Freitag, 20. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
19. Juni 2013

EHA 2013: ENESTnd - Nach vier Jahren mit Nilotinib 1,7-mal häufiger tiefe Remissionen

In der ENESTnd-Studie (Evaluating Nilotinib Efficacy and Safety in Clinical Trials-Newly Diagnosed Pts) hat der Zweitgenerations-Tyrosinkinseinhibitor Nilotinib (Tasigna®) im randomisierten Vergleich zum alten Standard Imatinib in der Erstlinientherapie der chronischen myeloischen Leukämie in chronischer Phase höhere Raten an guten und tiefen molekularen Remissionen erzielt und gleichzeitig bei mehr Patienten eine Progression der Erkrankung verhindert. Bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm stellte Andreas Hochhaus, Jena, die Daten nach mindestens vierjähriger Nachbeobachtung der Patienten vor.

In der Studie waren 846 Patienten mit CML in der chronischen Phase randomisiert worden, entweder Imatinib (400 mg/d) oder Nilotinib (zweimal 300 bzw. zweimal 400 mg/d) zu erhalten. Nach vier Jahren ist Nilotinib weiterhin hochsignifikant überlegen:
 

Das gilt zum einen für die Raten an guten und tiefen molekularen Remissionen (BCR-ABL ≤0,1%=MMR, 0,01%=MR4 bzw. 0,0032%=MR4,5). Eine MR4,5 war quer durch alle Sokal-Risikogruppen mit Nilotinib häufiger. Insgesamt wurde dieser Endpunkt, der ein wichtiges Auswahlkriterium für die Teilnahme an Studien zur therapiefreien Remission sein wird, nach vier Jahren bei 23% der Patienten unter Imatinib, aber bei 40% derer mit zweimal 300 mg/d Nilotinib als Erstlinientherapie erreicht, bei letzteren also 1,74-mal häufiger.

Auch was Progression zu akzelerierter Phase oder Blastenkrise bzw. Tod anging, waren die beiden Nilotinib-Gruppen signifikant überlegen: Neun bzw. sechs Patienten waren unter Nilotinib 300 bzw. 400 mg zweimal täglich progredient (3,2% bzw. 2,1%), unter Imatinib hingegen 19 (6,7%). Darunter war keiner der Patienten, die eine MR4,5 erzielt hatten. Das ist von besonderer Bedeutung, weil bei einer solchen Progression die medianen Überlebenszeit der Patienten bei nur mehr rund zehn Monaten liegt.

Schließlich entwickelten sich unter Nilotinib nur halb so oft Mutationen im BCR-ABL-Fusionsgen (12 bzw. 11 unter Nilotinib versus 22 unter Imatinib). Im vierten Jahr nach Studieneintritt war das nur mehr bei zwei Patienten der Fall.

Beide Medikamente waren gut verträglich, so Hochhaus, aber weil gelegentlich kardiale oder vaskuläre Ereignisse auftreten können, sollten entsprechende Risikofaktoren bei den Patienten beachtet und gemäß den gültigen Leitlinien behandelt werden.

 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs