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16. Juni 2015

EHA 2015 - Langfristige Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten zu Ponatinib aus klinischer Phase-2-Studie PACE: Mediane Nachbeobachtungsdauer nun rund 3,5 Jahre bei Patienten mit CP-CML

Langfristige Nachbeobachtungsdaten aus der zulassungsrelevanten Phase-2-Studie zu Iclusig® (Ponatinib), dem zugelassenen BCR-ABL-Inhibitor, liegen nun vor. Die Daten beziehen sich auf stark vorbehandelte Patienten mit behandlungsresistenter oder -intoleranter chronischer myeloischer Leukämie (CML) oder Philadelphia-Chromosom-positiver akuter lymphatischer Leukämie (Ph+ ALL). Die Studie zeigt nun, dass Iclusig® nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von rund 3,5 Jahren bei CML in der chronischen Phase (CP-CML) und einer medianen Nachbeobachtungszeit von 2,9 Jahren bei allen Studienteilnehmern weiterhin antileukämische Wirkung bei Patienten aufweist, denen ansonsten nur begrenzte Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen. Die Daten wurden auf der 20. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Hämatologie (EHA) in Wien vorgelegt.

CP-CML-Patienten sprechen langfristig auf das Arzneimittel an. 83% (statistisch errechneter Wert) der CP-CML-Patienten, die ein gutes zytogenetisches Ansprechen (MCyR) erzielten, zeigen auch nach drei Jahren noch ein MCyR. Außerdem konnten 95% der CP-CML-Patienten, bei denen die Ponatinib-Dosis reduziert wurde, ihr Ansprechen (MCyR) aufrechterhalten. Bei der Entscheidung für die Einleitung bzw. Fortsetzung der Iclusig®-Therapie, insbesondere bei Patienten, bei denen ein erhöhtes Risiko von Arterienverschlussereignissen (AOE) besteht, sind die Vorteile und Risiken sorgfältig gegeneinander abzuwägen. "Dieses anhaltende Ansprechen in der PACE-Studie mit einer Nachbeobachtungszeit von mindestens 3,3 Jahren in einer so stark vorbehandelten Patientenpopulation ist sehr ermutigend. 83% der CP-CML-Patienten, die den primären Endpunkt des guten zytogenetischen Ansprechens erreichten, zeigen auch nach drei Jahren noch eine MCyR“, erklärte Dr. Jorge E. Cortes, M.D., Prof. und Deputy Chair, Department of Leukemia, MD Anderson Cancer Center der Universität Texas. "Die sorgfältige Abwägung von Vorteilen und Risiken der Einleitung einer Ponatinib-Therapie, insbesondere bei Patienten, bei denen möglicherweise ein erhöhtes Arterienverschlussrisiko besteht, kann zur Identifizierung von Patienten mit behandlungsrefraktären Ph+-Leukämien beitragen, die am meisten von dieser Therapie profitieren können."

Aktualisierte Ergebnisse der PACE-Studie

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Ponatinib bei CML- und Ph+ ALL-Patienten, die behandlungsresistent sind, Dasatinib oder Nilotinib nicht vertragen oder die eine T315I-Mutation aufweisen, wurden in der zulassungsrelevanten Phase-2-Studie PACE ausgewertet. Insgesamt wurden 449 Patienten mit Ponatinib mit einer Anfangsdosis von 45 mg/Tag behandelt. 93% der Patienten hatten zuvor zwei oder mehr zugelassene Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) erhalten und 55% hatten zuvor mindestens drei zugelassene TKI erhalten. Den aktualisierten Daten aus der laufenden Studie zu CP-CML-Patienten (n=270) zufolge erhalten 114 Patienten (42%) nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 42,3 Monaten (Daten mit Stand vom 2. Februar 2015) weiterhin Ponatinib. Weitere Daten der CP-CML-Patienten:
- 59% der CP-CML-Patienten erzielten MCyR (primärer Endpunkt) zu jedem beliebigen Zeitpunkt.
- 83% (statistisch errechneter Wert) der Patienten, die MCyR erzielten, zeigen auch nach drei Jahren noch ein MCyR.
- 39% erzielten ein gutes molekulares Ansprechen (MMR) oder ein besseres Ergebnis.
- Bei der Kaplan-Meier-Analyse liegt das progressionsfreie Überleben nach drei Jahren bei schätzungsweise 60%.
- Das Gesamtüberleben nach drei Jahren liegt bei schätzungsweise 81%.
- Bei 23% der CP-CML-Patienten trat ein als schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis (SAE) eingestuftes Arterienverschlussereignis (AOE) auf und bei 28% der CP-CML-Patienten trat ein AOE jeglicher Art auf. Die mittlere Zeitspanne bis zum Beginn eines AOE bei CP-CML-Patienten lag bei 14,1 (0,3 bis 44,0) Monaten.
- 4 bzw. 5% der CP-CML-Patienten erlitten eine schwerwiegende oder sonstige venöse Thromboembolie.
- Die häufigsten behandlungsbezogenen unerwünschten Reaktionen jeglicher Schwere, die bei mindestens 40% der CP-CML-Patienten auftraten, waren Bauchschmerzen (46%), Hautausschlag (46%), Thrombozytopenie (45%), Kopfschmerzen (43%), Verstopfung (41%) und trockene Haut (41%). Die Abbruchrate aufgrund unerwünschter Reaktionen lag bei CP-CML-Patienten bei 18% "Diese Daten zeigen, dass die Mehrzahl der CP-CML-Patienten in der PACE-Studie das antileukämische Ansprechen aufrechterhalten konnte, selbst wenn die Tagesdosis von Ponatinib reduziert wurde", erläuterte Dr. Frank G. Haluska, M.D., Ph.D., Senior Vice President of Clinical Research and Development und Chief Medical Officer bei ARIAD. "Die Sicherheit und Wirksamkeit von Iclusig® bei Anfangsdosierungen von unter 45 mg wird in der randomisierten Studie OPTIC (Optimizing Ponatinib Treatment In CML) geprüft, die demnächst beginnen soll."

Aktualisierung der Wirksamkeitsdaten nach der Empfehlung prospektiver Dosisreduzierungen (Daten von 10. Oktober 2013 bis 2. Februar 2015)

Am 10. Oktober 2013 sprach ARIAD eine Empfehlung hinsichtlich der Reduzierung der Dosis bei den in der PACE-Studie verbleibenden Patienten aus. Die Empfehlungen betrafen folgende Dosisreduzierungen, sofern die Nutzen-Risiko-Analyse nicht eine Behandlung mit einer höheren Dosis rechtfertigte:
- Bei CP-CML-Patienten, die bereits ein MCyR erreicht hatten, sollte die Ponatinib-Dosis auf 15 mg/Tag reduziert werden,
- bei CP-CML-Patienten, die ein MCyR noch nicht erreicht hatten, sollte die Dosis auf 30 mg/Tag reduziert werden, und
- bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium sollte die Dosis auf 30 mg/Tag reduziert werden. Im Februar 2015, d.h. nach einer Nachbeobachtungszeit von 1,3 Jahren (16 Monaten) nach der Abgabe dieser Empfehlungen, lag die Rate der Erhaltung des Ansprechens bei CP-CML bei 95% - unabhängig davon, ob bei den Patienten prospektive Dosisreduzierungen vorgenommen wurden.
- Von den 64 Patienten, die sich am 10. Oktober 2013 im MCyR-Stadium befanden und bei denen eine prospektive Dosisreduzierung vorgenommen wurde, erhielten 61 Patienten (95%) ihr Ansprechen nach 1,3 Jahren nach der prospektiven Dosisreduzierung aufrecht.
- Von den 47 Patienten, die sich am 10. Oktober 2013 im MMR-Stadium befanden und bei denen eine prospektive Dosisreduzierung vorgenommen wurde, erhielten 44 Patienten (94%) ihr Ansprechen nach 1,3 Jahren nach der prospektiven Dosisreduzierung aufrecht.
- Bei 42 Patienten im MCyR-Stadium wurde die Dosis nicht reduziert (die Mehrzahl davon erhielt am 10. Oktober 2013 bereits eine reduzierte Dosis von 30 mg bzw. 15 mg); 39 dieser Patienten (93 %) zeigten nach weiteren 1,3 Jahren der Ponatinib-Therapie immer noch ein MCyR. Aktuelle Daten zur Sicherheit nach der Empfehlung prospektiver Dosisreduzierungen (Daten von 10. Oktober 2013 bis 2. Februar 2015)
- 5 der 71 Patienten (7 %), bei denen eine prospektive Dosisreduzierung vorgenommen wurde und bei denen früher keine Arterienverschlussereignisse aufgetreten waren, erlitten in dem Zeitraum von 1,3 Jahren nach der prospektiven Dosisreduzierung ein Verschlussereignis. - 9 von 67 Patienten (13 %), bei denen keine prospektive Dosisreduzierung vorgenommen wurde und bei denen kein früheres AOE aufgetreten war, erlitten im selben Zeitraum ein AOE.

ARIAD
 
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