Dienstag, 12. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
05. April 2017

Mit Doppelblockade das Gesamtüberleben beim NSCLC verlängern

Atezolizumab greift zweifach an: Es blockiert gezielt die Interaktion von PD-L1 sowohl mit PD-1 als auch mit B7.1. Bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) verlängert die Therapie mit Atezolizumab das Gesamtüberleben, im Vergleich zu Docetaxel, im Median um 4,2 Monate.
Anzeige:
 
 
PD(programmed death receptor)-1-Inhibitoren werden auch beim NSCLC erfolgreich zur Checkpoint-Blockade eingesetzt. Mit Atezolizumab steht nun ein Checkpoint-Inhibitor ante portas, der – anders als PD-1-Hemmer – doppelt angreift. Der PD-L(programmed death Ligand)-1-Antikörper blockiert sowohl die PD-L1/PD-1-Interaktion als auch die PD-L1/B7.1-Interaktion. Dadurch wird die Hemmung der T-Zell-Aktivität an zwei Stellen aufgehoben. Werden Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC mit Atezolizumab anstelle von Docetaxel behandelt, leben sie insgesamt signifikant länger, nämlich im Median um 4,2 Monate (13.8 vs. 9,6 Monate; p=0,0003). Der signifikante Überlebensvorteil unter Atezolizumab zeigte sich auch bei Patienten ohne PD-L1-Expression auf Tumorzellen oder tumorinfiltrierenden Immunzellen (12,6 vs. 8,9 Monate; p=0,0205). Die Daten der OAK-Studie bestätigen frühere Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Atezolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC. Die Phase-II-Studie POPLAR hatte gezeigt, dass Atezolizumab das Mortalitätsrisiko von mit platinbasierter Chemotherapie vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC gegenüber Docetaxel signifikant um 13% reduziert (p=0,011).

Weniger Therapieabbrüche als unter Docetaxel

Unerwünschte therapiebedingte Nebenwirkungen traten bei 15% der Patienten unter Atezolizumab gegenüber 43% unter dem Taxan auf. Die Zahl der Therapieabbrüche war niedriger (8% vs. 19%). Auch die Rate immunvermittelter Nebenwirkungen war niedrig (Pneumonitis 1%, Hepatitis 3%, Colitis 0% ≥ Grad 3: 0,7%, 0,3%, 0%). Als Erklärung führte PD Dr. Jürgen R. Fischer, Löwenstein, an, dass die für die Immunhomöostase relevante Interaktion von PD-L1 mit PD-L2 unter Atezolizumab intakt bleibt. In den USA ist Atezolizumab für das vorbehandelte fortgeschrittene NSCLC bereits zugelassen.

Dr. Beate Fessler
DGP-Industriesymposium „Neue Wege in der Krebsimmuntherapie – Die nächste Generation der Checkpoint-Inhibitoren“, Stuttgart 24. März 2017 (Veranstalter: Roche)
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017