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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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15. Juni 2015

EHA 2015: Eisenchelation: Hoch genug dosieren!

Kinder mit Hämoglobinopathien müssen lebenslang Erythrozyten-Transfusionen erhalten, was mit erheblichen Organschäden einhergeht und deshalb eine permanente Eisenchelationstherapie erfordert. Eine dreijährige nicht-interventionelle Studie aus der Türkei zeigt, dass es sehr auf eine strikte individuelle Dosisanpassung ankommt, will man die Balance zwischen ausreichender Anämiebehandlung und Eisenüberladung halten.

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In der Beobachtungsstudie wurden Türkei-weit 450 Kinder mit β-Thalassämie und 24 mit Sichelzell-Anämie (mittleres Alter zwischen neun und zehn Jahren) drei Jahre lang mit den oralen Eisenchelatoren Deferasirox (Exjade®) oder Deferipron behandelt, so Bülent Antmen, Adana, der die Ergebnisse beim 20. Kongress der European Hematology Associatin (EHA) in Wien präsentierte. Bei den Patienten, bei denen Deferasirox mit mehr als 20 mg/kg dosiert wurde, war eine Abnahme des Serum-Ferritins zu beobachten, die aber geringer ausfiel als in randomisierten Studien mit dem Chelator - vermutlich weil nur wenige der Patienten die empfohlene Dosis von 30 mg/kg oder darüber erhielten, mit der man eine negative Eisenbilanz erreicht. Klinisch relevante Veränderungen der Leber- oder Nierenfunktion wurden unter beiden Chelatoren nicht beobachtet, aber etwa die Hälfte der Patienten hatte nach dreijähriger Beobachtung noch Hämoglobin-Werte von höchstens 9 g/dl. Das weist darauf hin, so Antmen, dass diese Patienten auch noch nicht optimal entsprechend den geltenden Leitlinien transfundiert wurden.

Um optimale Therapieziele zu erreichen, muss bei Kindern offenbar eine personalisierte Therapie durchgeführt werden, bei der sowohl das Transfusions-Regime als auch die Eisenchelation in der Dosierung an die klinischen Erfordernisse angepasst wird. Dabei müssen vermutlich nicht zuletzt Compliance-Probleme berücksichtigt werden, wie sie bei diesen jungen Patienten auch bei einer oralen Therapie nach Jahren der Behandlung unweigerlich auftauchen.

jg

 
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