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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. April 2014

Erfolgreiche Forschung bei Schilddrüsenkrebs zum Wohl des Patienten

Rund 6.000 Deutsche erkranken jedes Jahr neu an Schilddrüsenkrebs. Aktuelle Erkenntnisse aus der Schilddrüsentumor-Forschung geben diesen Menschen neuen Grund zur Hoffnung: Krebspatienten, bei denen der Tumor bereits begonnen hat, über die Schilddrüse hinaus in die angrenzenden Halsweichteile einzuwachsen, können Ärzte heute genauso erfolgreich behandeln, wie Betroffene, bei denen sich der Tumor auf das hormonproduzierende Organ begrenzt. Dieses Ergebnis überzeugte auch eine Fachjury der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN): Sie zeichneten Dr. Ina Binse, Nuklearmedizinerin am Universitätsklinikum Essen (UK Essen), mit dem erstmals verliehenen "Schilddrüsenkrebspreis für Nachwuchsforscher" aus.

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Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 6.000 Menschen neu an Schilddrüsenkrebs. Mediziner unterscheiden hier zwischen Tumorformen, die auf die Schilddrüse begrenzt sind und solchen, die darüber hinaus bereits begonnen haben, in die angrenzenden Halsbereiche einzuwachsen. Sie sind bis vor kurzem davon ausgegangen, dass Tumoren mit einem solchen organüberschreitenden Wachstum einen schlechteren Krankheitsverlauf zeigen und häufiger zum Beispiel in Lunge oder Knochen streuen – zum Nachteil für den Patienten.

Wissenschaftler der Klinik für Nuklearmedizin am UK Essen haben diese Annahme nun widerlegt: So bewies die Nuklearmedizinerin Ina Binse, dass betroffene Patienten nach einer kombinierten Behandlung aus Operation und Radiojodtherapie genauso oft geheilt werden können, wie Patienten mit Tumoren, die noch nicht begonnen haben, in die Halsweichteile einzuwachsen. Mit ihrem Forschungsprojekt überzeugte die 35-Jährige eine Fachjury aus Schilddrüsenforschern: Sie gewann den von der DGN im Rahmen ihrer 52. Jahrestagung in Hannover erstmals ausgelobten "Schilddrüsenpreis für Nachwuchsforscher". Der Preis unterstreicht erneut die führende Rolle der Klinik für Nuklearmedizin des UK Essen unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Andreas Bockisch in der Behandlung von Patienten mit Schilddrüsenkrebs. In der Klinik für Nuklearmedizin betreuen Ärzte über 2000 Patienten mit Schilddrüsentumoren.

"Schilddrüsenkrebs diagnostizieren wir häufiger auch bei jüngeren Menschen. Die Patienten werden  zunächst von unserem Schilddrüsenchirurg Dr. Frank Weber und seinem Team operiert. Bei einigen dieser Patienten stellen dann die Kollegen aus dem hiesigen deutschen Referenzzentrum für Schilddrüsenpathologie unter Leitung von Prof. Dr. Kurt Werner Schmid fest, dass der Tumor schon begonnen hat, über die Schilddrüse hinaus in die angrenzenden Halsweichteile einzuwachsen", erläutert Ina Binse den medizinischen Hintergrund ihrer wissenschaftlichen Forschungsarbeit. "Unsere Erkenntnisse geben diesen Patienten ein Stück Hoffnung, dennoch gleich gute Heilungschancen zu haben, wie Patienten ohne dieses lokal fortgeschrittene Wachstum", so Binse weiter.

Wie erfreulich die Forschungsergebnisse für die betroffenen Patienten sind, erläutert Prof. Dr. Dr. Andreas Bockisch, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am UK Essen: "Konkrete Vorteile in der Behandlung ergeben sich zukünftig dadurch, dass die notwendige Nachsorge in größeren Abständen und weniger umfangreich erfolgen kann - an Schilddrüsenkrebs erkrankte Patienten, bei denen der Tumor bereits auf angrenzende Weicheile übergegriffen hat, gewinnen an Lebensqualität hinzu und haben allen Grund, optimistischer in die Zukunft zu schauen."

Weitere Informationen unter: https://www.uni-due.de/nukmed/

Quelle: Klinik für Nuklearmedizinam Universitätsklinikum Essen
 
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