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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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05. Dezember 2014

ESMO 2014: Nintedanib in Kombination mit Docetaxel zeigte Vorteile im Gesamtüberleben im Vergleich mit Docetaxel allein /Neue Daten zu Afatinib in der Erstlinie erwartet

Anlässlich des diesjährigen ESMO-Kongresses wurden neue Daten für die Zweitlinientherapie einer bestimmten Form des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) präsentiert: Durch die Hinzunahme von Nintedanib* zur Standard-Chemotherapie Docetaxel konnte in einer Phase-III-Studie im Vergleich zu Docetaxel allein bei Patienten mit einem Adenokarzinom der Lunge das Gesamtüberleben nach Erstlinien-Chemotherapie signifikant verlängert werden. Aufgrund dieser Daten hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) ein positives Votum für Nintedanib in dieser Indikation erteilt. In Hinblick auf eine mögliche Erweiterung der Therapieoptionen in der Zweitlinientherapie des NSCLC mit Adenokarzinom-Histologie wurde dies bei der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in Madrid mit großem Interesse aufgenommen. Weiterhin wurden die finalen Daten zum Ansprechen und zur Symptomkontrolle unter einer Erstlinientherapie mit Afatinib** (GIOTRIF®)** vorgestellt.

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Zweitlinientherapie: Positives CHMP-Votum für Nintedanib

Das positive Votum des CHMP für Nintedanib bezieht sich auf die Therapie von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem, metastasiertem oder lokal rezidiviertem NSCLC mit Adenokarzinom-Histologie nach Erstlinien-Chemotherapie. Die Entscheidung basiert auf den Ergebnissen der LUME-Lung 1-Studie. Diese konnte in der Gesamtpopulation zeigen, dass die Hinzunahme von Nintedanib* zu Docetaxel im Vergleich zu Docetaxel allein das progressionsfreie Überleben (PFS, primärer Endpunkt) signifikant verlängerte (HR=0,79; p=0,0019; Median 2,7 vs. 3,4 Monate). Zudem war die Kombination beim sekundären Hauptendpunkt Gesamtüberleben bei der präspezifizierten Auswertung für die Subgruppe der NSCLC-Patienten mit einem Adenokarzinom der alleinigen Chemotherapie signifikant überlegen: Patienten, die Nintedanib plus Docetaxel erhielten, lebten im Median 2,3 Monate länger als mit Chemotherapie allein (Median 12,6 vs. 10,3 Monate; HR=0,83; p=0,0359).

Bezüglich der Lebensqualität gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Therapiearmen. Die Verlängerung des Gesamtüberlebens durch die Nintedanib*-Kombination führte somit zu keiner zusätzlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität verglichen mit Docetaxel alleine.

Die Rate an klassenspezifischen anti-angiogenen Nebenwirkungen, wie Bluthochdruck, Blutungen, Thrombosen, Mukositis und gastrointestinale Perforationen, war vergleichbar. Zu den unerwünschten Ereignissen, die in der LUME-Lung 1-Studie unter Nintedanib am häufigsten erhöht waren, gehörten gastrointestinale Nebenwirkungen sowie reversible Leberenzymerhöhungen, die in der Regel durch unterstützende Maßnahmen oder Dosisreduktion gut beherrschbar waren.

Erstmals seit nahezu 10 Jahren klinisch relevante Verlängerung des Gesamtüberlebens in der Zweitlinientherapie

"Das positive Votum der CHMP gibt uns die Möglichkeit, seit nahezu 10 Jahren auch in der Zweitlinientherapie Fortschritte zu machen. Die Kombination von Docetaxel mit Nintedanib war der Docetaxel-Monotherapie in der LUME-Lung 1-Studie signifikant überlegen. Damit könnte Nintedanib zu einer möglichen neuen Therapieoption in der Zweitlinientherapie beitragen. Das ist ein wichtiges Signal für die klinische Praxis", so die Einschätzung von Privatdozent Dr. Niels Reinmuth von der LungenClinic Grosshansdorf.

Die Ergebnisse der LUME-Lung 1-Studie sind klinisch relevant, da die Therapieoptionen in der Zweitlinientherapie des NSCLC limitiert sind und ein hoher Bedarf an effektiven Therapien besteht. Zudem stellen sich in der Zweitlinientherapie besondere Herausforderungen: Ein Krankheitsprogress nach Versagen der Erstlinientherapie ist für die Patienten eine große psychische Belastung. An vorderer Stelle steht daher der Wunsch nach einer Behandlung, die das Leben weiter verlängern kann. Da viele Patienten durch das Fortschreiten der Erkrankung, aber auch durch mögliche Nebenwirkungen der Erstlinientherapie bereits Einschränkungen haben, hat die Lebensqualität einen besonderen Stellenwert.

"Diese Situation ist für den Patienten sehr schwierig, aber auch entscheidend", so PD Dr. Reinmuth. "Er erfährt, dass die Erkrankung fortgeschritten ist und dass die Lebenszeit begrenzt sein wird. Dementsprechend besteht die Erwartung, dass das Überleben mit der Folgetherapie verlängert werden kann, ohne dass sich die Lebensqualität verschlechtert. Die Studienergebnisse zeigen signifikante Vorteile im progressionsfreien Überleben (primärer Endpunkt) und im Gesamtüberleben (sekundärer Endpunkt), ohne dass zusätzliche Einbußen bei der Lebensqualität gezeigt wurden."

Erstlinientherapie: weitere Vorteile von Afatinib gegenüber Vergleichschemotherapie in neuen Analysen bestätigt

Afatinib (GIOTRIF®), ein irreversibler ErbB-Family-Blocker, ist zugelassen für die Behandlung von EGFR-TKI-naiven erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit aktivierenden EGFR-Mutationen. Entscheidend waren hierbei die Daten der Phase-III-Studie LUX-Lung 3. Darin konnte das mediane progressionsfreie Überleben (PFS, primärer Endpunkt) in der präspezifizierten Subgruppe der Patienten mit häufigen EGFR-Mutationen (Del19/L858R=89%) von 6,9 Monaten unter der Standardchemotherapie mit Cisplatin/Pemetrexed auf 13,6 Monate unter der Therapie mit Afatinib nahezu verdoppelt werden (p<0,001). Auch im Gesamtkollektiv war der PFS-Vorteil signifikant (11,1 vs. 6,9 Monate, p<0,001). Eine beim ASCO 2014 vorgestellte kombinierte Post-hoc-Analyse von LUX-Lung 3 & 6 hatte zudem gezeigt, dass Afatinib in der Subgruppe der Patienten mit häufigen EGFR-Mutationen  (Del19/L858R=89%)  das Gesamtüberleben (sekundärer Endpunkt) gegenüber einer Standardchemotherapie signifikant verlängerte. In einer präspezifizierten Subgruppen-Analyse von LUX-Lung 3 betrug der Überlebensvorteil für die Afatinib**-Patienten mit Deletion 19 über 12 Monate (33,3 vs. 21,1 Monate vs. Cisplatin/Pemetrexed; p=0,0015; sekundärer Endpunkt).

Neue Daten zum Ansprechen unter Afatinib vs. Vergleichschemotherapie

Beim ESMO wurden die neuen Daten zum Ansprechen und zur Symptomkontrolle aus LUX-Lung 3 & 6 präsentiert. Die Ansprechrate (partielle + komplette Remission) war unter Afatinib-Therapie in LUX-Lung 3 signifikant höher als unter Cisplatin/Pemetrexed (56,5% vs. 22,6%; p<0,001). Zudem sprachen die Patienten auf Afatinib deutlich schneller an als auf die Chemotherapie. Bei der ersten Bildgebung (6 Wochen nach Therapiebeginn) war bei 72% der Patienten, die auf Afatinib angesprochen hatten, eine Tumorremission nachweisbar (vs. Cisplatin/Pemetrexed: 58%). Im Median sprachen die Afatinib**-Patienten 12,4 Monate auf die Therapie an, unter Cisplatin/Pemetrexed lag die Ansprechdauer bei 5,5 Monaten (p<0,0001).

Auch die Ergebnisse zur Symptomkontrolle bestätigten die Daten der ersten Auswertung. In LUX-Lung 3 verzögerte sich signifikant die Zeit bis zur Verschlechterung tumorbedingter Symptome wie Husten und Atemnot in der Gesamtpopulation (alle EGFR-Mutationen). Die Verschlechterung von Husten und Atemnot konnte mit Afatinib** mehr als dreimal so lange hinausgezögert werden wie unter Cisplatin/Pemetrexed (Husten: 27 vs. 8,0 Monate; p=0,006; Atemnot: 10,4 vs. 2,9 Monate; p=0,013).  Zudem profitierten die Afatinib-Patienten von der Therapie mit einer signifikant besseren Lebensqualität.  In Ergänzung zu den bereits publizierten Daten beruht die Anwendung von Afatinib in der klinischen Praxis damit auf einer breiten und validen Datenbasis.

* Nintedanib ist in der Onkologie eine noch nicht zugelassene Substanz, die sich in der klinischen Entwicklung befindet; Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht vollständig nachgewiesen.
**Afatinib ist in mehreren Ländern, darunter die EU, Kanada und verschiedene asiatische Länder, unter dem Namen GIOTRIF® und in den USA unter dem Markennamen GILOTRIF™ für bestimmte Patientenpopulationen (mit aktivierender EGFR-Mutation) mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen. Afatinib hat keine Zulassung für andere Indikationen.   

Quelle: Boehringer Ingelheim
 
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