Freitag, 18. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
18. Februar 2016

Entwicklung von Antikörper-Konjugaten gegen Ewing-Sarkome

Ewing-Sarkome sind der zweithäufigste Knochenkrebs bei Kindern und Jugendlichen, die häufig mit einer Poly-Chemotherapie behandelt werden. Aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit führte diese in den vergangenen Jahrzehnten zu einer sukzessiven Verbesserung der Überlebensraten. Wird die Diagnose jedoch gestellt, wenn bereits Metastasen vorhanden sind, sind die Überlebenschancen trotz intensiver Behandlung noch immer gering. Hinzu kommt, dass die chemotherapeutisch behandelten Patienten anschließend mit gravierenden Nebenwirkungen zu kämpfen haben. „Wir forschen an schonenderen Therapieoptionen für Kinder mit Ewing-Sarkomen und wollen ihre Heilungsaussichten verbessern“, so Dr. Thomas Grünewald, München.

Anzeige:
 
 

„Dafür analysieren wir Tumorzellen und entwickeln in enger Zusammenarbeit mit Prof. Horacio Bach von der University of British Columbia in Vancouver synthetische Antikörper, die direkt am Ort des Tumors wirken sollen.“ Die Forschung wird von der Daimler und Benz Stiftung sowie der Reinhard Frank-Stiftung gefördert. Grünewald untersucht, wie die Tumoren entstehen, wie sie zusammengesetzt sind und weshalb sie gegen bestimmte Arzneimittel resistent sind. Es ist ein komplexes Zusammenspiel zwischen erworbenen somatischen Mutationen in den Tumorzellen, angeborenen genetischen Variationen und embryonalen Signalwegen. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse sollen Medikamente entwickelt werden, die sich zielgerichtet in den bösartigen Zellen anreichern und sie zerstören.

Die Forschungsschwerpunkte liegen dabei auf der Zielstruktur, also dem exakten Angriffspunkt im Tumor, und dem Vehikel, das die hochwirksamen Chemotherapeutika direkt an den Zielort bringen soll. Das Vehikel wird derzeit von den Spezialisten der University of British Columbia hergestellt. Grünewald hofft, dass diese sog. „antibody-drugconjugates“ künftig zur Behandlung von am Ewing-Sarkom erkrankten Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden können: Die Medikamente sollen gesundes Körpergewebe weitgehend verschonen, die Therapie insgesamt verträglicher machen und neue Heilungsperspektiven bieten.

Abb: Die Antikörper sind grün markiert und bringen ausschließlich die bösartigen Zellen des Ewing-Sarkoms zum Leuchten. Ziel ist es, den Farbstoff durch ein Chemotherapeutikum zu ersetzen, sodass der Tumor zerstört und gesundes Gewebe verschont wird. Copyright: Prof. Horacio Bach/Antibody Engineering Facility, UBC

Abb: Die Antikörper sind grün markiert und bringen ausschließlich die bösartigen Zellen des Ewing-Sarkoms zum Leuchten. Ziel ist es, den Farbstoff durch ein Chemotherapeutikum zu ersetzen, sodass der Tumor zerstört und gesundes Gewebe verschont wird. Copyright: Prof. Horacio Bach/Antibody Engineering Facility, University of British Columbia



Stipendienprogramm für Postdoktoranden

Die Daimler und Benz Stiftung vergibt jährlich zwölf Stipendien von jeweils 40.000 Euro für die Dauer von zwei Jahren. Postdoktoranden, Juniorprofessoren oder Leiter junger Forschungsgruppen können die Mittel frei verwenden – etwa zur Finanzierung wissenschaftlicher Hilfskräfte oder technischer Ausrüstung, für Forschungsreisen oder zur Teilnahme an Tagungen.

Daimler und Benz Stiftung
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
NET
CUP
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017