 678 078 46 Montag bis Donnerstag zwischen 9.30 Uhr und 17.30 Uhr und Freitag zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr anzumelden
- Ein persönlicher Betreuer setzt sich mit dem Patienten in Verbindung und hilft dabei, alle notwendigen Unterlagen zu sammeln
- Der Betreuer leitet die Unterlagen an ein Expertenteam weiter
- Innerhalb kurzer Zeit erhält der Patient eine Zweitmeinung und Therapieempfehlungen
- Der persönliche Betreuer steht dem Patienten weitere sechs Monate als Berater und Ansprechpartner zur Verfügung

Quelle: Süddeutsche Krankenversicherung (SDK)
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017