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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. Juni 2014

EHA 2014: Studienergebnisse zur Evaluierung der "Activin Receptor Ligand Trap" Programme zur Behandlung von Beta-Thalassämie vorgestellt

Celgene Corporation und Acceleron Pharma Inc. gaben vorläufige Ergebnisse aus zwei Studien zu Wirkstoffkandidaten aus dem gemeinsamen Entwicklungsprogramm zur Behandlung von Beta-Thalassämie bekannt. Die im Rahmen der 19. Jahresversammlung der European Hematology Association (EHA) vorgestellten Daten belegen die Wirksamkeit der beiden Programme "Sotatercept" und "ACE-536", sowohl für Patienten mit transfusionsabhängiger als auch für Patienten mit nicht-transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie. Es gibt gegenwärtig keine zugelassenen Medikamente zur Behandlung von Beta-Thalassämie. Sowohl Sotatercept als auch ACE-536 haben von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA den Orphan-Drug-Status für Beta-Thalassämie erhalten.

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"Es besteht dringender Bedarf für einen neuartigen Ansatz bei der Behandlung von Patienten mit Beta-Thalassämie und wir sind hocherfreut angesichts der Wirksamkeit, die wir sowohl bei transfusionsabhängigen als auch bei nicht-transfusionsabhängigen Patienten mit Beta-Thalassämie beobachten".

Sotatercept

Mit Blick auf die erste Studie wurden im Rahmen der Presseinformation der EHA am 13. Juni die Ergebnisse zu Sotatercept beleuchtet. Dabei handelt es sich um ein neuartiges Aktivin Typ IIA Rezeptor-Fusionsprotein, das anhand von transfusionsabhängigen (TD) und nicht-transfusionsabhängigen (NTD) Patienten mit Beta-Thalassämie evaluiert wurde.

Im Rahmen dieser Dosisfindungsstudie wurde insgesamt 32 Patienten Sotatercept subkutan einmal alle 3 Wochen mit Dosen von 0,1 (n=8), 0,3 (n=9), 0,5 (n=8) oder 0,75 (n=7) mg/kg verabreicht. Unter diesen Patienten waren 22 nicht-transfusionsabhängig und 10 transfusionsabhängig.

Der mittlere Hämoglobin-Ausgangsspiegel für die NTD-Patienten lag bei 8,7 g/dl (zwischen 6,1 und 10,7), 8.3 g/dl (zwischen 6,0 und 9,5), 8,2 g/dl (zwischen 6,4 und 9,3) und 8,8 g/dl (zwischen 7,9 und 9,6) in den 0,1; 0,3; 0,5 und 0,75 mg/kg Gruppen. Bei diesen Patienten wurde eine dosisabhängige Zunahme der Hämoglobinwerte festgestellt.

Der Anteil der Patienten, die eine maximale Hämoglobinzunahme von ≥ 1,0 g/dl über dem Ausgangswert erreichten, lag bei 0%, 67%, 83% und 100% in den 0,1; 0,3; 0,5 und 0,75 mg/kg Dosisgruppen.

Der Anteil der Patienten, die eine maximale Hämoglobinzunahme von ≥ 2,0 g/dl über dem Ausgangswert erreichten, lag bei 0%, 0%, 33% und 50% in den 0,1; 0,3; 0,5 und 0,75 mg/kg Dosisgruppen.

Bei den TD-Patienten wurden dosisabhängige Reduzierungen der Transfusionsbelastung festgestellt.

Der Anteil der Patienten, die eine Reduzierung der Transfusionsbelastung von ≥ 20% erreichten, lag bei 0%, 33%, 50% und 67% in den 0,1; 0,3; 0,5 und 0,75 mg/kg Dosisgruppen.

Der Anteil der Patienten, die eine Reduzierung der Transfusionsbelastung von ≥ 50 % erreichten, lag bei 0%, 0%, 0% und 33% in den 0,1; 0,3; 0,5 und 0,75 mg/kg Dosisgruppen.

Unter diesen 32 Patienten verbleiben 25 in einer Behandlung, wobei die längste Behandlungsdauer mehr als 78 Wochen betrug (Patient noch nicht aus Studie entlassen). Die mit der Studie in Zusammenhang stehenden unerwünschten Ereignisse 2. Grades oder höher führten zu einem Abbruch der Behandlung. In der 0,1 mg/kg Gruppe erlitt ein TD-Patient sich weiter verschlechternde Knochenschmerzen 3. Grades und bei einem NTD-Patienten wurde eine Phlebitis 2. Grades beobachtet. In der 0,5 mg/kg Gruppe erlitt ein Patient mit einer Vorgeschichte an ventrikulären Extrasystolen unerwünschte Ereignisse dritten Grades dieser Erkrankung.

"Aktivin-Rezeptor-Ligandenfallen, wie Sotatercept können potenziell zu einer bedeutenden neuen Behandlungsoption für Patienten mit Beta-Thalassämie werden", so Prof. John Porter vom Research Department of Haematology, University College London. "Therapien, die den Hämoglobinspiegel erhöhen und die Belastungen aufgrund von Transfusionen roter Blutkörperchen lindern können, verfügen über ein enormes Potenzial, da die gegenwärtigen Optionen sehr begrenzt sind."

ACE-536

Eine zweite Studie evaluierte ACE-536, ein neuartiges modifiziertes Aktivin Typ IIB Rezeptor-Fusionsprotein, anhand von transfusionsabhängigen (TD) und nicht-transfusionsabhängigen (NTD) Beta-Thalassämie-Patienten.

Insgesamt 24 Patienten wurde ACE-536 subkutan einmal alle 3 Wochen mit Dosen von 0,2 (n=6), 0,4 (n=6), 0,6 (n=6) oder 0,8 (n=6) mg/kg verabreicht. Die Patienten erfüllten die Voraussetzungen für eine Verabreichung von bis zu 5 Dosen im Verlauf der 13 Behandlungswochen. Im Anschluss an die letzte Gabe erhielten die Patienten eine Nachbehandlung über einen Zeitraum von 8 Wochen. Unter diesen Patienten waren 20 transfusionsabhängig und 4 nicht-transfusionsabhängig.

Der mittlere Hämoglobin-Ausgangsspiegel für die NTD-Patienten lag bei 8,4 g/dl, 8,4 g/dl, 7,8 g/dl und 8,0 g/dl in den 0,2; 0,4; 0,6 und 0,8 mg/kg Gruppen. Bei diesen Patienten wurde eine dosisabhängige Zunahme der Hämoglobinwerte festgestellt.

Der Anteil der Patienten, die eine maximale Hämoglobinzunahme von ≥ 1.0 g/dl über dem Ausgangswert erreichten, lag bei 33%, 67%, 100% und 67% in den 0,2; 0,4; 0,6 und 0,8 mg/kg Dosisgruppen.

Der Anteil der Patienten, die eine maximale Hämoglobinzunahme von ≥ 2,0 g/dl über dem Ausgangswert erreichten, lag bei 0%, 0%, 20% und 33% in den 0,2; 0,4; 0,6 und 0,8 mg/kg Dosisgruppen.

Unter den 4 TD-Patienten (ein Patient erhielt 0,6 mg/kg und 3 Patienten erhielten 0,8 mg/kg) erreichten alle deutliche Reduzierungen der Transfusionsbelastung (-78,5%, -66,7%, -66,7% und -69,8%). Darüber hinaus erreichten alle vier Patienten Reduzierungen des Serumferritin-Spiegels (-39,7%, -27,5%, -59,5% und -42,7%). Dieser Spiegel ist ein Marker für Eisenüberladung.

Bis heute wurden keine mit dieser Studie in Zusammenhang stehenden schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse beobachtet. Ein Patient hat die Behandlung aufgrund eines damit in Zusammenhang stehenden unerwünschten Ereignisses (Schmerzen im Knöchelgelenk in der 0,8 mg/kg Gruppe) bereits zu einem frühen Zeitpunkt abgebrochen.

"Es besteht dringender Bedarf für einen neuartigen Ansatz bei der Behandlung von Patienten mit Beta-Thalassämie und wir sind hocherfreut angesichts der Wirksamkeit, die wir sowohl bei transfusionsabhängigen als auch bei nicht-transfusionsabhängigen Patienten mit Beta-Thalassämie beobachten", so Prof. Antonio Piga, M.D., Ph.D., Director of Pediatrics am San Luigi Gonzaga University Hospital in Turin (Italien) und Hauptforschungsleiter der Phase-II-Studie zu ACE-536.

Quelle: Celgene
 
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