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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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30. Oktober 2015

ECC 2015: Effektivität von Panitumumab plus FOLFIRI in der mCRC-Erstlinientherapie

Die positiven Daten der einarmigen Phase-II-Studie 314 waren mit ausschlaggebend für die Zulassungserweiterung zur Kombination von Panitumumab (Vectibix®) mit dem Standardregime FOLFIRI (P-FOLFIRI) für die Erstlinientherapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms (mCRC) mit RAS-Wildtyp (WT). Eine auf dem European Cancer Congress (ECC) 2015 präsentierte explorative Analyse der Studie zeigt erneut, dass die Bestimmung des RAS-Status für den Erfolg der Panitumumab-basierten Therapie unverzichtbar ist: Patienten mit RAS-WT sprachen mit einer länger anhaltenden und tieferen Remission an als Patienten mit mutiertem RAS. Die frühe und starke Tumorschrumpfung war zudem mit einer deutlichen Verlängerung des progressionsfreien Überlebens assoziiert.

Seit Ende März 2015 ist Vectibix® auch in der Kombination mit FOLFIRI in der Erstlinien­therapie des mCRC zugelassen (1). Damit kann der Anti-EGFR-Antikörper in der ersten Therapielinie mit den beiden Standardregimen FOLFOX oder FOLFIRI kombiniert werden und hat dadurch einen breiteren Anwendungsbereich. Die Zulassungserweiterung basiert u. a. auf den Ergebnissen der einarmigen Phase-II-Studie 314, in der die Kombination P-FOLFIRI bei 154 mCRC-Patienten geprüft wurde (2).
 
Neue Parameter zur Response-Evaluierung
Neben der klassischen Response-Evaluierung nach den RECIST-Kriterien wird heute zunehmend auch die Dynamik des Tumoransprechens herangezogen, um die Effektivität einer Therapie abzuschätzen. Als wichtig haben sich insbesondere Tiefe und Dauer des Ansprechens (deepness of response, DpR bzw. duration of response, DoR) sowie die frühe Tumorschrumpfung (early tumour shrinkage, ETS) herausgestellt, da sie für die langfristige Prognose des Krankheitsverlaufs entscheidend sein können.

In der auf dem ECC 2015 präsentierten exploratorischen Analyse der Studie 314 wurde das Tumoransprechen in Abhängigkeit vom RAS-Mutationsstatus der Patienten ausgewertet (3). Für die Analyse standen die kompletten Daten der RAS-Analyse von 143 Patienten zur Verfügung; 69 von ihnen wiesen einen RAS-WT, 74 ein mutiertes RAS auf. 141 Patienten wurden in die Analyse des Ansprechens, 135 in die Auswertung der ETS einbezogen. Patienten mit RAS-WT profitierten von P-FOLFIRI mit einer hohen Gesamtansprechrate von 59%. Dagegen sprachen nur 41% der Patienten mit mutiertem RAS auf die Kombination an (OR 2,0; 95% KI 1,0-4,2). Zudem war die Ansprechdauer bei RAS-WT-Patienten mit 13 Monaten mehr als doppelt so lang wie in der Gruppe mit mutiertem RAS (5,8 Monate). Auch beim PFS zeigte sich ein deutlicher Unterschied zugunsten der RAS-WT-Patienten (11,2 vs. 7,3 Monate; HR 0,37). Die DpR, definiert als prozentuale Tumorschrumpfung beim Nadir bzw. zu Beginn der Progression, war in der RAS-WT-Gruppe mit 59,3% ebenfalls deutlich stärker als bei mutiertem RAS mit nur 35,7%.
 
Frühe Tumorschrumpfung korreliert mit langem PFS

Vorteilhaft war die Therapie mit P-FOLFIRI für RAS-WT-Patienten auch beim Parameter ETS: Während der Tumor bei der Hälfte der RAS-WT-Patienten (49%) bis Woche 8 um ≥30% schrumpfte, betrug dieser Anteil in der Gruppe mit mutiertem RAS nur 37%. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich auch für die ≥20%-ige Tumorschrumpfung (74% vs. 50%). Die ausgeprägte ETS um ≥30% in der RAS-WT-Gruppe ging mit einer PFS-Verlängerung auf median 14,3 Monate einher (mutiertes RAS: 7,8 Monate; HR 0,29; p=0,0022). Gleiches galt für die ≥20%-ige ETS mit einem PFS von 13,3 Monaten bei RAS-WT-Patienten, aber nur 7,3 Monaten bei mutiertem RAS (HR 0,34; p=0,0005). Prinzipiell war das mediane PFS unabhängig vom RAS-Status bei Patienten mit früher Tumorschrumpfung verlängert: Patienten mit einer ETS≥30% bzw. ≥20% lebten median 10,9 bzw. 9,1 Monate progressionsfrei, Teilnehmer, bei denen dies nicht gelang, dagegen nur 7,2 bzw. 6,9 Monate (HR 0,45; p=0,0003 bzw. HR 0,48; p=0,0005).
 
Fazit für die Praxis

„Die neue Analyse der Studie 314 untermauert die Bedeutung des RAS-Status für die Effektivität einer Therapie mit Anti-EGFR-Antikörpern wie Panitumumab“, kommentierte Prof. Dr. med. Claus-Henning Köhne, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie, Klinikum Oldenburg, als Koautor der Poster-Präsentation. Damit unterstreiche die Studie noch einmal die Bedeutung der RAS-Testung bei mCRC-Patienten vor Beginn einer Erstlinientherapie.

Amgen
Literatur:

(1) European Public Assessment Report (EPAR), last updated on 03/06/2015
(2) Köhne CH et al.; J Cancer Clin Res 2012;138:65-72
(3) Karthaus M et al.; ECC 2015; Abstr. 2130; Poster P120

 
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