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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. Januar 2017

Effizienz von Zytostatika verbessern

Ziel von Prof. Wilfried Webers Projekt „Hide and Seek with Cancer Drugs“ ist es, die Verträglichkeit und Effizienz von Zytostatika zu verbessern. Der Europäische Forschungsrat fördert ihn mit einem ERC Proof of Concept Grant. Die Laufzeit der Förderung beträgt 18 Monate.
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Die Wissenschaftler wollen die Effekte von Zytostatika auf gesunde Zellen verringern, indem sie die Substanzen vor der Anwendung an Patienten in kleine Nanobehälter, so genannte Liposomen, einschließen. An die Oberfläche der Nanobehälter binden sperrige Moleküle, die verhindern, dass Liposomen mit Zellen interagieren und diese den Wirkstoff aufnehmen können. „Die Nanobehälter erhalten somit eine Art Tarnkappe, die dafür sorgt, dass sich die Wirkstoffe im Körper verstecken können“, sagt Weber. „Erst wenn die Patienten eine weitere, harmlose Substanz einnehmen, verlieren die Zytostatika ihre Tarnkappe: Die Oberfläche der Liposomen wird freigegeben und die Tumorzellen können die Zytostatika finden und aufnehmen.“
 

Abb.: HeLa-Zellen (Zellkerne blau markiert), eine bestimmte Art von Krebszellen, mit Liposomen (grün, gelb und rot), die einen Wirkstoff einschließen sollen. Die Zellen haben einige der Liposomen aufgenommen. © Balder Rebmann
Abb.: HeLa-Zellen (Zellkerne blau markiert), eine bestimmte Art von Krebszellen, mit Liposomen (grün, gelb und rot), die einen Wirkstoff einschließen sollen. Die Zellen haben einige der Liposomen aufgenommen. © Balder Rebmann

Eine solche Freisetzung soll jedoch erst dann erfolgen, wenn sich die Liposomen samt Zytostatika dort angereichert haben, wo ihre zerstörerische Wirkung tatsächlich erwünscht ist: im Tumorherd. Dabei hilft ein Makel von Tumoren. Auch Krebszellen sind auf eine Blutversorgung angewiesen, um ihren Sauerstoff- und Nährstoffbedarf zu decken. Deshalb setzen sie Stoffe frei, die es begünstigen, dass sich neue Blutgefäße bilden. Die Blutgefäße innerhalb von Tumoren sind häufig jedoch von minderer Qualität und undicht, sodass kleine Partikel aus der Blutbahn ins umliegende Gewebe übertreten. In Kombination mit einem schlechteren Flüssigkeitsabfluss aus bösartig entartetem Gewebe ergibt sich, dass sich der im Blut transportierte Wirkstoff direkt am Zielort anreichert. Die Förderung ermöglicht den Forschenden unter anderem, die Anwendbarkeit ihrer Methode hinsichtlich des weit verbreiteten Zytostatikums Doxorubicin im Tiermodell zu testen, nachdem Experimente in Zellkulturen viel versprechende Ergebnisse erzielt haben.
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
 
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