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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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07. Juli 2015

Erstlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC: Höhere Ansprechraten und besseres Nutzen-Risikoprofil mit nab-Paclitaxel

Basis für die Zulassung von nab-Paclitaxel in Kombination mit Carboplatin für die Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) ist die Phase-III-Studie von Socinski et al. (1). Sie konnte für die Kombination aus nab-Paclitaxel/Carboplatin (nab-Pac) im Vergleich zu lösungsmittelbasiertem Paclitaxel/Carboplatin eine signifikant höhere Ansprechrate und ein verbessertes Nutzen/Risiko-Profil in der Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC nachweisen.

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Standard in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC ist eine platinbasierte Doublette. Am häufigsten wird ein Platinsalz zusammen mit lösungsmittelbasiertem Paclitaxel (solvent-based Paclitaxel = sb-Pac) eingesetzt.
In der Phase-III-Studie von Socinski et al. erzielte die Kombination aus nab-Pac (100 mg/m2 wöchentlich) plus Carboplatin (AUC6 q3w) nach unabhängiger Begutachtung im Gesamtkollektiv eine signifikant höhere Ansprechrate als sb-Pac (200 mg/m2 q3w) und Carboplatin (AUC6 q3w) mit 33% vs. 25% (p=0,005). Damit hat die Studie ihren primären Endpunkt erreicht.

Das progressionsfreie Überleben (PFS) verbesserte sich im Gesamtkollektiv numerisch um ca. 10% mit nab-Pac (median 6,3 vs. 5,8 Monate, HR=0,902; p=0,214), ebenso das Gesamtüberleben (OS median 12,1 vs. 11,2 Monate, HR=0,922; p=0,271).

Etwa 15% der in die Studie eingeschlossenen Patienten waren 70 Jahre oder älter. Für diese Gruppe mit nab-Pac konnte auch ein signifikant verbessertes Gesamtüberleben im Vergleich zu konventionellem Paclitaxel nachgewiesen werden mit im Median 19,9 Monaten im Vergleich zu 10,4 Monaten mit sb-Pac (HR=0,583) (2).

In einer vor Kurzem im British Journal of Cancer publizierten weiteren Subgruppenanalyse (3) konnte ebenso für die Patientengruppe, die 60 Jahre oder älter war (n=546) mit nab-Pac (n=265) im Vergleich zu sb-Pac (n=281) ein signifikant verbessertes Gesamtüberleben nachgewiesen werden (13,8 Monate vs. 11,0 Monate, HR=0,76; p=0,009). Auch die Ansprechrate war bei diesen Patienten in der nab-Pac-Gruppe signifikant höher als in der sb-Pac-Gruppe mit 34% vs. 25,6% (p=0,03).

Trotz der höheren kumulativen Dosis war nab-Pac im Vergleich zu sb-Pac besser verträglich und konnte ohne Prämedikation appliziert werden. So waren unter nab-Pac signifikant weniger Neuropathien ≥ Grad 3 aufgetreten und die Neuropathien von ≥ Grad 3 waren nach Therapie mit nab-Paclitaxel deutlich früher abgeklungen als in der Gruppe, die sb-Pac erhalten hatte (38 vs. 104 Tage). Ebenso waren weniger Neutropenie, Arthralgie und Myalgie mit nab-Pac beobachtet worden als mit sb-Pac. Weniger Thrombozytopenie und Anämie wurden unter sb-Pac berichtet.

Damit weist nab-Pac in der Intent-to-treat-Population unabhängig von der Histologie ein insgesamt besseres Nutzen-Risiko-Profil auf als sb-Pac. In einer weiteren Subgruppenanalyse (4) erwies sich auch für NSCLC-Patienten mit einer Plattenepithelkarzinomhistologie, für die ein sehr hoher medizinischer Bedarf an neuen Therapien besteht, nab-Pac als eine sehr vielversprechende Option: Die Ansprechrate der mit nab-Pac behandelten Patienten lag bei 41% im Vergleich zu 24% in der sb-Pac-Gruppe (p<0,001).

Das günstige Nutzen-Risiko-Profil von nab-Pac im Vergleich zu sb-Pac, das sich in allen histologischen Subgruppen und insbesondere bei den älteren Patienten zeigte, bedeutet einen wichtigen Fortschritt für die Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC. nab-Paclitaxel sollte als Erstlinientherapieoption für Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC in Betracht gezogen werden, schlussfolgerten die Autoren (4).

as
Literatur:

(1) Socinski MA et al. JCO 2012; 30: 2055-2062.
(2) Socinski MA et al. Ann Oncol 24:314-321, 2013.
(3) Langer CJ et al. Br J Cancer (2015), 1-10 doi: 10.1038/bjc.2015.181
(4) Socinski MA et al. Ann Oncol 2013; 24: 2390-2396.

 
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