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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. Juni 2016

Daten zu MOR202 beim multiplen Myelom und MOR208 bei Non-Hodgkin-Lymphom

MOR202 (8 mg/kg) plus Pomalidomid/Dexamethason führt zu zwei Komplettremissionen (CR) und zu zwei Fällen von geringfügigem Ansprechen (MR) (davon einer noch nicht bestätigt) bei fünf behandelten Patienten mit rezidiviertem/refraktärem multiplen Myelom (MM). Darüber hinaus wurde auf der ASCO-Jahrestagung das Studiendesign einer Phase 2-Studie mit MOR208 (COSMOS-Studie) vorgestellt.
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MOR202-Kombinationstherapie zeigt Komplettremissionen im multiplen Myelom

MOR202 (8 mg/kg) plus Lenalidomid/Dexamethason zeigt zwei Fälle von partiellem Ansprechen (PR) und einen von sehr gutem partiellen Ansprechen (VGPR) bei vier MM-Patienten in dieser Behandlungsgruppe, bei denen nach dem ersten Behandlungszyklus wie festgelegt eine Erhebung des Ansprechens erfolgte.

Erste Biomarker-Daten mit MOR202 deuten auf Erhaltung des CD38-Zielmoleküls auf der Oberfläche von Plasmazellen des Knochenmarks während der MOR202-Behandlung hin. MOR202 wird in Dosierungen von bis zu 16 mg/kg als 2-stündige Infusion mit geringfügigen infusionsbedingten Reaktionen (IRR) verabreicht.

Die Daten stammen aus einer laufenden klinischen Phase 1/2a-Studie bei insgesamt 63 stark vorbehandelten Patienten mit rezidiviertem/ refraktärem multiplem Myelom (MM), die entweder MOR202 allein oder in Kombination mit den immunmodulatorischen Wirkstoffen (IMiDs) Lenalidomid (Len) und Pomalidomid (Pom) plus jeweils Dexamethason (Dex) erhielten. Die Daten wurden heute in einer Poster-Präsentation auf der ASCO-Jahrestagung 2016 vorgestellt. Die Aktualisierungen im Vergleich zur letzten Präsentation von Daten aus dieser laufenden Studie im Dezember 2015 beziehen sich insbesondere auf die mit MOR202 (Dosierung von 8 mg/kg) in Kombination mit IMiDs behandelten Patientengruppen.

In der fünf Patienten umfassenden Gruppe, die mit 8 mg/kg MOR202 in Kombination mit Pom/Dex behandelt wurden, zeigen zwei Patienten eine vollständige Remission (complete response, CR) und zwei weitere Patienten ein geringfügiges Ansprechen (minimal response, MR). Unter den vier mit 8 mg/kg MOR202 plus Len/Dex behandelten Patienten, bei denen nach dem ersten Behandlungszyklus wie festgelegt eine Erhebung des Ansprechens erfolgte, wurden bei zwei Patienten ein partielles Ansprechen (partial response, PR) sowie ein weiterer Fall eines sehr guten partiellen Ansprechens (very good partial response, VGPR) beobachtet.

MOR202 wurde bei allen Patienten in Dosierungen von bis zu 16 mg/kg als 2-stündige Infusion verabreicht. Infusionsbedingte Reaktionen (infusion-related reactions, IRR) traten bei 14% der Patienten auf (10% Grad 1, 4% Grad 2) und blieben in der Regel auf die erste Infusionsgabe beschränkt.

Darüber hinaus deuten die ersten Biomarker-Daten, die bei allen fünf MM-Patienten mit vorhandenen zweiten Biopsien erhoben wurden, darauf hin, dass das CD38-Zielmolekül des Antikörpers auf der Oberfläche von MM-Plasmazellen des Knochenmarks während der MOR202-Behandlung erhalten blieb. Die erhobenen Daten verglichen die Werte bei Behandlungsstart und am Tag 1 des zweiten Behandlungszyklus.

"Wir freuen uns sehr über die aktualisierten klinischen Ergebnisse mit MOR202 beim multiplen Myelom, vor allem über die beiden Komplettremissionen unter den fünf Patienten, die mit MOR202 in Kombination mit Pom/Dex behandelt wurden. Seit der letzten Veröffentlichung von Daten aus dieser Studie im Dezember 2015, wurden neue und tiefere Remissionen auf die Therapie von MOR202 in Kombination mit IMiDs beobachtet. Was das Sicherheitsprofil anbetrifft, freuen wir uns sehr, dass MOR202 bei allen Patienten mit einer nur 2-stündigen Infusionszeit verabreicht werden konnte, wobei infusionsbedingte Reaktionen von Grad 1 und 2 nur bei 14% der Patienten auftraten", kommentierte Dr. Arndt Schottelius, Entwicklungsvorstand der MorphoSys AG. "Die Dosisfindungsstudie wird derzeit wie geplant fortgesetzt. Dabei konzentrieren wir uns insbesondere auf die Kombinationsbehandlung von 16 mg/kg MOR202 mit Pom/Dex bzw. Len/Dex."

MOR202 ist ein vollständig humaner HuCAL-Antikörper, der gegen das Zielmolekül CD38, ein hoch exprimiertes und validiertes Zielmolekül im multiplen Myelom, gerichtet ist. Die Daten stammen aus einer laufenden, offenen, multizentrischen klinischen Phase 1/2a- Dosissteigerungsstudie, die an mehreren Zentren in Deutschland und Österreich durchgeführt wird. Dabei wird die Sicherheit und Wirksamkeit von MOR202 allein sowie in Kombination mit den IMiDs Pomalidomid (Pom) bzw. Lenalidomid (Len) plus jeweils Dexamethason (Dex) bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom untersucht. Die primären Endpunkte der Studie sind die Sicherheit, Verträglichkeit und Erforschung der empfohlenen Dosierung von MOR202 allein und in Kombination mit IMiDs. Die sekundären Endpunkte sind Pharmakokinetik und vorläufige Wirksamkeit in Form der Kriterien Gesamtansprechrate, Ansprechdauer, Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung sowie progressionsfreies Überleben.

MOR208-Aktivität unabhängig vom Ansprechen auf vorherige Behandlung mit Rituximab

MOR208 führt als Einzelwirkstoff in der Behandlung des rezidivierten/refraktären Non-Hodgkin Lymphoms (NHL) zu einer Kontrolle der Erkrankung (CR + PR + SD) bei 40% der Patienten mit diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) und bei 73% mit der indolenten Form des NHL (iNHL) sowie zu Ansprechdauern von bis zu 26 Monaten (bei anhaltenden Remissionen)
- MOR208 führt zu Verkleinerung der Zielläsionen der Tumorerkrankung bei Patienten mit stabilem Krankheitsbild (SD)
- MOR208 zeigt ähnlich langes progressionsfreies Überleben (PFS) in Rituximab-refraktären und Rituximab-nicht-refraktären Patienten

MorphoSys stellte aktualisierte Daten einer Subgruppenanalyse zu einer klinischen Phase 2a-Studie mit dem Anti-CD19-Antikörper MOR208 bei rezidivierten/refraktären Patienten mit verschiedenen Subtypen des Non-Hodgkin Lymphoms (NHL) vor, darunter das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL), das follikuläre Lymphom (FL), das Mantelzell-Lymphom (MCL) und andere indolente NHL (iNHL). Alle Patienten in der Studie hatten mindestens eine vorherige Therapie mit Rituximab erhalten.

Gemäß der Subgruppenanalyse wurde zusätzlich zu denjenigen Patienten, die ein partielles bzw. vollständiges Ansprechen (PR, CR) aufwiesen, ein klinischer Nutzen auch bei anderen mit MOR208 behandelten Patienten beobachtet. Die Mehrheit der Patienten mit stabilem Krankheitsbild (stable disease, SD) (5 von 6 in DLBCL, 12 von 16 in iNHL) zeigte eine Verkleinerung der Zielläsionen der Tumorerkrankung trotz der relativ kurzen Behandlungszeit von drei Zyklen gemäß Studienprotokoll. Dies führte zu einer Kontrolle der Erkrankung ("Disease Control Rate", CR + PR + SD) von 40% bei DLBCL- und 73% bei iNHL-Patienten.

Zudem war das progressionsfreie Überleben (PFS) bei der MOR208-Behandlung in Rituximab-refraktären und Rituximab-nicht-refraktären Patienten vergleichbar lang (medianes PFS 5,3 Monate versus 6,6 Monate, HR 0,85, 95% CI 0,45-1,6, p=0.59). MOR208 zeigte also in dieser Studie klinische Aktivität, die unabhängig vom Ansprechen auf eine vorherige Anti-CD20-Therapie, z.B. Rituximab, war. Die aktualisierten Daten für die im Rahmen der Studie behandelten Patienten zeigen eine PFS-Rate von 40% nach 12 Monaten sowohl für DLBCL- als auch iNHL-Patienten. Neun mit MOR208 behandelte Patienten zeigen nach wie vor ein Ansprechen auf die Therapie (7 Komplettremissionen (CR), 2 Teilremissionen (PR)), wobei die längsten Ansprechdauern bereits bei 26 Monaten liegen.

"Wir sind sehr zufrieden mit den aktualisierten klinischen Studiendaten für MOR208", kommentierte Dr. Arndt Schottelius, Entwicklungsvorstand der MorphoSys AG. "Wir sind beeindruckt von der Ansprechdauer von bis zu 26 Monaten auf die MOR208-Monotherapie bei stark vorbehandelten Patienten mit rezidiviertem/refraktärem NHL. Wir sind zudem erfreut über den beobachteten Rückgang der Größe der Tumorläsionen bei vielen Patienten mit stabiler Erkrankung, auch wenn diese nur für einen kurzen Zeitraum von drei Zyklen behandelt wurden. Die auf der ASCO 2016 vorgestellten klinischen Daten untermauern unsere Strategie, MOR208 in bösartigen B-Zell-Erkrankungen zu entwickeln, insbesondere in unseren geplanten klinischen Kombinationsstudien in den Indikationen DLBCL und CLL."

MOR208 ist ein Anti-CD19-Antikörper mit modifiziertem Fc-Teil, der sich in klinischer Entwicklung zur Behandlung maligner Erkrankungen der B-Zellen befindet. Die offene, multizentrische Phase 2a-Studie untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von wöchentlichen Dosierungen von 12 mg/kg MOR208 bei 92 vorbehandelten Patienten mit verschiedenen Subtypen von rezidiviertem/refraktärem NHL. Die Daten zeigen ein geringes Maß an Infusionsreaktionen. Basierend auf auswertbaren Patienten betrug die Gesamt-Ansprechrate (ORR) von MOR208 36% in DLBCL- und 33% in iNHL-Patienten; basierend auf allen DLBCL- und iNHL-Patienten in der Studie betrug die ORR 26% bzw. 29%.

Darüber hinaus wurde auf der ASCO-Jahrestagung das Studiendesign einer Phase 2-Studie mit MOR208 (COSMOS-Studie) vorgestellt. Die geplante Studie soll MOR208 in Kombination mit Idelalisib in chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) und beim kleinen lymphatischen Lymphom (SLL) untersuchen und sich dabei auf die Patienten konzentrieren, die auf eine vorherige Therapie mit Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitoren (z.B. Ibrutinib) nicht mehr ansprechen oder diese nicht mehr vertragen. Nach dem erfolgten Abbruch mehrerer Kombinationsstudien von Idelalisib mit anderen Wirkstoffen wird diese geplante Studie derzeit überprüft und Gespräche mit den Regulierungsbehörden werden geführt. Zudem prüft MorphoSys derzeit alternative Studiendesigns für MOR208 in einer Kombinationsstudie bei CLL/SLL Patienten, die zuvor mit einem BTK-Inhibitor behandelt worden waren.
MorphoSys
Literatur:
Abstract #8012
M. Raab et al: MOR202 alone and in combination with pomalidomide or lenalidomide in relapsed or refractory multiple myeloma: Data from clinically relevant cohorts from a phase 1/2a study.

Abstract #7545
W. Jurczak et al: Subgroup analyses of diffuse large B-cell lymphoma (DLBCL) and indolent lymphoma cohorts from a phase 2a study of single-agent MOR208 in patients with relapsed or refractory non-Hodgkin's lymphoma (R-R NHL).

Abstract #TPS7572
C.-M. Wendtner et al: A phase 2 study of MOR208 plus idelalisib in patients with relapsed or refractory chronic lymphocytic leukemia (CLL) or small lymphocytic lymphoma (SLL) previously treated with a Bruton's tyrosine kinase inhibitor.
 
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