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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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11. März 2015

Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs: EU-Forschungsverbund belegt die Bedeutung des Immunsystems für Prognose und Therapie

Erstmalig konnten im Rahmen des EU-Forschungsprojekts RESPONSIFY Immunmarker im Tumor identifiziert werden, die sowohl die Prognose einer Brustkrebs-Patientin beeinflussen, als auch das Ansprechen auf bestimmte Therapien vorhersagen. Vor allem für Patientinnen mit HER2-positivem oder triple-negativem Brustkrebs (TNBC) sind die Forschungsergebnisse richtungsweisend. Diese Arten des Mammakarzinoms zeichnen sich durch einen aggressiven Krankheitsverlauf aus, so dass vor allem für diese Patientinnengruppen die Entwicklung neuer Therapiestrategien notwendig ist.
 

Eine Chemotherapie-Option für diese Patientinnen ist das Zytostatikum Carboplatin, das allerdings mit schweren Nebenwirkungen einhergeht. "Die neuen Marker bieten die Möglichkeit, die Patientinnen zu bestimmen, bei denen Carboplatin tatsächlich einen therapeutischen Vorteil gegenüber anderen Chemotherapeutika bringt. Alle anderen Patientinnen müssen der Therapie und den zusätzlichen Nebenwirkungen nicht ausgesetzt werden", erklärt Prof. Dr. Sibylle Loibl, Co-Chair der German Breast Group und wissenschaftliche Koordinatorin des EU-Projekts.
 
Auch als Begleitdiagnostik in Studien für Medikamente, die die Immunantwort gegen den Tumor verstärken sollen, können die neuen Marker sinnvoll eingesetzt werden. Diese neuen Medikamente, sogenannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren, werden zurzeit für diejenigen Patientinnen entwickelt, deren Immunsystem nicht ausreichend gegen die Tumorzellen arbeitet. "Die neuen Biomarker bringen uns einen erheblichen Schritt weiter auf dem Weg hin zu einer personalisierten Brustkrebs-Medizin", meint Prof. Loibl.
 
Das Forschungsprojekt RESPONSIFY wurde somit nach drei Jahren intensiver Arbeit erfolgreich abgeschlossen. Die Entwicklung des Biomarker-Tests ImmunoPredict für die klinische Praxis wird nun von der Firma Sividon Diagnostics durchgeführt, die auf molekulare Tumordiagnostik spezialisiert ist. "Erfahrungsgemäß wird die Testentwicklung etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen", sagt PD Dr. Ralf Kronenwett, Leiter Forschung und Entwicklung bei Sividon Diagnostics. "Die hervorragenden Ergebnisse des Projekts sind ein exzellentes Beispiel für institutionen- und länderübergreifende Forschungsarbeit und wird die Diagnostik und Behandlung von Brustkrebspatientinnen positiv beeinflussen."
 
"RESPONSIFY - Genome-based biomarkers leading to validated molecular diagnostic tests for response prediction in breast cancer" wurde von der EU-Kommission gefördert und ist Bestandteil des 7. Forschungsrahmenprogramms. Neben der German Breast Group und Sividon Diagnostics arbeiteten neun weitere internationale Partnerinstitutionen an der Identifizierung der Biomarker, darunter die Berliner Charité, das französische Institut Gustave Roussy, das belgische Institut Jules Bordet und das University College London. Die Fördersumme betrug sechs Millionen Euro.

Quelle: Sividon Diagnostics
 
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