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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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22. Januar 2016

Ewing-Sarkom: Domagk-Stiftung zeichnet Mediziner aus

EWSR1-FLI1 – diese komplexe Bezeichnung hat das Fusions-Gen, welches eine zentrale Rolle spielt bei der Entstehung des Ewing-Sarkoms. Für seine Forschungen zu den genetischen Ursachen dieses aggressiven Knochen- und Weichgewebstumors wurde jetzt der in München tätige Mediziner Dr. Thomas Grünewald mit dem Gerhard-Domagk-Preis ausgezeichnet. Der Award wird von einer Stiftung vergeben, die auf den namensgebenden Nobelpreisträger selbst zurückgeht und die jährlich exzellente, international beachtete Publikationen auf dem Gebiet der Krebsforschung würdigt. Dr. Thomas Grünewald, geboren 1980 in Starnberg, studierte Humanmedizin und Philosophie in Würzburg.

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Gerhard Domagk, der bisher einzige Nobelpreisträger der Universität Münster (WWU), gründete 1961 die nach ihm benannte Stiftung, um den Kampf gegen den Krebs zu fördern, dem er sich in seiner letzten Schaffensphase besonders verschrieben hatte. Im Domagk-Gedenkjahr 2014, in dem sich Todestag und Nobelpreis mit runden Daten jährten, wurde der eine Dekade lang schlummernde Preis neu belebt. In Kooperation mit der Universitätsgesellschaft Münster konnte das Kuratorium der Gerhard-Domagk-Stiftung (GDS) ihn daher nun zum zweiten Mal vergeben. In einem hochrangig besetzten Bewerberfeld setzte sich der in Starnberg geborene Grünewald mit einer Arbeit zum Ewing-Sarkom durch.


„Der Preisträger konnte als erster Forscher aufdecken, wie genetische Veränderungen im Tumorgewebe einerseits und angeborene, individuelle Genvarianten andererseits das Risiko beeinflussen, am Ewing-Sarkom zu erkranken. Hierdurch lässt sich erstmals erklären, warum die Häufigkeit des Ewing-Sarkoms in den unterschiedlichen Erdteilen so drastisch schwankt“, begründete Prof. Eva Wardelmann, Direktorin des Gerhard-Domagk-Institutes der Universität Münster sowie Vorsitzende der GDS, die Jury-Entscheidung. Durch seine Arbeit leiste der Nachwuchsforscher einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis einer Krebserkrankung, von der vor allem Kinder betroffen sind. Dotiert ist der Preis mit 10.000 Euro, die zu gleichen Teilen getragen werden von der Universitätsgesellschaft der WWU und von der Bayer Pharma AG in Leverkusen, die lange Domagks Arbeitgeber war und seinen Nachlass verwaltet. Der Preis sei jedoch nicht nur als Anerkennung wissenschaftlicher Leistungen gedacht, machte der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster in seiner Laudatio deutlich: „Er ist auch als Appell zu verstehen, eine stets aufrechte und nicht den Interessen Anderer folgende Forschung zu betreiben, ganz im Sinne Domagks, der sich von den braunen Machthabern nicht vor ihren Karren spannen ließ“, so Prof. Wilhelm Schmitz.

Dr. Thomas Bauer
Universitätsklinikum Münster
 
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