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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. Dezember 2016

Effektive Pembrolizumab-Therapie beim Hodgkin-Lymphom

Die immunonkologische Therapie verzeichnet jetzt auch bei hämatologischen Neoplasien erste Erfolge: Der PD-1-Blocker Pembrolizumab führte bei intensiv vortherapierten Patienten mit klassischem Non-Hodgkin-Lymphom (cHL) zu einer ausgeprägten Tumorschrumpfung mit lang anhaltenden Remissionen.
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Das cHL zeichnet sich durch eine nahezu universell nachweisbare Überexpression der PD1-Liganden PD-L1 und PD-L2 aus, informierte Dr. Philippe Armand, Boston. Daher ist nach seinen Worten anzunehmen, dass dieses Lymphom ausgesprochen sensitiv auf eine PD1-Blockade reagiert. Geprüft wurde diese Hypothese in der Phase-1b-Studie KEYNOTE-013, in der der humanisierte monoklonale Anti-PD1-Antikörper Pembrolizumab (10 mg/kg i.v. alle 2 Wochen) bei Patienten mit verschiedenen hämatologischen Malignomen klinisch geprüft wird.

Armand stellte auf der ASH-Tagung Langzeitdaten der Studie von 31 vortherapierten cHL-Patienten vor (1). Sie hatten bereits median 5 Vortherapien, darunter Brentuximab-Vedotin (BV) erhalten; eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) war nicht infrage gekommen oder hatte versagt. Patienten in kompletter Remission (CR) konnten die Pembrolizumab-Therapie nach 6 Monaten absetzen; partielle Responder und stabilisierte Patienten erhielten den Checkpoint-Blocker über 2 Jahre.

2,5 Jahre Nachbeobachtung

Die Patienten werden mittlerweile über median 29 Monate nachbeobachtet. "Damit handelt es sich um das längste Follow-up zur PD1-Blockade beim cHL", betonte Armand. Auf Pembrolizumab sprachen 58% der Patienten an, 6 von ihnen (19%) mit einer CR. Bei mit BV vorbehandelten und nicht für eine SCT geeigneten Patienten war die Responserate mit 38% etwas niedriger als im Gesamtkollektiv. Die Remssionen traten rasch – nach median 2,8 Monaten – ein und waren lang anhaltend: Der Median in der Remissionsdauer ist noch nicht erreicht; 70% der Remissionen bestanden ≥12 Monate, 17% mehr als 2 Jahre. Armand wies darauf hin, dass auch partielle Responder langfristig mit einer anhaltenden Remission von der PD1-Blockade profitierten. Das mediane progressionsfreie Überleben beträgt derzeit 11,4 Monate, der Median im Gesamtüberleben ist noch nicht erreicht. Die 1-Jahres-Überlebensrate liegt bei 87%.

Allogene Stammzelltransplantationen nach Pembrolizumab sind möglich, betonte Armand: Im Rahmen der Studie wurden 13 Patienten mit Remission oder Stabilisierung unter Pembrolizumab transplantiert. Ein Patient verstarb allerdings an einer therapiebedingten Komplikation. Eine hyperakute, sich innerhalb von 14 Tagen entwickelnde Graft-versus-Host-Disease trat jedoch nicht auf.

Dr. Katharina Arnheim
ASH 2016
Literatur:
(1) Armand P et al. ASH 2016; Abstr. 1108
 
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