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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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16. Juli 2014

ESMO-WCGI: Aflibercept + FOLFIRI bei mCRC wichtige Therapieoption/ unabhängig von RAS-Mutationsstatus und Oxaliplatin-/Bevacizumab-Vorbehandlung

"Mit modernen Medikamenten erreicht man heute beim mCRC Gesamtüberlebenszeiten, die teilweise über 30 Monate hinausgehen", sagte PD Sebastian Stintzing, München. Vor allem die optimierte Angiogenesehemmung hat viel zu diesem Erfolg beigetragen. "Man erreicht mit der Firstline-Therapie median 20 Monate progressionsfreies Überleben, sodass Zweit- und Drittlinie heute einen viel wichtigeren Stellenwert einnehmen als noch vor einigen Jahren."

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"Das Fusionsprotein Aflibercept blockiert alle humanene Isoformen von VEFG-A und -B sowie den Placental Growth Factor PIGF und wird in Kombination mit FOLFIRI bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen CRC eingesetzt. Die Kombination mit Aflibercept ist nach Oxaliplatin-haltiger Vorbehandlung und unabhängig vom RAS-Mutationsstatus eine wichtige Therapieoption", sagte er. In der Zulassungsstudie VELOUR (1) haben Aflibercept+ FOLFIRI das Sterberisiko um knapp 20% gegenüber FOLFIRI allein gesenkt (HR 0,817; p=0,0032), unabhängig davon, ob die Patienten zusätzlich zu Oxaliplatin mit Bevacizumab vorbehandelt waren. "Trotz bereits metastasierter und rezidivierter Erkrankung sind die Überlebenskurven bislang nicht zusammengelaufen. Im Gegenteil: Der Unterschied zum Kontrollarm hat sich nach über 18 Monaten Nachbeobachtungszeit weiter vergrößert. Dies ist bislang einzigartig in der metastasierten Situation", betonte Stintzing. Etwa bei 20% der primär inoperablen Patienten ließ sich eine objektive Tumorrückbildung erzielen (19,8 v. 11,1 Monate; p=0,0001).

Im Hinblick auf Verträglichkeit und Lebensqualität haben die multizentrischen Phase IIIb/IV-Studien ASQoP- und AFEQT (2, 3) für Aflibercept+FOLFIRI eine hohe Praxistauglichkeit gezeigt. Vor allem Patienten ≥65 Jahre sowie mit Bevacizumab vorbehandelte Patienten hatten weniger Grad 3-4-Nebenwirkungen als in der Zulassungsstudie, in beiden Subgruppen gab es ca. 10% Grad 3/4-Diarrhöen im Vergleich zu 20-24% in der VELOUR-Studie.

Die Studienergebnisse von VELOUR, OPUS, CRYSTAL, CALGB etc. haben wichtige Fragen aufgeworfen bezüglich des Stellenwerts der Tiefe des Ansprechens oder der optimalen Sequenz je nach Art der Vortherapie, die es in der Zukunft zu klären gilt. Ein Problem sei allerdings die schlechte Vergleichbarkeit der Studien, hob Stintzing hervor: In der VELOUR-Studie beispielsweise waren auch Patienten mit schnellem Progress eingeschlossen, in der ML18147-Studie (4) nicht. Rechne man die Rapid-Progressors aus der VELOUR-Studie heraus, vergrößere sich der signifikante mediane Überlebenszeitgewinn von 1,44 Monaten (Gesamtkollektiv) auf 1,87 Monate (HR 0,779). In der Subgruppe der mit Bevacizumab vorbehandelten Patienten stieg der mediane Überlebenszeitgewinn sogar von 0,8 Monaten auf 2,1 Monate (5). Besonders deutlich profitierten jene Patienten, die nach vorangegangener Bevacizumab-Gabe sehr lange (>9 Monate) ohne Progress geblieben waren (6). In einer Post-Hoc-Analyse (7) wurde gezeigt, dass alle Patienten von Aflibercept in der Zweitlinie profitierten, selbst solche mit sehr kurzem (< 3 Monate) oder mittlerem PFS (3-6 Monate) hatten eine Risikoreduktion für ein Fortschreiten der Erkrankung um 30% gegenüber Placebo (HR von 0,70).

Prof. Volker Heinemann betonte, dass das CRC als heterogene Erkrankung noch längst nicht vollständig verstanden sei. "Man hat viele neue interessante Anhaltspunkte, beispielsweise, dass rechtsseitige Tumoren bei weiblichen Patienten ein dramatisch schlechteres Ansprechen auf die Therapie zeigen. Rechts- und linksseitige Tumoren folgen entwicklungsgeschichtlich unterschiedlichen Karzinogenese-Pathways. Es treffen viele Meinungen aufeinander, dadurch werden Hypothesen generiert, die es zu überprüfen gilt. Der Patient muss gemeinsam mit seinem Arzt die bestmögliche Therapieentscheidung treffen. Man kann nicht genug betonen, dass für die beste Behandlung unbedingt die Expertise spezialisierter Zentren notwendig ist."

Literaturhinweise:
(1) van Cutsem E et al. JCO 2012:3499-3506
(2) Bordonaro R et al. ASCO-GI 2014,#545
(3) Ferry D et al. ASCO-GI 2014,#556
(4) Bennouna J et al. Lancet 2013, 14: 29-37
(5) van Cutsem E et al. ESMO 2013, Amsterdam, #2260
(6) Hoff PM et al. ASCO 2014,#3639
(7) Mitchell E et al. Ann Oncol (2014) 25 (suppl 2)

Quelle: sanofi-aventis, 3. Expertise CRC, im Rahmen des 16. ESMO WCGI in Barcelona, 27.6.2014
 
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