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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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26. Februar 2016

Deutscher Krebspreis 2016 für Stefan Bielack, Anja Mehnert, Andreas von Deimling und Johannes Zuber

Der Deutsche Krebspreis, gestiftet von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung, zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen in der deutschen Krebsmedizin. In der Sparte „Klinische Forschung“ geht die Auszeichnung in diesem Jahr an Prof. Dr. Stefan Bielack (Klinikum Stuttgart ‒ Olgahospital) und Prof. Dr. Anja Mehnert (Universitätsklinik Leipzig); im Bereich „Translationale Forschung“ wird Prof. Dr. Andreas von Deimling (Universitätsklinikum Heidelberg) geehrt, in der Sparte „Experimentelle Forschung“ Ass.-Prof. Dr. Johannes Zuber (Research Institute of Molecular Pathology, Wien). Der Preis wird auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin verliehen.

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Stefan Bielacks wegweisende Arbeiten als Studienleiter der EURAMOS/COSS-Studiengruppe haben wesentlich zur Verbesserung der Therapien beim Osteosarkom beigetragen. Die Studiengruppe setzte nicht nur Standards, sondern etablierte erstmalig auch ein transatlantisches Studiennetzwerk in diesem Fachgebiet. Bielacks 2002 im Journal of Clinical Oncology publizierte Arbeit über die prognostischen Faktoren beim Osteosarkom wurde bis heute ca. 1.100-mal zitiert; der Artikel gehört zu den bislang am häufigsten zitierten Osteosarkom-Veröffentlichungen weltweit.
 
Anja Mehnert untersucht die Prävalenz psychischer Belastungen und die Wirksamkeit psychoonkologischer Versorgungskonzepte für Krebspatienten in verschiedenen Krankheitsphasen von der Survivorship bis hin zur supportiven Versorgung. Ein Schwerpunkt stellt die effektive Behandlung depressiver Verstimmungen und psychosozialer Belastungen bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung und einer verkürzten Lebenszeitprognose dar. Gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe evaluiert sie Konzepte zu sinnorientierten Verarbeitungsprozessen, Lebenssinn und Demoralisierung bei Krebserkrankungen und entwickelt praxisnahe Interventionen zur Unterstützung der Patienten. Ihre Arbeiten sind insbesondere maßgeblich für den Anteil der Krebserkrankten, für den langfristig eine Heilung nicht erreicht werden kann.
 
Der Verdienst von Andreas von Deimling liegt in der konsequenten Entwicklung und Integration molekularer Analysen in die Tumor-Neuropathologie. Durch den Einsatz der molekularen Diagnostik lässt sich die Planung der Behandlung von Gliomen sehr viel genauer an die individuellen Gegebenheiten des Patienten anpassen. Von Deimling zählt zu den international führenden Köpfen der Molekularpathologie; durch seine Forschung hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die personalisierte Medizin Einzug in die Pathologie gehalten hat.
 
Johannes Zuber hat das Feld der funktionellen Krebsgenetik maßgeblich geprägt und in einer Vielzahl hochrangiger Publikationen wesentliche Beiträge zur Aufdeckung und genetischen Analyse von Kandidatengenen zur zielgerichteten Krebstherapie geleistet. Durch Entwicklung und Anwendung optimierter RNAi-Technologien entdeckte Zuber den BET-Bromodomain Regulator BRD4 als therapeutisches Zielgen und Ansatzpunkt zur Blockade des Onkogens MYC in der akuten myeloischen Leukämie. Nachdem BET-Inhibitoren mittlerweile vielversprechende Effekte in einer Vielzahl von Krebsarten gezeigt haben, gelang ihm kürzlich die Aufklärung epigenetischer Mechanismen in der primären und erworbenen Resistenz gegenüber BET-Inhibitoren, die für die Entwicklung klinischer Biomarker und Kombinationstherapien einen Meilenstein darstellen.

Deutsche Krebsgesellschaft
 
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