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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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01. Oktober 2014

ESMO 2014: Brustkrebs-Studie ABCSG-32 - Standardtherapie +/- NPLD +/- Bevacizumab hoch effektiv mit nur geringen Herz-Nebenwirkungen

Neoadjuvante, präoperative Kombinationstherapien können bei manchen Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs in frühem Stadium zu kompletter Remission und damit deutlicher verbesserter Prognose führen. Nicht-pegyliertes liposomal verkapseltes Doxorubicin und/oder der monoklonale Antikörper Bevacizumab in Kombination mit der Standard-Chemo-Immuntherapie führt bei bis zu 88% der behandelten Brustkrebspatientinnen zu einer solchen Komplettremission und hat gleichzeitig nur geringe negative kardiale Auswirkungen, berichten Wiener Forscher auf dem ESMO-Kongress.

Neue Studienergebnisse zeigen, dass die im Rahmen der ABCSG 32-Studie untersuchten neoadjuvanten Therapien zu kompletter Remission (Fehlen invasiver Tumorzellen in der Brust) bei Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs in frühem Stadium führen können. Wird der humanisierte monoklonale Antikörper Bevacizumab und/oder nicht-pegyliertes liposomal verkapseltes Doxorubicin (NPLD) zusätzlich zur Standardtherapie (Docetaxel und Trastuzumab) gegeben, so führt das zu kompletten Remissions-Raten von 51 bis 88%. Die höchsten Werte wurden in der Östrogenrezeptor-negativen Untergruppe beobachtet. Sechs Zyklen dieses Therapie-Regime können sicher angewendet werden, es gab insgesamt nur bei drei Patientinnen unerwünschte kardiale Nebenwirkungen. Andere, nicht-kardiale Nebenwirkungen waren akzeptabel, nur bei acht Patienten musste die Behandlung frühzeitig abgebrochen werden. Das berichtet der Onkologe Univ.-Prof. Dr. Günther Steger (MedUni/AKH Wien) auf dem Europäischen Krebskongress ESMO in Madrid.

Das Ziel der von Prof. Steger koordinierten Studie ABCSG-32, in die 100 Patientinnen mit durch Biopsien bestätigtem frühem HER2-positivem Brustkrebs eingeschlossen waren, ist die Evaluierung des Auftretens kardialer Toxizität in verschiedenen Kombinationstherapien. Ein limitierender Faktor beim Einsatz des Zytostatikums Doxorubicin sind kardiotoxische Nebenwirkungen. Vorausgegangene Studien konnten zeigen, dass so genanntes nicht-pegyliertes Doxorubicin (NPLD) - eine spezielle Zubereitungsform - durch die liposomale Wirkstoffverkapselung langsamer vom Körper aufgenommen wird als herkömmliches Doxorubicin. Dadurch kann die Menge des akut auf das Gewebe einwirkenden Wirkstoffs verringert werden und so wird empfindliches Gewebe wie zum Beispiel das Herz weniger belastet. Auch die mögliche anti-tumorale Wirkung des NPLD und des monoklonalen Antikörpers Bevacizumab wurde untersucht.

Die Studie ABCSG-32 läuft über eine Behandlungsdauer von 18 Wochen, insgesamt wurden 100 Patientinnen mit HER2-positivem, nicht metastasiertem Brustkrebs eingeschlossen, jeweils 25 pro Behandlungsarm. Nach Abschluss der medikamentösen Therapie erfolgt die chirurgische Tumorentfernung.

Als neoadjuvante oder präoperative Therapie wird in der Onkologie eine Behandlung bezeichnet, die zur Reduktion der Tumormasse vor einem geplanten operativen Eingriff durchgeführt wird, wobei die Rate der Komplettremissionen die Effektivität der Therapiemodalität darstellt.

 

Quelle: ESMO
 
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