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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. April 2012

Erstlinientherapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms: Cetuximab plus FOLFIRI bewirkt signifikant längeres Gesamtüberleben bei KRAS-Wildtyp-Patienten mit leberüberschreitender Metastasierung

Die Kombination des anti-EGFR-Antikörpers Cetuximab mit dem FOLFIRI-Regime ermöglicht bei KRAS-Wildtyp-Patienten mit leberüberschreitendem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) eine Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens um 5,1 Monate. Dies zeigt eine retrospektive Subgruppenanalyse der Zulassungsstudie CRYSTAL, die auf einem Symposium im Rahmen des Deutschen Krebskongresses in Berlin vorgestellt wurde.

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Bei 70 bis 80% der Patienten mit einem mCRC ist die Metastasierung über die Leber hinaus fortgeschritten (non liver-limited disease, non-LLD). Da eine kurativ intendierte Therapie somit nicht mehr möglich ist, steht bei dieser Patientengruppe neben der Symptomlinderung die Verlängerung des Überlebens im Vordergrund. Dass KRAS-WT-Patienten mit non-LLD in dieser Hinsicht von der Kombination von Cetuximab mit FOLFIRI profitieren können, zeigt eine retrospektive Analyse der Zulassungsstudie CRYSTAL, in der 1.198 therapienaive mCRC-Patienten entweder FOLFIRI in Kombination mit Cetuximab oder FOLFIRI alleine erhielten. Bei den Patienten mit KRAS-Wildtyp (n=666) ergaben sich dabei im Versuchsarm insgesamt signifikante Verbesserungen im medianen Gesamtüberleben (OS: 23,5 vs. 20,0 Monate; p=0,0093), medianen progressionsfreien Überleben (PFS: 9,9 vs. 8,4 Monate; p=0,0012) und im Gesamtansprechen (ORR: 57,3 vs. 39,7%; p<0,001).

Die von Professor Heinz-Josef Lenz, Los Angeles, erläuterte retrospektive Subgruppenanalyse der Studie zeigte darüber hinaus, dass KRAS-WT-Patienten mit non-LLD unter der Cetuximab-Kombination (n=248) im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie (n=278) einen signifikanten Vorteil im medianen OS von 5,1 Monaten erzielten (22,5 vs. 17,4 Monate, HR: 0,79; p=0,013). Auch die Ansprechrate (53,6 vs. 38,5%; p<0,001) und das PFS (9,5 vs. 8,1 Monate, p=0,012) waren im Versuchsarm signifikant besser. (1) Mit einer Ansprechrate von 71 vs. 44% (p<0,001) und einem PFS von 11,8 vs. 9,2 Monaten (p=0,035) ergaben sich aber auch bei KRAS-WT-Patienten mit auf die Leber beschränkter Metastasierung (liver-limited disease, LLD) signifikante Vorteile für die Cetuximab-Kombination. Gleichzeitig konnte bei dieser Patientengruppe durch die Zugabe von Cetuximab zur Chemotherapie eine R0-Resektionsrate von 13,2% gegenüber 5,6% im FOLFIRI-Arm erreicht werden. (1)

Cetuximab auch in Kombination mit FOLFOX bei KRAS-WT-Patienten etabliert

Auch die Kombination von Cetuximab mit dem FOLFOX-Regime ist mittlerweile in der Erstlinientherapie bei KRAS-WT-Patienten mit mCRC etabliert. Grundlage hierfür waren die Ergebnisse der OPUS-Studie (n=337) in der mit dieser Kombination bei den 179 KRAS-WT-Patienten gegenüber der alleinigen Chemotherapie numerische bzw. signifikante Vorteile im medianen OS (22,8 vs. 18,5 Monate; p=0,39), medianen PFS (8,3 vs. 7,2 Monate; p=0,0064) und ORR (57,3 vs. 3%, p=0,0027) erzielt wurden.

Diese Ergebnisse in den klinischen Endpunkten zeigten sich auch dann, wenn man die Daten der 845 KRAS-WT-Patienten aus CRYSTAL und OPUS gepoolt analysierte. So betrug das mediane OS bei den 398 mit den Cetuximab-Kombinationen behandelten Patienten 23,5 Monate im Vergleich zu 19,5 Monaten bei den 447 Patienten der Vergleichsarme (p=0,006). Hinsichtlich des medianen PFS (9,6 vs. 7,6 Monate) und des ORR (57,3 vs. 38,5%) war die Überlegenheit der Versuchsarme signifikant (beide p<0,001). Betrachtete man in der gepoolten Analyse ausschließlich die Subgruppe der Patienten mit non-LLD, betrug das mediane Gesamtüberleben 22,0 Monate im Versuchsarm versus 17,3 Monate im alleinigen Chemotherapiearm. Im medianen PFS (9,4 vs. 7,4 Monate; p<0,001) und ORR (52,8 vs. 37,2%; p<0,001) ergaben sich signifikante Vorteile für die Cetuximab-Arme. (5)

Wie Professor Carsten Bokemeyer, Hamburg, abschließend bemerkte, ist die Kombination von Cetuximab mit FOLFIRI oder FOLFOX heute ein Standard in der Erstlinienbehandlung von mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp, von dem insbesondere Patienten mit leberüberschreitender Metastasierung profitieren können.

Literaturhinweise:

(1) Köhne C. et al. J Clin Oncol 2011, 29 (Suppl) Abstract #3576
(2) van Cutsem E. et al. J Clin Oncol 2011; 29: 2011-9
(3) Bokemeyer C. et al. Ann Oncol 2011; 22(7): 1535-46
(4) Bokemeyer C. et al. J Clin Oncol 2010; 28 (Suppl 7) Abstract #3506
(5) Köhne C. et al. J Clin Oncol 2012; 30 (Suppl 4) Abstract 96

Quelle: Merck Serono
 
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