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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. Oktober 2015

DGHO 2015: Neue Perspektiven für Patienten mit schwerer Aplastischer Anämie durch Eltrombopag

Eltrombopag (Revolade®) ist in der EU seit August für erwachsene Patienten mit erworbener schwerer Aplastischer Anämie (SAA) zugelassen, die entweder gegenüber einer vorangegangenen Therapie mit Immunsuppressiva refraktär oder stark vorbehandelt und für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation nicht geeignet sind. SAA-Patienten leiden unter einer Störung der Hämatopoese, die ein erhöhtes Risiko für lebensgefährliche Infektionen und Blutungen bedeutet. Der neuartige Wirkmechanismus von Eltrombopag bietet dieser Patientengruppe eine effektive Therapieoption mit gutem Verträglichkeitsprofil.

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Mit der Zulassungserweiterung von Revolade® (Eltrombopag) im August dieses Jahres steht vorbehandelten Patienten mit schwerer Aplastischer Anämie (SAA) eine neue Behandlungsoption zur Verfügung. Das Potenzial von Eltrombopag zur Behandlung der SAA stand im Fokus einer Meet-the-Expert-Veranstaltung mit Prof. Mathias Witzens-Harig, Heidelberg, auf der diesjährigen DGHOA -Tagung in Basel.

Die Aplastische Anämie (AA) ist eine seltene, lebensbedrohliche Störung der Hämatopoese infolge einer Knochenmarkinsuffizienz. Der daraus resultierende Mangel an Erythrozyten, Granulozyten und Thrombozyten führt insbesondere zu einem erhöhten Risiko für Infektionen und Blutungen. Aktuelle Therapieoptionen beinhalten Knochenmarktransplantationen bei Patienten unter 50 Jahren sowie immunsuppressive Kombinationstherapien für ältere Betroffene.Zur Vermeidung von Blutungen und zur Linderung der Anämie-assoziierten Symptome werden Transfusionen von Thrombozyten und/oder Erythrozyten-Konzentraten verabreicht. Allerdings sind die therapeutischen Möglichkeiten limitiert. So spricht bis zu einem Drittel der Patienten nicht auf die immunsuppressive Behandlung an, und bis zu 40% erleiden im Therapieverlauf ein Rezidiv. Etwa 40% der SAA-Patienten, die auf eine initiale immunsuppressive Therapie nicht ansprechen, versterben innerhalb von fünf Jahren nach Diagnosestellung an Infektionen oder Blutungen. Wiederholte Erythrozyten-Transfusionen können weiterhin eine Eisenüberladung mit späterem möglichen Organversagen zur Folge haben.

Mit der kürzlich erfolgten Zulassungserweiterung von Eltrombopag steht vorbehandelten SAA-Patienten erstmals ein Vertreter aus der Wirkstoffklasse der Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten zur Verfügung. Thrombopoetin (TPO) reguliert durch Bindung an den TPO-Rezeptor (TPO-R) die Megakaryopoese und Thrombozytenproduktion. Eltrombopag interagiert mit der Transmembran-Domäne des TPO-R und kann somit die Proliferation und Differenzierung von Megakaryozyten aus Knochenmark-Vorläuferzellen stimulieren. Hierbei binden Eltrombopag und TPO an unterschiedliche Stellen des TPO-R, wodurch sich synergistische Effekte einstellen können.

Die Zulassung von Eltrombopag bei SAA basiert auf den Ergebnissen einer offenen Phase-II-Studie und zweier unterstützender Phase-II-Studien. Die Ergebnisse der einarmigen Hauptstudie zeigten ein hämatologisches Ansprechen bei 17 von 43 (40%) mit Eltrombopag behandelten Patienten, die auf eine immunsuppressive Behandlung nicht ausreichend angesprochen hatten. Dabei erreichte ein Großteil dieser Patienten eine Unabhängigkeit oder zumindest eine Reduktion von Thrombozyten- und/oder Erythrozytentransfusionen. Im Rahmen der Studie konnte das gute Verträglichkeitsprofil von Eltrombopag bestätigt werden; einziger dosislimitierender Faktor war das Auftreten reversibler Transaminasenerhöhungen.

Eltrombopag ist in der EU bereits seit 2010 zur Behandlung der chronischen Immunthrombozytopenie (cITP) zugelassen. Die kürzlich erfolgte Zulassungserweiterung bietet Patienten mit SAA eine neue Perspektive.

Novartis
 
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