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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. März 2016

EGFR-mut. NSCLC: Osimertinib erweitert Behandlungsspektrum

„Für die Therapie des Lungenkarzinoms besteht ein hoher medical need“, sagte Dr. Wilfried Eberhardt, Essen. Mit ca. 50.000 Neuerkrankungen in Deutschland ist der Lungenkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern. Die 5-Jahres-Überlebensrate im metastasierten Stadium liegt bei ca. 1%, 30-40% der Patienten überleben 1 Jahr. Eine neue Behandlungsoption für NSCLC-Patienten mit T790M-EGFR-Mutation bietet der Tyrosinkinase-Inhibitor Osimertinib (Tagrisso®).

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Etwa 10% der Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit einem Adenokarzinom weisen eine EGFR-Mutation auf – eine wichtige Mutation, für die es Behandlungsmöglichkeiten gibt. EGFR-positive Patienten sollten primär mit einem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) behandelt werden, da dieser einer Platin-basierten Chemotherapie-Dublette in Hinblick auf Ansprechrate (ORR), progressionsfreies Überleben (PFS) und Nebenwirkungsprofil überlegen ist.

Nach 9-14 Monaten ist jedoch mit einem Progress zu rechnen, da sich Resistenzen entwickeln. Klinisch die größte Bedeutung hat die T790M-Mutation, so Eberhardt. Zwei Drittel der Patienten mit Krankheitsprogression weisen die T790M-Mutation auf und somit kommt für 2 von 3 Patienten nach Versagen einer Erstlinientherapie eine Behandlung mit Osimertinib in Frage, das für die Secondline-Therapie bei T790M-Mutation zugelassen ist. „Diese neue Behandlungsoption ist eine wesentliche Erweiterung des therapeutischen Spektrums“, sagte Eberhardt. Bisher erhielten EGFR-positive Patienten nach Versagen eines Erstlinien-TKI eine Kombinations-Chemotherapie, mit der ein medianes PFS von 5,4 Monaten erzielt wird.

Die beschleunigte EU-Zulassung von Osimertinib basiert auf den Daten der kombinierten AURA-Phase-II-Studien (AURA extension und AURA2). Die gepoolte Analyse beinhaltet 411 Patienten mit EGFR-mutationspositivem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten NSCLC und Progress unter TKI-Therapie. Prof. Michael Thomas, Heidelberg, wies darauf hin, dass 39% der Patienten bei Einschluss Hirnmetastasen aufwiesen und „Hirnmetastase“ als Target definiert werden konnte.

Die ORR nach unabhängigem Review betrug 66,1%, das mediane PFS konnte durch Osimertinib bei Patienten mit T790M-Mutation auf 9,7 Monate verlängert werden. 91% der Patienten erzielten eine Krankheitskontrolle.

Die Nebenwirkungen waren meist mild bis moderat. Zu den häufigsten zählten Diarrhö, Hautausschlag, trockene Haut und Nageltoxizität. Warnhinweise beziehen sich auf interstitielle Lungenerkrankungen, Verlängerung des QT-Intervalls sowie embryonale und fetale Toxizität. Häufig, aber überwiegend nur von Grad 1 und 2, waren unter Osimertinib verminderte Thrombozyten-, Leukozyten- und Neutrophilenzahlen.

Aktuell wird Osimertinib in der randomisierten Phase-III-Studie (FLAURA) als Erstlinientherapie im Vergleich zu Gefitinib oder Erlotinib bei Patienten mit pathologisch bestätigtem Adenokarzinom und EGFR Ex19del oder L858R-Mutation geprüft.

Die Probengewinnung für die EGFR-T790M-Mutationsanalytik ist prinzipiell auf drei Arten möglich, erklärte Prof. Peter Schirmacher, Heidelberg. Falls möglich, sollte die Testung am Biopsiegewebe erfolgen. Falls eine Biopsiegewinnung nicht möglich ist, sollte die T790M-Analyse an zellfreier (cf)DNA aus dem Blut angestrebt werden. Die Bestimmung sollte nur durch einen validierten Test in einer zertifizierten Einrichtung erfolgen*. Vorteile der cfDNA sind: Der Test ist wenig invasiv und eine mehrfache Probenentnahme ist möglich. Es gibt aber auch Nachteile: Der Test ist noch nicht in der klinischen Routine etabliert und weniger sensitiv als die Analyse an Tumorbiopsien. Nicht alle Tumoren geben DNA ins Blut ab, eine morphologische Kontrolle ist notwendig und ein negatives Ergebnis muss hinterfragt werden. Die dritte Möglichkeit der Testung – die Zytologie – wird nicht empfohlen, sagte Schirmacher, da Probenqualität und Tumorzellgehalt oft geringer seien als bei Gewebebiopsien.

Ein EGFR-Mutations-Test wird in Deutschland bei 72% der NSCLC-Patienten vor Erstlinientherapie durchgeführt, bei 52% ist das Testergebnis vor Beginn der Therapie verfügbar, bei 35% der Patienten wird eine Therapie ohne Testergebnis begonnen.

* Institute für Pathologie an Charité Berlin, Universität Dresden, MH Hannover, Universität zu Köln, LM Universität München und Pathologisches Institut an der Universitätsklinik Heidelberg

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Launch-Pressekonferenz „Tagrisso ® – Resistenz überwinden“, DKK, 26.02.2016, Berlin; Veranstalter: AstraZeneca
 
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