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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. Juni 2012

EHA 2012: Akute Lymphozytenleukämie - Beeindruckende Ergebnisse mit Blinatumomab bei Patienten mit refraktärer Erkrankung

Während des 17. Kongresses des Europäischen Hämatologieverbandes in Amsterdam präsentiert Professor Max Topp der Universität Würzburg (Deutschland) beeindruckende Ergebnisse mit einem bispezifischen Antikörper für Patienten mit akuter Lymphozytenleukämie.

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Die Phase-2-Dosierungsstudie MT103-206 evaluierte die Effizienz, Sicherheit und Toleranz von Blinatumomab bei erwachsenden Patienten mit B-Vorläufer akuter Lymphozytenleukämie, die bei vorherigen Behandlungen mit standardmäßiger Chemotherapie oder allogener Stammzelltransplantation einen Rückfall hatten. Die Patienten erhielten für 28 Tage Blinatumomab, gefolgt von zwei Wochen Behandlungspause bei einem Behandlungszyklus von insgesamt sechs Wochen für bis zu fünf Behandlungszyklen. Die Patienten erhielten eine kontinuierliche intravenöse Infusion mit Blinatumomab mit einer anfänglichen Dosis von fünf oder 15 Mikrogramm/m2 pro Tag. Die Dosis wurde im Verlauf der Behandlung auf 30 Mikrogramm gesteigert. Der primäre Endpunkt der Studie war die Rate der vollständigen Remission (Complete Remission, CR) und vollständige Remission mit teilweiser hämatologischer Erholung (Complete Remission with partial hematologic Recovery, CRh). Zu den sekundären Endpunkten gehören die molekulare Ansprechrate, Reaktionsdauer und allgemeine Überlebensquote. Alle 36 Patienten konnten nach Effizienz und Sicherheit ausgewertet werden.

26 der 36 mit Blinatumomab behandelten Patienten (72%) erreichten durch alle getesteten Dosen und Pläne hindurch CR/CRh. Alle bis auf zwei Patienten erreichten eine molekulare Reaktion. Das heißt, es gab keinen Nachweis auf Leukämiezellen bei der Polymerasen-Kettenreaktion. Zu den häufigsten Nebeneffekten gehörten Pyrexie, Kopfschmerzen und Tremor. Medizinisch wichtige Sicherheitsereignisse waren das reversible Zytokinfreisetzungssyndrom und unerwünschte ZNS-Ereignisse.

Zurzeit der Analyse lag die mittlere Überlebensrate bei 9,0 (8,2; 15,8) Monaten mit einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 10,7 Monaten. Die mittlere Reaktionszeit der 26 Patienten, die auf die Behandlung ansprachen, lag bei 8,9 Monaten.

Quelle: European Hematology Association
 
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