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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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12. Juni 2015

EHA 2015: Chronische myeloische Leukämie - Vor Beginn der Therapie BCR-ABL-Transkript bestimmen

Die Betreuung von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie orientiert sich im Normalfall an den Leitlinien des European LeukemiaNet und ist bei Behandlung mit BCR-ABL-Tyrosinkinaseinhibitoren durch regelmäßige Kontrollen der Tumorlast mittels BCR-ABL-Bestimmung durch die Polymerasekettenreaktion gekennzeichnet. Dass es hier auch Fallstricke gibt und dass es sich empfiehlt, bei der Diagnostik bereits zu Beginn tiefer zu schürfen, zeigt eine Kasuistik, die Nick Cross, Salisbury, bei einem Update-in-Hematology-Symposium im Rahmen des 20. Kongresses der European Hematology Association (EHA) in Wien vorstellte.

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Bei dem 46-jährigen Patienten war eher zufällig bei einer Routineuntersuchung eine Leukozytose mit 55.000 Zellen/ml gefunden worden. Bei hypozellulärem Knochenmark und 29 Philadelphia-Chromosom-positiven Metaphasen (von 30) sowie niedrigem Sokal- und EUTOS-Score wurde ohne weiterführende molekulare Analysen eine Therapie mit Nilotinib begonnen, weil der Patient von Anfang an das Ziel einer therapieefreien Remission anstrebte. Nach nur drei Monaten wurde in der PCR eine MR4 (BCR-ABL ≤ 0,01% nach dem Internationalen Standard) gefunden und aus im Nachhinein nicht zu rekonstruierenden Gründen keine zytogenetische Analyse mehr durchgeführt. Dieses Ergebnis war bemerkenswert, aber nicht unwahrscheinlich, so Cross: Auch in der ENEST1st-Studie hatten nach drei Monaten 6,3% der Patienten bereits eine MR4 erzielt. In einer erneuten PCR-Untersuchung, die nichtsdestotrotz einen Monat später durchgeführt wurde, war BCR-ABL gar nicht mehr nachweisbar. Umso größer war die Überraschung, als nach sechs Monaten wiederum eine MR4 gefunden wurde, daneben aber in der zytogenetischen Analyse von 30 Metaphasen zwei Ph-positiv waren - nach den ELN-Kriterien ein Warnzeichen.

Die Erklärung brachte eine retrospektive molekulargenetische Untersuchung einer Blutprobe, die noch vor Beginn der Therapie genommen worden war: Darin fand sich das atypische BCR-ABL-Transkript e19a2. Während 97-99% der Patienten mit CML die Transkripte e13a2 oder e14a2 exprimieren, findet man bei den restlichen 1-3% eine von mehreren anderen Varianten (e13a3, e14a3, e1a2, e6a2, e19a2 oder andere), die mit den Standard-Primersequenzen für die PCR nicht oder nicht effizient genug detektierbar sind. Cross´ Fazit: Bei allen CML-Patienten sollte vor Beginn der Therapie der Transkript-Typ bestimmt werden, um falsch-negative Ergebnisse bei der Messung der minimalen Resterkrankung zu vermeiden.

jg

 
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